ein Turmfalken-Paar

Es sind keine guten Fotos, aber ich bin froh, daß ich sie überhaupt habe, weil dieses Falkenpärchen sehr scheu und vorsichtig ist, obwohl sie Bongo und mich gut genug „kennen“: ihr Jagdrevier ist so nah an unserem Garten, daß wir uns jeden Tag sehen. Ich kann ihnen vom Wohnzimmerfenster aus beim Jagen zusehen; sehe sie auf den Bäumen sitzen, oder über dem Feld rütteln, herunterstoßen auf eine der vielen Mäuse, oder einen anderen Sitzplatz anfliegen. Manchmal sehe ich sie auch, wie sie sich furchtlos mit einem Mäusebussard oder Roten Milan anlegen, der über dem selben Areal zu jagen versucht.

Turmfalke – Falco tinnunculus > Wikipedia – dies ist das Männchen, mit dem silbergrauen Kopfgefieder, fotografiert am Mittag des 8. April 2012, und auf dem Bild darunter sitzt – auf derselben Birke – sein Weibchen, mit rötlichbraunem Kopf:

Die weiblichen Turmfalken sind einen kleinen Tick größer als die männlichen, aber mit bloßem Auge und nicht nebeneinander sitzend, sieht man den Unterschied wirklich nur an der Färbung. Eigentlich sieht man sie auch fast nie gemeinsam, das Weibchen begegnete mir zwei Tage später, am 10. April 2012, morgens.

Daß sie auf diesem Bild etwas „pliserig“ aussieht, liegt wahrscheinlich daran, daß ihr Gefieder feucht ist, von den Landungen im regennassen Kraut auf dem Acker, um eine Maus zu greifen.

Das untere Foto wollte ich zuerst gar nicht verwenden, aber andererseits ist es das einzige Bild, das mir je in den ganzen Jahren außerhalb eines Vogelparks von einem Falken zu machen gelungen … ähm … auf dem irgendwie der fliegenden Vogel von unten im Bild erahnbar ist.

11 Gedanken zu “ein Turmfalken-Paar

    • Ich finde schon, dass es nicht leicht ist, schon gar nicht bei grauem Regenwetter, weil sie nicht nur eine ziemlich grosse Distanz brauchen, um nicht wegzufliegen, sondern auch, weil sie so schnell sind, wenn sie es doch tun.

      Meine neue Kamera kann zwar auch Serienbilder machen, nennt sich „Sportmodus“ oder so, aber auch das gelingt ja nur, wenn man vorbereitet ist und den rechtzeitig einstellen konnte. Wenn ich auf einen Falken treffe, muss ich mich demnach entscheiden, ob ich schnell versuche, ein Bild zu machen, bevor er wegfliegt, oder an der Kamera herumzustellen und womöglich gar keines mehr zu bekommen, weil er inzwischen auf und davon ist.

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      • Ja, das ist ein bißchen gemein mit der Entscheidung. Da ahnt man, was Tierfilmer / Fotografen auf sich nehmen, um solche schnellen Tiere „einzufangen“. Da müßtest du schon ein Falkennest ums Eck haben, um entspannt mit der Kamera zu hantieren. Aber so ist es doch geglückt und ziemlich gut, würde ich sagen.
        PS: oder du übst, wie man den Sportmodus aus der Hüfte betätigt😉

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  1. Mit Tierfilmern oder – Fotografen, die davon leben, würde ich mich als Spaziergänger niemals vergleichen können und schon gar nicht wollen, denn die gehen gezielt los an eine vorher gewusste Stelle, von der Informationen vorliegen, dass dort etwas ganz bestimmtes erscheinen wird, und dort wird das Equipment aufgebaut. Notfalls hat jemand für Insektenfotos auch noch ein Kältespray dabei. Dort sind weder Erlebnis noch Wirklichkeit das Ziel, nur die Beute.

    Aus der Hüfte – technisch ist das immer der Fall.

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