Schneeglöckchen und Blausternchen

Galanthus nivalis und Scilla sibirica, beides eigentlich Gartenblumen auch am 20. März  im Böseler Wald. Die Angewohnheit der Leute auf dem Lande, Gartenabfälle in den Wald zu fahren, ist zwar ökologisch nicht korrekt, aber treibt zuweilen eben doch recht schöne Blüten.

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9 Gedanken zu “Schneeglöckchen und Blausternchen

  1. Ist das nicht eine Art von – unbewußter – „Ansalbung“?
    http://de.wikipedia.org/wiki/Ansalbung
    Ich las den Begriff zum ersten Mal, als ich mich über Edelweiß informierte.

    Dazu in Wikipedia:
    Seit dem 19. Jahrhundert fanden viele Liebhaber der Botanik Freude daran, die Natur durch Pflanzen zu bereichern, die sie von Reisen mitbrachten (sogenannte Ansalbung). Zu den davon „betroffenen“ Pflanzen zählt auch das Edelweiß, das auf Felsstandorten mancher Mittelgebirge ausgebracht wurde und dort gelegentlich noch zu finden ist.

    Aus Sicht der Invasionsbiologie und des Naturschutzes wird dies kritisch bewertet. Nach § 41 des Bundesnaturschutzgesetzes sind alle solchen Ansalbungen genehmigungspflichtig.

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    • Danke, @Philipp, für den Hinweis und die interessante Frage. Ich bezweifle zumindest in dem Areal, daß genau diese Personen später Freude an den Abkömmlingen ihrer Gartenabfälle haben: vielmehr ist es immernoch so, daß die echte, bäuerliche Landbevölkerung den Wald nicht zur Erholung aufsucht, sondern stets zweckgebunden: zum Holzmachen und Pilzesammeln, zur Jagd, zum Kiesgrubenbesuch, zum Biomüllentsorgen (oder gar anderen…), aber du könntest insofern recht haben, daß diejenigen, die ihre Gartenabfälle dort entsorgen, keinerlei Bewußtsein dafür, daß es natürliche Pflanzensysteme gibt, die dadurch unnatürlich würden, und auf Kritik antworten würden, daß es doch schöner aussähe so’n bißchen was Buntes.
      Ich sehe das Phänomen wie das des in Regenbogenfarben schimmernden Ölflecks auf regennassen Straßen: als Kind findet man es wunderschön, als Erwachsener weiß man zuviel, um die Schönheit genießen zu können und empfindet es mit leisem Bedauern rational als Häßlichkeit.

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  2. Ja, so sehe ich das auch. Ich gewöhne mir gerade an, da ich den Wald, die Natur sehr liebe, umher liegenden Müll in einer mitgebrachten Plastiktüte mit nach hause zu nehmen. Meine Art Danke zu sagen, für die Bilder, die mir die Natur offeriert.
    Gestern habe ich die ersten Buschwindröschen im Seybruch gesehen.
    Liebe Grüße!

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