Orchideen, nachgereicht zum vorigen Eintrag

Orchideen, nachgereicht zum vorigen Eintrag und zwar zu dem uralten Urlaubsbild mit Brot, Wein und Robinienblüten. Ich schrieb von Orchideen, die in unmittelbarer Umgebung dieses Ortes wuchsen, verschiedene Rag- und Stendelwurze, und es war mir schon fast beim Schreiben klar, dass ich einige der Bilder einscannen würde und anfügen, weil ich sonst nicht zufrieden sein könnte – es würde sich andernfalls anfühlen wie einen Art mentales Hinken, aber so ist es gut:

Im Gegensatz zu den Robinienblüten locken viele europäische Orchidee nicht mit Düften, sondern mit Einladungen an Insekten zu Erotik und Fleischeslust. Die Ragwurze Ophrys locken mit Formen, die Insektenmännchen verschiedener Arten geradezu „Überweibliches“ suggerieren, bei den Zungenstendeln wird möglicherweise farblich an Fleisch erinnert, aber den Bestäubern auch ein sicherer, am Morgen um 3°C wärmerer Schlafplatz geboten. Der Zungenstendelwurz Serapias lingua ist eine sehr interessante, fortpflanzungsmäßig innerhalb der Orchideengattungen ihrer Umgebung vagabundierende Art, darum standen auch dort einige beieinander, die ich einfach nicht näher bestimmen konnte. – Die Fotos der Bildtafel sind alte Papierbilder, aufgenommen Mitte Mai 1986 > in der Nähe von Touzac (Lot), Frankreich – bitte zum Vergrössern anklicken.

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3 Gedanken zu “Orchideen, nachgereicht zum vorigen Eintrag

    • Ja, beides. Diese Orchideen symbolisieren für mich eher eine gewisse Art Umgebung als einen spezifischen Platz. Ob es genau diese Wiese in der Nähe des Campinglplatzes noch gibt? Möglich, den gibt es zumindest noch, in der Hand der nächsten Generation, wenn ich mir dessen Webseite ansehe, und das Gelände war damals schon so groß, dass es vermutlich nicht erweitert wurde. Frankreichs Mitte, vor allem im Bereich Lot-e-Garonne, zwischen den vier Nationalparks der Auvergne und Grands-Causses, Causses de Quercy und den Cevennen ist Mitte Mai wunderbares Orchideenland und zugleich insgesamt sehr schön für mich, auch was Landschaft und Art der Ortschaften angeht, sogar bei nebeligem Wetter oder Nieselregen, was um die Zeit dort nicht selten ist. Oben im Text ist ein Google-Maps-Link beigefügt.

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  1. Durch die Gegend sind wir auch gefahren. Leider war ich damals noch nicht botanisch interessiert. In Clermont-Ferrant haben wir eine Telefonzelle gesucht, die Münzen annahm. Ohne Erfolg! Damals gab es schon in Frankreich Kartentelefone und kein (kaum) bleifreies Benzin, das mein Auto brauchte.

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