Seegärten – Neusiedl am See

Im Burgendland in Neusiedl am See angekommen, war wieder Zeit für einen weiteren Spaziergang, diesmal auf bekannten Wegen. Schließlich bin ich hier zwischen 1998 und 2010 sehr oft herumgelaufen, in den nahe des Sees gelegenen Gärten, von denen man die höher gelegenen Teile von Neusiedl am See überblicken kann, wie z.B. die Stadtpfarrkirche mit ihrem barocken Turm und den Tabor-Hügel mit der Ruine. Der See dagegen ist trotz seiner Nähe von dort aus nicht sehen, denn dieser Teil Neusiedls ist absolut eben, und ein breiter Ufersaum mit viel Vegetation ist Eigenart des Sees. Zum Vergrößern und einzelnen Ansehen bitte die kleinen Bilder in der Galerie anklicken:

 

Wobei man sich schon ein bißchen bemühen muß, einen Standort für einen wirklich hübschen Bildausschnitt zu finden, denn in den letzten Jahren haben sich all zu viele moderne Bauelemente in die Ansicht dazwischen geschoben. Auch mußten einige der alten Obst- und Gemüsegärten zwischen Stadt und See neuen Häusern weichen. In den verbliebenen Gärten werden aber noch immer Paradeiser (=Tomaten), Kürbisse, Mais (=Kukurruz), Sonnenblumen, Zinnien, Gladiolen, Paprika, Zucchini und vieles andere mehr gezogen. Jemand hat offensichtlich auch die zeitgenössischen im Wind klappernden und damit Vögel verscheuchenden Plastikflaschen verbessert. An diesem Nachmittag des 5. August 2014 habe ich mich in Neusiedl nicht sehr lange aufgehalten, sondern lediglich eine Pause gemacht, bevor ich endgültig zum Ziel durchfuhr, für einige Tage im ungarischen Győr. Wen der Anblick aus anderen Perspektiven interessiert, kann sich im Eintrag > „Neusiedl am See, Taborruine“ vom 1. Juni 2007 sowohl die Ruine als auch den Ausblick von oben nach unten ansehen.

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10 Gedanken zu “Seegärten – Neusiedl am See

    • Eher merkt man das offensichtliche soziale Gefälle in einer vollbeschäftigten aufstrebenden, wirtschaftlich westlich orientierten Zentrum Westungarns, wie man das auch in Städten Deutschlands oder Österreichs bemerken könnte, wenn man nicht nur die schicken Zentren besucht.
      Ich habe keine Erfahrungen mit dem erheblich benachteiligten ungarischen (Süd-)Osten. Insgesamt ist Györ blühend, was aber unübersehbar den Menschen Probleme bereitet, die nicht das Glück haben, daran in Gestalt der entsprechenden Arbeitsplätze teilhaben zu können, denn der Wohlstand treibt die Preise für die Lebenshaltungskosten hoch.
      Falls du die nationalistischen Tendenzen meinst, bekommt man das als westeuropäischer Ausländer nicht mit; die Ablehnung von Minderheiten wie Roma ist „traditionell“ gleichbleibend stark, wobei man den Betroffenen auch kaum begegnet – was als eine Antwort auf deine Frage gelten könnte.

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      • gut gesehen…ich hab da so meine Probleme mit den nicht EU angepassten Gesetzen auch zur Meinungsfreiheit…hatte lange jemand aus HUN in Fotoforum…die dann bei Nachfrage nicht mehr antwortete…

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  1. übrigens…die Flasche ist schon sehr interessant, ich dachte erst an Bewässerung…sind die Flügel geklebt…? ansonsten schönes Herbstwochenende liebe Heide 😉

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