Bilder aus den vergangenen Tagen

Birkenzweige

Blätter und Pilze im Gras

Nachmittagshimmel am Vierzehnten

Die Tage werden kürzer, die Bilder weniger: diese sind aus den vergangenen drei Tagen, und heute war es sogar den ganzen Tag zu dunkel, und zu nebelig um überhaupt zu fotografieren. Und als es nicht mehr nebelig war, regnete es. Nicht gerade ideal, um sich mit meiner-langjährigsten-Freundin-überhaupt – wir kennen uns schon seit wir 5 waren – nach Längerem zu treffen, miteinander essen zu gehen, über alte Erinnerungen und neue Eindrücke zu quatschen und gemeinsam die alten Plätze abzulaufen, bis es zu unangenehm regnete. Sie hatte die Micky-Maus-, ich die Fix&Foxi-Hefte und wir haben dann immer getauscht. Hanni und Nanni und Dolly. Genesis und Carole King. Nur Freunde haben wir nie miteinander getauscht.
Es ist eigenartig, woran man sich erinnert und schön, sich aus der heutigen Sicht darüber zu unterhalten. Sogar auf dem Friedhof waren wir, damit am kommenden Sonntag ein Gesteck dort liegt, wo ihre nicht fort gezogene Verwandschaft andernfalls im Vorbeigehen kopfschüttelnd „tststs“ machen würde. Ich mochte ihre Mutter auch sehr, und reden kann man überall, wenn man will. Nun ist sie wieder weg. Eineinhalb Stunden nach Berlin – das geht eigentlich. Schön war’s, aber kalt. Auch am Bahnhof in Salzwedel, wie das an Bahnhöfen anscheinend extra ist, und bei solchem Wetter schlimmer als bei Frost.

Ein Grund mehr, einen Tee zu machen und wieder in die kalorienfreie „100er Pralinenschachtel“ zu greifen und die nächsten Frage anzugucken.

4 / 100 – die 4. Frage: „Hattest Du ein Tamagotchi?“

In alphabetischer, nichtchronologischer Reihenfolge hatte ich: Amsel, Angola-Schmetterlingsfinken, Goldfische, Hunde, Kaninchen, Mäuse, Meerschweinchen, Nymphen- und Wellensittiche und außerdem immer diverses Geflügel, Katzen, Kühe, Pferde, Schnecken und Schweine in erreichbarer Nähe, so daß ich abends oft genug baden mußte, bevor ich ins Bett konnte, weil Stallduft und Heustaub zu intensiv haften geblieben waren, weil mich ein kleines Ferkel, das in meinem Schoß kuschelte, angepinkelt hatte, oder wegen des einen oder anderen übergesprungenen Flohs. Ich glaube, das machte mich immun gegen Tamagotchis.
Nein, ich hatte keines und habe mir auch nie eines gewünscht.

 

10 Gedanken zu “Bilder aus den vergangenen Tagen

  1. Es freut mich für dich, daß du eine sooo lange Freundschaft geniessen kannst und ihr heute einen WiedersehQuatschenWeinenLachenTag hattet! Man sollte so etwas viel öfter tun…schnüff…
    Ist ja auch selten, so eine lange, echte Freundschaft. Finde ich toll!

    Hanni und Nanni…lach…die las ich auch, in unserer Bücherei gab es sie alle. Beinahe wollte ich auch in ein Internat…nur beinahe 😉

    Dieses Tamagotchi hatte ich auch niemals. Wohl, weil meinereiner zu alt war. Zu dieser Zeit gab es schon meine Kinder. Da wäre sowieso keine Zeit gewesen. Schließlich hatte ich ja echte Küken 😉

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    • neenee, ich hatte erwachsene Arbeitskolleginnen, die so ein Ding gepampert haben!
      Diese meine Freundin habe ich bisher aufgrund der großen Entfernungen, die nach der Schulzeit zwischen uns lagen, nur alle paar Jahre mal und immer nur kurz gesehen – aber man hat es nie gemerkt, das ist das Außergewöhnlichste daran, wir haben immer wieder dieselbe gute Basis. Ich habe ganz viele jüngere Kontakte innerhalb wesentlich kürzerer Zeit wieder aufgegeben oder mich aufgeben lassen, mit denen das anders war.

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  2. ich hatte auch die Fix&Foxi-Hefte. meine Oma väterlicherseits hatte die mir immer zugeschickt. also kein Abo. sie hat sie gekauft, innen u,schlag gesteckt und zur Post gebracht. Das war Arbeit. hat mir aber sehr gefallen. ah sorry, wenn ich immer wieder auf mich zu sprechen komm. aber guten Freunden gibt man doch ein Stöckchen ^^ Danke auch. puzzle *

    und Tina hat wieder Recht, daß du eine sooo lange Freundschaft geniessen kannst. das schafft nicht jeder (H)

    ps: ich hatte maln Goldfisch, der schwamm aber irgendwann tot oben auf. hab den dann im Garten beerdigt. Hunde hatte ich nur fremde. ja, meine 1. Katze war von meiner Schwester. die konnte Shiva nicht mehr halten. leider konnte ich sie aber auch nicht lange . sie starb später an einer AIDS ähnlichen Erkrankung. ah Cleopatra, dann Felix. wieder später den Luga von Ronja und dann den Samùr. der aber nicht mehr kommt. Luga schon.

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    • Sehr lieb von deiner Oma, die Hefte zu schicken – das hätte mir auch gefallen, viel besser als die Zeitungsartikel, die meine Oma mir geschickt hat, über Kinder, die auf dem Schulweg vom bösen Onkel geholt wurden, der ihnen sein Tamagotchi sein kleines Kaninchen etwas zeigen wollte. Und überhaupt sollst du doch von dir erzählen, dazu ist die „Pralinenschachtel“ doch da?
      Meine Goldfische haben sich, glaube ich, zu Tode gefressen. Die haben immer gebettelt, sobald sie an den Erschütterungen gespürt haben, daß jemand kam. Die können das.
      Luga und du … irgendwie eine gelebte Metapher. 🙂

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    • Die hab ich auch gelesen, und Supermann, Prinz Eisenherz und Sigurd von meinem Bruder, außerdem die Winnetou-Bände und noch dazu die Western-Romane meines Vaters, und obendrauf die Goldene-Blättersammlung meiner Oma – alles durcheinander; was dabei rauskommt, sieht man ja nun.

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