Einmal in Eisenstadt

Dienstagvormittags waren wir im Baumarkt, Fliesen gucken, aber gegen 12:00 Uhr mittags hatten wir Hunger und besuchten nach dem Gewerbegebiet auch die sehr ruhige Fußgängerzone in der burgenländischen Landeshauptstadt Eisenstadt:

 

Besonders quirlig ist es dort nie: ich glaube, nicht einmal die Eisenstädter selbst kaufen dort ernsthaft ein, sondern fahren entweder in die großflächigen Einkaufscenter an der Peripherie oder gleich ins abenteuerlichere Wien, aber mit den alten Häuserzeilen ist es ganz hübsch anzusehen.
Was Mozart für Salzburg ist, bedeutet Joseph Haydn (* 1732 in Rohrau, Niederösterreich; † 1809 in Wien) für Eisenstadt; er ist überall erwähnt, zitiert, portraitiert, denn 30 Jahre lang hat er als Hofmusiker im Dienste der Fürstenfamilie Esterhàzy gelebt und komponiert. Das Esterhàzy-Schloss ist in der Bildergalerie zu sehen. Dieses Schloss ist langsam aus einer alten Burg aus dem 13. Jh. hervorgegangen, von der aber nichts mehr zu erkennen ist; der letzte Umbau zu einem klassizisistischen Gebäude erfolgte Anfang des 19. Jh.s nach Plänen von Charles Moreau. Gegenüber des Schlosses war die fürstliche Leibgarde untergebracht sowie in einem von außen spiegelgleichen „Zwillingsgebäude“ der Marstall und die Prunkkarossen – 1790-1794 errichtet, geplant von Benedict Henrici – heute befindet sich in dieser Hälfte ein sehr gutes Restaurant, das „Henrici“. – Fotos vom 16. Januar 2010, Eisenstadt, Burgenland, Österreich. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder in der Galerie anklicken.

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10 Gedanken zu “Einmal in Eisenstadt

  1. doch, eine echte Wohlfühlstadt.. Ich glaube da gibt es keine Graffiti an Häuserwänden. wahrscheinlich noch nicht mal einen Schulschwänzer. So stelle ich mir das Paradies vor… ^^

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  2. Es war schön ruhig und hektikfrei, aber Unschönes gibt es dort schon auch, ich hab’s bloß nicht fotografiert, schließlich bin ich ja nur "Tourist" und nicht Regionalpolitiker im Wahlkampf. Weil ich regionale Spezialitäten gerne probiere, habe ich mir ein burgenländisches winterliches Menü ausgesucht, das aus einer Sautanz-Suppe bestand, Schweinefilet mit Blunznspätzle mit Wirsing und zum Dessert Mohnnudeln mit Honigcreme. Unter "Sautanz" versteht man hier im weitesten Sinne des Begriffs typische Gerichte, die im Herbst nach dem Schlachten zubereitet wurden, also muß man mit Innereien rechnen. Die Suppe enthielt darum ein paar Stückchen Leber, war mit Sauerrahm angereichert und deutlich mit Muskat, Piment und Petersilie gewürzt. Beim Hauptgang waren die Spätzle das Element, was manche nicht bestellen würden, denn Blunzn ist eine österreichische Blutwurst, die heiß gegessen wird und der Spätzleteig enthielt etwas davon- ähnlich wie die schwäbisch-baierischen Leberspätzle. Das Filet war ein Traum, die Sauce dazu wieder ähnlich gewürzt wie die Suppe, aber ich glaube, mit etwas Weinbrand oder so etwas daran, und der Wirsing war sehr fein geschnitten mit Schinkenwürfelchen. Zum Dessert gab es Mohnnudeln, auch typisch einfache österreichische Küche, aber veredelt mit einer sehr kalten sahnigen eisähnlichen Honigcreme und verschiedenem Obst. Mohnnudeln bestehen genau wie schwäbische Schupfnudeln aus einem Kartoffel-Mehl- oder Griessteig, die nach dem Kochen in Butter, Zucker und Blaumohn geschwenkt werden. :-))))))

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  3. schöne Fotos … einer schönen Stadt… so siehts jedenfalls aus… auf die Suppe hätte ich bestimmt verzichtet und Mohnnudeln … na ja man sagt erst probieren und dann meckern wiederum was der Bauer nicht kennt… *gg* Filet mag ich wobei ich Blunznspäzle auch noch niemals probiert habe… aber dir hat es gemundet das ist schön … schöner Blog … LG TB

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  4. also das Menü hört sich richtig Sternemäßig an. Das war schon kochen auf hohem Niveau. – Als Dessert Nudeln mit Honig.. da muss man auch erst mal drauf kommen. Obwohl es sowas früher bei uns abgewandelt auch mal als Hauptgericht gab. Das waren dann Nudeln mit süßem Dörrobst (Pflaumen, Äpfelnringen, Rosinen)..

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  5. ohja, Doccielein, das mag ich auch: Dampfnudeln mit aufgekochtem Dörrobst! (oder meinetwegen auch Hefeklösse) – das gab’s aber, genau wie Milchreis, immer bloß, wenn der Vater verreist war. ^^Und eine "Haube" hat es tatsächlich 😉

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