Lissabon – ein erster Stadtbummel am frühen Abend (2)

 

Bei meinem allerersten Stadtbummels in Lissabons Altstadt entdeckte ich an der Strassenecke des Largo do Chiado mit der Rua António Maria Cardoso die grosse Krone eines Gummibaums und ein Zipfelchen Wasserblau vom Fluss Tejo. Darum ging ich zuerst ein Stück flusswärts die Rua António Maria Cardoso hinunter. Der Baum steht im Garten des Palacio de Loreto aus dem 18. Jh., als der Platz davor noch Largo das Duas Igrejas genannt wurde. Der Palacio wurde später zum Grand Hotel und noch später, zu Beginn des 20. Jahrhunderts, Sitz einer Versicherung. Wie alt ist dann wohl der Gummibaum?
Unweit davon konnte ich von der Rua Paiva de Andrada einen Blick auf das Theater Teatro Nacional de São Carlos werfen; auf dem zweiten Bild, einem Blick über den Largo de São Carlos, steht es rechts am Rand, links sieht man den weissen Kirchturm der Basílica dos Mártires. Das Teatro Nacional de São Carlos ist das Opernhaus von Lissabon. Es wurde 1793 fertiggestellt, um das vom für Lissabon katastrophalen Erdbeben 1755 zerstörte Opernhaus an der Praça do Comércio zu ersetzen. Rechter Hand der Theateransicht, süd- und hügelabwärts, war auch wieder das Wasserblaue zu sehen. Der Strassenverlauf wechselt auf seinem Weg hinunter mehrfach seine Namen, aber ich denke, der Abschnitt gehört wohl zur Rua Duques de Bragança. Weiter abwärts zu gehen hatte ich an diesem ersten Abend noch nicht vor,sondern ging wieder zurück, Richtung Largo do Chiado. – Fotos vom Abend des 29. März 2016, gegen sieben Uhr, in Lissabon, Portugal. Die kleinen Bilder in der Galerie bitte zum Vergrössern anklicken.

2 Gedanken zu “Lissabon – ein erster Stadtbummel am frühen Abend (2)

  1. Das alles gab es schon im Umfeld des ersten Abendspaziergangs zu sehen? Klasse!
    Brasilien ist ja sowas wie ein „Neu-“ und oder „Groß-Portugal“ und wohl – falls man das sagen kann – die erfolgreichste Ex-Kolonie, vielleicht ist das vergleichbar zu England – USA (auch wenn sich die Briten ehen von den „Amis“ abgrenzen dürften als Portugal von Brasilien). Zu den afrikanischen ehem. Kolonien Angola und Mocambique werden die Portugiesen sicher nicht solch eine Bindung empfinden …

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    • Das liegt wohl auch daran, dass es eine eigene Kaiserkrone gab und zu Beginn des 19. Jhs wegen der napoleonischen Invasion eine gut 20jährige Exilregierung in Rio de Janeiro gegeben hat, was bedeutete, dass 15000 Menschen, Adelige und Bedienstete auf einmal dort „Portugal“ waren.

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