Ein kleines Schatzkistchen

Ein sehr kleines Schatzkistchen ist es nur: die kleine, aber schwere eiserne Geldkassette misst etwa 13 x 7,5 x 5,5 cm, ist innen leuchtend rot und außen schwarz lackiert, mit goldenen Dekorlinien außen verziert und mit einer goldenen Inschrift im Deckel, Scharniere und Schlüssel drehen sich trotz des Alters immer noch butterweich:

Der Schatz liegt allerdings nicht im Innern, sondern im Erinnern.
Die Zahlen in der linken Ecke des Deckels sind heute bedeutungslos, die hat mein Vater als Gedächtnisstütze für etwas anderes hineingeschrieben, aber die kleine abschließbare Kassette hatte eigentlich meiner Mutter gehört; wahrscheinlich hatte sie diese ihrerseits von der Mutter oder den Großeltern, die früher in Buxtehude lebten und sie wahrscheinlich während der Zeit gekauft hatten.
Mit dem teilweise unleserlich gewordenen Namenszug „O. B. Myl …“ und etwas Fantasie und Rateglück bin ich bei der www.deutsche-digitale-bibliothek.de fündig geworden: Die Firma O. B. Mylius, (Geldschränke und Sicherheitssysteme) Hamburg feierte 1993 ihr 100-jähriges Bestehen. Ob und wann sie eine Produktionsstätte oder Verkaufsstelle in der Grossen Bäckerstraße in Hamburg hatten, und wie verbreitet diese Gegenstände verkauft wurden, wüßte ich außerdem noch gern, denn vielleicht könnte ich daraus schließen, ob sie von meinen Großeltern oder sogar Urgroßeltern erworben wurde. Bloß so, weil ich solche kleinen Geschichten liebe.
Vielleicht weiß zufällig jemand mehr über die Adresse mit zwanzig-plus (23, 26, 28?) in der Hamburger Großen Bäckerstraße in der Zeit vor ’45?

5 Gedanken zu “Ein kleines Schatzkistchen

  1. Noch einmal Finderglück:
    „Mylius, O. B., (1896]. —‚ Geldschränke. Schlösser. Inh.: ders. Prok.: Karl Bahn. Bk.-Kto.: Cum. u. Priv. Bk. Postseh.: Hamburg 26720. Fspr.: Roland 2710. Ktr.: Gr. Bäckerstraße 26“
    gefunden hier > agora.sub.uni-hamburg.de/subhh-address/
    Diese Kassette müsste vor 1924 gekauft worden sein. Um 1900 haben meine Urgroßeltern mit ihren ersten beiden Kindern einige Jahre in HH-Altona gelebt, bevor sie nach Buxtehude umzogen, wo die Familie dann lebte und meine Großeltern 1922 heirateten. Ich vermute also, die kleine Kassette gehörte eher den Urgroßeltern und ist so an die 100 Jahre alt.

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