Und was ist mit Brezeln und Croissants?

78 / 100 aus der  „100 Fragen“-Pralinenschachtel

Das Bild ist eine reanimierte uralte Zeichnung von mir aus Münchner Zeiten, damals bestand ein Samstagsfrühstück entweder aus so ziemlich allem, was auf den Tisch paßte, oder aus dem, was einen an mehreren Stationen rund um den Viktualienmarkt anmachte, und das sah dann symbolisch eben so aus:

… obwohl da keine Brezel drauf ist, dabei gehörte die doch dazu. Aber das hätte auf dem Bild zu verkringelt ausgesehen 😉 Darum finde ich auch die 78. Frage: „Brot oder Brötchen?“ so unvollständig, auch fehlen mir zumindest beim üppigen, zeitvertändelnden, gemütlichen Wochenendfrühstück die Croissants.
Generell kommt es bei Brot, Brötchen etc. auf den Bäcker an, auf die Sorten, die Tageszeit, die Mahlzeit, die Beilagen … das ist nicht so in einem Satz zu beantworten. Gutes dunkles Vollkornbrot mag ich gern, richtiges, kein Scheibenbrot aus der Plastiktüte – dafür lasse ich die ganz normalem Brötchen liegen, und ich mag es auch mit Marmelade.
Frisches Weißbrot aus dem Holzofen (das allerbeste gab es in einem kleinen spanischen Dorf in den östlichen Pyrenäen, aber das gehört zu den Träumen) bekommt man leider nur selten, dann gehe ich lieber – bei dem besagten fiktiven Dauerfrühstück – zu Croissants über, oder – jetzt, im Norden – zu Franzbrötchen.
Mit industriellem Toastbrot kann man mich jagen. Von dem normalen Brötchenangebot mag ich die mit Sesam am liebsten. Aber wenn es frische, leckere Brezeln gibt, die außen noch knusprig sind und innen, im dicken unteren Teil noch fast ein bißchen feucht, dann lasse ich wahrscheinlich das Vollkornbrot erstmal liegen. Was habe ich nun eigentlich auf die Frage geantwortet … ah, noch nicht?
Wenn ich nur die Wahl hätte zwischen dem üblichen deutschen Mischbrot (Heidebrot, Kasseler, Angeschobenes und wie es sonst noch so heißen mag) und normalen Brötchen, würde ich das Brot vorziehen. Oder auf jemanden warten, der nochmal zum Bäcker geht.

15 Gedanken zu “Und was ist mit Brezeln und Croissants?

  1. Die Franzbrötchen habe ich sonst in Deutschland auch nie gefunden. Hier gibt es sie überall, allerdings schmecken sie völlig unterschiedlich. Die leckersten gibt es eigentlich in Travemünde in der Vorderreihe….an die reichte noch keiner dran. Entweder sind sie zu groß, zu platt, zu klebrig…das kann nicht jeder 😉

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      • stimmt. Es gab einiges, was unsereiner im „Exil“ ( Rheinland, Berg. Land, Niederrhein, etc) vermisst hat. Sogar eine stinknormale, ekelige Currywurst wurde vermisst. In Restdeutschland schnippeln sie sie nämlich in kleine Hundefutterbrocken und ertränken sie inkl. Pommes in Soße.

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        • ja, ich weiß was du meinst, aber ich bin da beiden Varianten gegenüber neutral; dann lieber normale Bratwurst, total ungesund auf Kienäppeln gegrillt – gibt’s bloß hier, glaube ich.

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  2. Mit Backwaren ist das so eine Sache. Ich hatte unlängst bei Facebook auch so eine Frage. Meine Antwort war ähnlich wie Deine (nicht ganz so lang). Die Fragen legen einen immer so fest. Das oder Das? Bei mir kommt es immer auf den Hunger an und das Drumherum, wie bei Dir ja auch…

    …als Kind gab es bei uns immer ‚Süße Hörnchen‘. Die waren von außen schon anders als die normalen Hörnchen und in der Mitte hatten sie so einen klebrigen süßlichen Teig. Legga… …die Bäckerei war ein kleiner Familienbetrieb. Als sie von einem größeren geschluckt wurde, gab es auch diese Hörnchen nicht mehr. Es gibt wohl immer noch ‚Süße Hörnchen‘ – aber ich bin immer wieder enttäuscht wenn die in der Mitte gar nicht wirklich süß sind… 😦

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    • und einen Verfall der Milchbrötchen-Kultur gibt es auch! die Bäcker machen gar keinen Extra-Teig mehr: anstatt schöne große, aber kleinporige, oben perfekt runde und beinah kastanienbraune Moppel zu backen, drehen die einem den Industriepapp für Rosinenbrötchen ohne Rosinen als Milchbrötchen an. Banausen.

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  3. Brötchen sehr selten. Lieber Vollkornbrot, aber das kann mein Mann nicht vertragen (colitis ulcerosa). Im Urlaub auf Sizilien die alllllllerbesten Croissant gegessen….war mir wegen der Kalorien egal.

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    • Urlaube und Kalorien gehören einfach nicht zusammen.
      Das Vollkornbrot, bei dem sich ganze Körner aneinanderschmiegen, ist nach vielen Jahren nun auch nicht mehr mein Favorit, an irgendetwas merkt anscheinend jeder mal, dass die Lebensjahre auch verändern.

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