Die ganz andere Rose

 

Wenn etwas anders ist als erwartet – ein noch extremeres Beispiel als diese Rose fällt mir nicht ein. Mir gefällt sie. Schon vor Jahren hätte ich sie gern haben wollen, aber der Garten war ja so klein, und dann habe ich es vergessen, bis ich gestern in Salzwedel in einem Restpostenmarkt vor eine Palette “Fehlchargen” stand. Falsch etikettiert und von den Leuten, die durch die Pflanzenausstellung streiften, kommentiert mit “Iiiihhhh! was ist das denn – krank?” Nein, ist sie nicht, das glaubt nur, wer von Rosen seidige Blütenblätter in den üblichen Farben und Formen erwartet. Die Grüne Rose, für die einen Rosa Viridiflora, für die anderen Rosa Monstrosa, ist eine spätestens seit Mitte des 19. Jh. belegte Chinesische Rosenmutation. Sie muß immer Liebhaber gehabt haben, die sich von ihrem ungewöhnlichen Aussehen faszinieren liessen, sonst wäre sie kaum weitergezüchtet worden. Klar, daß sie in meinem Garten dieses Mal Platz bekommt, gleich dreifach.

11 Gedanken zu “Die ganz andere Rose

    • Sie soll, je nach Boden, zwischen 60 – 100 cm hoch werden; irgendwo habe ich den Tipp einer Frau gelesen, sie nicht mit bunten Blumen rundherum zu umpflanzen, wie man das mit anderen, „bunten“ Rosen macht, sondern mit anderem Grün – und genau das gefällt mir für eine Stelle im Garten, bei der ein großes altes Farnkraut sich mit einer alten Baumwurzel so verknäuelt hat, daß ich es nicht versetzen konnte, und ein kriechendes Koniferen-Ding, das ich eigentlich nicht sooo mag, auch Widerstand beim Ausgraben leistet – dann machen wir eben was Schickes daraus, und dann soll das so sein 😀

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  1. wir haben uns so daran gewoehnt, dem allgemeinen Ideal zu froehnen und verstellen den Blick auf alternative Schoenheit in ihrer ganzen Wucht.Ein excellentes Beispiel, deine gruene Rose. Wollte ich sie verschenken, koennte ich nur wenige benennen, die spontan ihre Eigenart zu schaetzen wuessten.

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    • ja, das ist wahr – ich habe es heute ausprobiert, an einer Künstlerin, einem außergewöhnlichen Menschen, eigentlich, aber auch sie wirkte … etwas ratlos; vermutlich wäre es leichter, wäre es nicht gerade eine Rose. „Eine Rose ist eine Rose ist eine …“ bekommt da einen völlig neuen Drive. ^^

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