Schnee- und eisbedeckt, grau und kalt

 

Schnee- und eisbedeckt, grau und kalt – selbst die Schottischen Hochlandrinder, die wir auf unseren täglichen Rundgängen begrüssen, haben wegen der Temperaturen unter -10°C eine Wagenburg bekommen. Meine Lieblingskuh ist neugierig und lebhaft wie immer, auch wenn ihr Fell voller Eiszapfen hängt. Bongo macht das auch nichts aus. Spielen kann man immer, und Sachen aus dem Schnee ausgraben, ganz gleich, was es ist – Mäuse, Stöckchen, Kartoffeln oder etwas, das ich im weitesten Sinne nur als “Gefrorenes Unbeschreibliches” bezeichnen möchte, was er aber lecker findet.

Und dann dies: Anscheinend ist es eine von dem Wintersturm, der uns dieses Wetter beschert hat, entführte Möwe, noch im Jugendgefieder, und ich bin nicht sicher, ob Silber- oder Mantelmöwe, aber sie trägt einen Ring aus Helsinki / Finnland, also ist sie schon recht weit herumgekommen für ihr Alter. Vielleicht hatte sie alle Warnungen der Altmöwen in den Wind geschlagen und anstelle von langweiligen Schiffen den Rentier-Schlitten des Weihnachtsmannes, der ja bekanntlich aus Finnland kommt, begleiten wollen, aber dessen Rentiere sind dann davongestürmt und … ähm, ja … vermutlich der Grund, weshalb man bisher nie etwas von Rentier-Schlitten begleitenden Möwen gehört hat.

Jetzt muß ich mich mal damit beschäftigen, an wen man eine Nachricht von diesem Fund schicken kann, denn das ist der Sinn dessen, dass sich Ornithologen die Mühe machen, Vögel mit Ringen zu versehen. Falls jemand von euch das weiss: bitte schreiben. Ansonsten lerne ich schon mal ein paar Brocken Finnisch, um die Korrespondenz mit dem Weihnachtsmann oder dem Zoologischen Museum Helsinki lustiger zu gestalten – womöglich macht er das ja nebenberuflich, außerhalb der Saison? Wäre das nicht irgendwie logisch, auch schon wegen der fliegenden Rentiere ….?

Fotos vom 23. Dezember 2010 in der Feldmark bei Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen; zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder in der Galerie anklicken.

 

28 Gedanken zu “Schnee- und eisbedeckt, grau und kalt

  1. Jos hän ei ole kuollut juuri katsoin onko tapa on selvä dian. Kun viimeinen heistä väkisin, antoi kaikki on jäätynyt ja Joulupukki on puolestaan kuumenee. Kun se lämpenee, se sulaa uudestaan. Aivan kuin sinun jään tasolla, nämä kasvit kasvavat sitten!

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    • ein Beitrag zum Film-Plot, oder? – klarer (Kriminal-)Fall oder Klarsichtfolie? Der Google-Translator ist etwas verwirrt … Finnisch hat die gleiche Grammatik wie Ungarisch: das Wichtigste im Satz wird vorangestellt, was nicht unbedingt das Subjekt sein muß … so wie du das siehst, ist er nicht tot, sondern vereist – nicht verreist! – weiter … Santa Claus einschalten? ja, ich meine ja nur, wegen der gegebenen Gewalt ja, ist der denn außer Weihnachtsmann und Ornithologe auch Kriminalinspektor? Inspektor Salander … Nee: die haben vor Erschöpfung aufgegeben und sind eingefroren, als Weihnachten vorbei war und sind erstarrt (da hast du ja noch nicht gewußt, daß die Bilder vom 23. sind, meiner Zeugenaussage war diesbezüglich unklar gewesen), und wenn es wärmer wird, tauen sie wieder auf, so wie die eingefrorenen Pflanzen auch wieder weiterwachsen, … ja, sag ich ja: und dann zieht sich Santa Cordhosen und Strickpullover an, steigt in seinen alten Volvo und fährt in die ornithologische Fakultät der Universität Helsinki … Oder so.
      Und vielleicht hatte er die junge Möwe als verlassenen Nestling gefunden und die war auf ihn geprägt – kennt man ja von Konrad Lorenz‘ Graugänsen, ne? – und darum ist die ihm gefolgt … Drama! wir brauchen Drama! wenn man nicht heulen kann in einem Weihnachts-Film, taugt er nichts – es sei denn, es kommen darin Eichhörnchen vor. Das gibt es aber bereits zweimal, einmal mit Chip & Chap und einmal mit Chevy Chase. Normale Eichhörnchen. Wie wär’s mit Flughörnchen? gibt’s in Finnland! Ohja, das wird was. Die Möwe und das Flughörnchen – das Flughörnchen des akademischen Konkurrenten aus der Abteilung Säugetiere an der Universität, vielleicht? … Liebe Drama Eifersucht …

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  2. Alles ist weniger kompliziert :

    Die wilde Möwe

    Eine wilde Möwe fror im Winter jämmerlich. Siekroch in eine Höhle und rollte sich zusammen. Vor Kälte zitternd sprach sie zu sich selbst: „Wenn es wieder Sommer ist, will ich mir ein Hüttennest bauen, damit ich im nächsten Winter nicht mehr frieren muss.“
    Als dann der Sommer mit seiner wohltuenden Wärme kam, hatte die wilde Möwe ihre guten Vorsätze schon wieder vergessen. sie lag da, reckte und streckte sich, blinzelte behaglich in die Sonne und dachte nicht mehr daran, sich eine Hütte zu bauen.

    Es kam der nächste Winter. Und der war so bitter kalt, dass die Möwe schließlich mausetot und hart gefroren auf der Erde lag.
    Und die Moral von der Geschicht: was du heute kannst besorgen……;-)

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