Neues von den Insektenhotels: mit Roter Mauerbiene (Osmia bicornis)

Es gibt zwei Insektenhotels in meinem Garten, hier sind sie auf den beiden ersten Fotos zu sehen. Das linke habe ich seit drei oder vier Jahren an verschiedenen Plätzen im Garten erfolglos angeboten, aber es war von allen denkbaren Insekten ignoriert worden. Ob es jedesmal an einem falschen Ort hing, oder ob die verwendeten Materialien den Insekten nicht gepasst haben – ich habe keine Ahnung. Meine Vermutung ist inzwischen, dass in sehr preisgünstigen solcher Kistchen auch schon mal behandeltes und imprägniertes Zeug verwendet wird, was erst ausdünsten muss. Ganz anders verhielt es sich mit dem Luxushotel, ein geölter Eichenklotz in blaugrünem Metallgestell (rechts), das seit dem Aufstellen im Sommer 2015 gut angenommen wird, zur Zeit vor allem von Roten Mauerbienen Osmia bicornis. Wie man an den kleineren, mit gelblichem Materialmix verschlossenen Löchern erkennen kann, muss es aber auch Gäste anderer Arten geben.
 
Zufällig beobachtete ich zwei Rote Mauerbienen Osmia bicornis an den Schlupflöchern, von denen die eine auf das Erscheinen der anderen zu warten schien, aber bin mir aufgrund des Aussehens der beiden weissbärtigen Tierchen nicht sicher, ob es sich bei dem Herumkugeln im Laub tatsächlich um (irrtümliches?) Paarungsverhalten handelt, oder doch um eine Rauferei unter konkurrierenden Männchen.
Fotos vom 2. April 2017 im Garten, Lüchow im Wendland, Niedersachsen; zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder in der Galerie anklicken.
 

12 Gedanken zu “Neues von den Insektenhotels: mit Roter Mauerbiene (Osmia bicornis)

    • Es kommt noch besser – Bilder sind gemacht.
      Dieses erste, seit Jahren unbenutzte Ding hatte eine letzte Chance an diesem anderen Platz bekommen und mit Erfolg, wenn auch noch im Aufbau, während das andere praktisch ständig ausgebucht ist.
      Deinen Baumklotz finde ich aber eigentlich schöner, weil natürlicher, und so haben wir die Sache mit dem Neidischsein ausgeglichen.

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    • Leider schlecht: das ohnehin schon weniger attraktive ist wieder in einen Winkel umgezogen, wo wenigstens andere Insekten als die Bienen-Abteilung einen UNterschlupf finden kann, nach dem es ohne Wildbienenbewohner geblieben war, aber auch das andere ist in diesem Frühling nur mager besiedelt und kürzlich durch andere Insekten z.T. ausgeraubt worden, so dass lauter herausgescharrte Pollenhäufchen davor lagen.
      Voriges Jahr war hier das Insektendrama noch nicht so spürbar, dieses Jahr gruselt es.

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        • Leider. Die Zählung von Insekten für die Aktion des NABU schiebe ich noch vor mir her, weil ich gar nicht weiss, wo ich mein „Planquadrat“ aussuchen soll, um mich nicht eine Stunde lang zu langweilen und hinterher weinen zu gehen. Klingt überspitzt, entspricht aber so ziemlich den Tatsachen.
          Gestern war ich im waldreichen nordöstlichen Landkreis an der Elbe, da schien die Welt heiler. Aber das heisst auch nichts garantiert Gutes, denn die Diskussion um die Luftbekämpfung der Eichenprozessionsspinner hängt über dem Gebiet.

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