Springkraut und Beinwell am Schallaburgweg

„Springkraut“ und „Beinwell“ – diese Pflanzennamen passen doch wunderbar zu einem Wanderweg! Auch diese beiden Pflanzen blühten am Rand des Schallerburg-Wanderweges im Pöverdinger Wald:

Der Echte Beinwell Symphytum officinale ist eine alteingesessene Heilpflanze mit einem sehr weiten Verbreitungsgebiet von Spanien bis China, das Rote Springkraut Impatiens glandulifera stammt vom Indischen Subkontinent und wurde bereits im 19. Jh. als Zierpflanze in Europa eingeführt, wo es sich als Neophyt vor allem an Waldrändern und entlang von Flussläufen stark vermehrt, einerseits, weil es eine Zeitlang von Imkern gepflanzt wurde, andererseits wegen seiner speziellen Art, seine Samen herauszuschleudern, wo sie zum Beispiel mit dem Wasser weiterschwimmen, zu neuen Ufern.
Wie gesagt: Fotos vom 5. August 2014, beim Regen-Spaziergang auf dem Schallaburgweg in der Wachau, Niederösterreich.

6 Gedanken zu “Springkraut und Beinwell am Schallaburgweg

  1. So schön das Drüsige/Rote Springkraut auch aussieht, es überwuchert inzwischen ziemlich viel Fläche und verdrängt leider eine ganze Menge anderer Pflanzen(arten) …

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    • In einigen Gegenden ist das so, im Wendland z.B. gar nicht. Aber als ich vor etlichen Jahren mal in Iserlohn wohnte, habe ich die davon überwucherten Ufer der Flüsse gesehen und verstehe darum die Klassifizierung als invasiven Neophyten. Was mich nicht daran hindert, die Schönheit zu sehen.

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      • Wie, du hast mal hier „um die Ecke“ im Nordsauerland gewohnt und verrätst das jetzt erst – in einem Nebensatz!? Nicht zu fassen 😉

        Mit vielen invasiven Neophyten ist es hier in den letzten Jahren deutlich schlimmer geworden: Springkraut, Herkulesstaude, Staudenknöterich u. a. Die sind alle imposant bis schön anzuschauen, aber verdrängen für meinen Geschmack einfach zu viel …
        Vor kurzem habe ich in einer Staudenflur alle drei hier vorkommenden Springkrautarten (rot, gelb-groß, gelb-klein) neben- bzw. durcheinander gefunden. Mal sehen, wie lange sich die einheimischen da noch halten (können) …
        Viele Grüße,
        Christoph

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        • Das ist ja schon so lang her, war Mitte bis Ende der 80er. ^^
          Aber die Springkrautdreier gab es da auch schon, und das andere Zeug auch. Vermutlich ist das feuchtere Klima des Sauerlands für diese Pflanzen optimal, während es im Wendland nicht einmal den heimischen Springkräuern gefällt.

          Letztens sah ich eine TV-Sendung, wie man den Japanknöterich zum Absterben bringen kann, indem man ihn einige Jahre mit Schwarzweissfolie abdeckt, mit Erde darüber, so dass darauf Flachwurzler gedeihen können. Das tötet die langlebigen Wurzelstöcke des Knöterichs, angeblich das Einzige wirksame Gegenmittel, da Roden und Ausklauben allein nicht genügen.

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  2. Wir haben Beinwell im Garten, eine sehr schöne Pflanze mit wunderbaren Blüten. Im Frühjahr voller Bienen.
    Springkraut wächst hier immer mehr das kleinblumige. Es verdrängt das großblumige ehr und mehr.
    Als Kinder haben wir oft die Samen springen lassen, das machte viel Spaß.
    Viele Grüße aus Dresden
    von Bernd

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