Die Närrin in mir zu lieben

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Die Närrin in mir zu lieben will ich lernen,
die mit dem Zuviel an Gefühlen und dem schnellen Mundwerk,
die sich auf viel zu viele Glücksspiele einläßt,
manche davon gewinnt, aber noch mehr verliert,
die an Selbstkontrolle oft erst später denkt,
die liebt, haßt, verletzt und selbst verletzt wird,
die so schnell zusagt wie sie sich verweigert,
die träumt und lacht und weint – genau diese Närrin:
diese Närrin in mir zu lieben will ich lernen.

nach einem Text von Theodore Isaac Rubin

11 Gedanken zu “Die Närrin in mir zu lieben

  1. ja – er ist immer wieder spannend, dieser Versuch, die Närrin in sich lieben zu wollen. Ich glaube, er dauert ein Leben lang. Es gibt Momente, da denkt man, man könnte es, und dann kommen wieder die Augenblicke, in denen man sie am liebsten erwürgen würde, diese Närrin. Sie ist wie ein Schatten, mal kürzer, mal länger, den man immer mit sich führt. Bei hoch stehender Sonne verschwindet er für kurze Zeit.
    Grüße von Monika

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    • Das hast du gut beschrieben. Der Schatten, den ich empfinde, verursacht sie nicht, sondern er ist die Ursache für ihr Sein, für ihre Energie, ihre Reaktionen und Bedürfnisse, die mit den verbreiteteren (was immer das sein mag?) Normen und Ansprüchen in Konflikt geraten. Sehr oft finde ich sie kein bißchen närrisch, sondern logisch und berechtigt, ihre – nein: unsere! – Position zu vertreten. Das sage ich heute. Den Blogtext hatte ich vor zwei Jahren ‚übersetzt‘, als es mir noch weit schwerer fiel, in einem Konflikt mit anderen meine Bedürfnisse nicht auf Kosten eigenen Befindens freundlichst wegzuobjektivieren, nur weil Emotionen im Widerstreit mit Konventionen als „närrisch“ zu sehen anerzogen wurde.

      Danke für deinen Kommentar.

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  2. Ich habe heute im aktuellen GEO-Heft einen Bericht über eine Erd-installation im Gasometer Oberhausen im Rahmen der Ausststellung „Wunder der Erde“ gelesen. Einer großen hellen Stoffkugel wird mittels Projektoren, die mit Satelliten verbunden sind, ein Bild der Erde mit Blick aus dem Weltall aufgespielt. Die Ausstellung läuft bis Ende des Jahres.

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