Kürbis, Kürbis, Kürbis – Holunder

Erinnye hat mich mit ihrem Rübengeist-contra-Kürbis- Kommentar zum vorletzten Eintrag daran erinnert, im eingescannten Schulheft mit alten Kochrezepten „aus Großmutters Zeit“ zu blättern, denn beim Stichwort ‚Kürbis‘ denke ich weniger an die modernen Verwendungen in der Küche, als Herbstdekoration oder in Halloween-Belangen, auch nicht an Cinderellas Mäusekutsche, sondern an die leckeren süß-sauer eingeweckten Kürbisse meiner Oma und die anderen alten Rezepte, die meine Mutter aufgeschrieben hat, als sie irgendetwas zwischen 14 und 20 war. In Sütterlin- bzw. „deutscher Schrift“ . Die Bilder sind alle größer anzusehen, wenn man sie anklickt. Dort findet sich auch Übersetzungen, für die Nicht-Sütterlin-Leser.

> Kürbissuppe, süß + Kürbiseintopf

> Hefe-Napfkuchen mit Kürbis + Kürbis süß-sauer eingeweckt

Fortsetzung v. Kürbis süß-sauer (oben links)  + > Kürbismarmelade + Holunderbeersuppe

Die Kürbismarmelade macht einen Verweis zu Erinnyes „Marmeladenmuseum“  im Störstoff-Blog unausweichlich.

25 Gedanken zu “Kürbis, Kürbis, Kürbis – Holunder

  1. Toll, dieses alte Dokument. Kannst Du es lesen? Ich leider nicht, sonst würde ich ja vielleicht den Kürbis-Napfkuchen ausprobieren oder die Kürbismarmelade. Wunderbar. Und irgendwie früher bei den Schwaben völlig unbekannt, der Kürbis. (Wir hatte ja nichts damals, außer Steckrüben).:-)

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    • Oh, schade, ich dachte du könntest – dann muß ich es wohl doch übersetzen.
      Uns hat man es hier auf dem Lande seinerzeit in der Schule beigebracht, in der 4. Klasse, um die Schrift der älteren Generation lesen zu können. Eigentlich sollte man es weiterhin lehren, weil viel zuviele Leute solche Schriftstücke aus Ratlosigkeit in den Müll werfen.

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        • leider weiß ich die offizielle Begründung dafür nicht, aber was ich schrieb, war die Erklärung für uns: Omas und Opas Briefe.
          vielleicht spielte auch unausgesprochen Omas und Opas Testament eine Rolle: auf dem Lande war ja alles bloß handgeschrieben und auf Zetteln ^^

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      • Wir Stadtkinder haben Sütterlin nicht gelernt. Aber etwa in der 6. oder 7. Klasse entdeckten wir Füller mit schrägschreibender Feder .. und die Poesiealbumeinträge unserer Großeltern sahen einfach zu schön aus, um es nicht einmal selbst auszuprobieren. Die Großmutter hat uns dann die einzelnen Buchstaben aufgeschrieben. Eine Weile schrieben wir unsere Tagebücher in díeser „Geheimschrift“ und manchmal, mit den eingeweihten Freundinnen auch kleine Zettelbriefe im Unterricht. Danke also! Ich lese … dm wird kochen.

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        • genau! das Geheimschrift-Motiv kenne ich auch, das haben wir auch gemacht.
          Ich empfehle, den eingelegten / eingeweckten Kürbisse nicht nur die erwähnten Ingwerstückchen und Zimtstangen beizugeben sondern unbedingt auch Zitronenschalen (wie meine Oma), das schmeckt orgiastisch gut.

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  2. Kürbis süß-sauer – toll, an dieses Rezept hatte ich nicht mehr gedacht. Im Keller habe ich nämlich einen ziemlich dicken gelben Otto liegen, der auf Verarbeitung wartet. Hast Du zufällig auch ein altes Rezept für Kürbisbrot? Kürbismarmelade … muss ich auch mal probieren.
    Beim Betrachten Deiner alten Küchendokumente fühle ich mich in die Küche meiner Großmutter versetzt. Die hatte noch eine Räucherkammer, und einen alten Ofen, aus dem wir im Winter herrlich duftende Bratäpfel hervorholten. Okay, jetzt aber erst mal der Kürbis! 😉

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  3. Also,- heute gab es bei uns Hokaido-Kürbis, Allerdings ohne Rezept und dafür frei Schnauze mit Möhren, Zwiebeln und viel frischem Ingwer, Zitronensaft und Chili. Schmeckt super! Und: Ohne den Artikel hätte ich heute im Supermarkt nicht danach gegriffen.

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    • So geht es mir immer beim Kochbuchlesen: ich koche darauf hin schon etwas, was damit zu tun hat, aber „nach Gefühl“. Das stelle ich mir superlecker vor, was du da beschreibst.

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    • Anscheinend gehört das in die Gruppe der Dinge, die man nie vollständig verlernt, wie Fahrradfahren, Schwimmen oder Stricken. Inzwischen ist der Kürbiskuchgen gebacken.

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      • retour 🙂 et voilà la traduction de la recette ancienne:

        Gâteau à la citrouille

        Ingrédients (4 personnes):
        375 g de farine tamisée, 15 g de levure boulangère (fraîche), 80 g de sucre, 1 cuillère à café de sel, 250 g de citrouille, 30 g de gras, 1 / 8 l de lait frais écrémé

        préparation:
        émietter la levure boulangère dans le lait tiède, rémuer avec 20 g de sucre, le sel et un peu de la farine pour la préparation de la pâté à la levure première, placer la petite pâté au milieu de la farine; laisser fermenter quelques 15 minutes, puis la mélanger avec la farine, la citrouille râpée, le gras et le sucre et battre la pâte jusqu’à ce qu’elle se sépare du bol. Laisser la pâté encore gonfler / doubler sa volume dans la moule á gâteaux. Enfin, la faire cuire dans le four pendant 1 heure.

        (chaleur tournante ~ 180°C)

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