Madrid: Nachmittags auf der Plaza Mayor

Madrid, 13. April 2017, spätnachmittags – der nächste Bummel führte zunächst auf die Plaza Mayor :
Die bunt bemalte Casa de la Panaderia an der Nordseite der Plaza Mayor. Mit ihrem Bau soll möglicherweise sogar schon im letzten Jahrzehnt des 16. Jhs. begonnen worden sein, fertiggestellt wurde das „Haus der Bäckerei“ im Jahr 1619.

 

Das barocke Wappenbild stammt aus der Zeit König Carlos II (1665-1700) und umfasst Wappen von Kastilien (Burg) und León (Löwe); rechts daneben die Wappen von Aragón (senkrechte Streifen) und Sizilien (senkrechte Streifen und Adler), sowie unten links schräge Streifen für Burgund und waagerechte für Brabant, dazu die Wappen von Flandern und Tirol – „Madrid de los Austrias“ eben. Die reiche Verzierung an den Fenstern stammt erst sehr wahrscheinlich erst aus der Zeit der Restaurierung nach einem Brand von 1672. Bei dieser Restaurierung des Gebäudes in den siebziger Jahren des 17. Jhs. wurde auch die Fassade mit Fresken bemalt, 1914 erneuert, aber 1988-1992 mit Darstellungen von mythologischen Figuren übermalt, die in Zusammenhang mit der Stadtgeschichte Madrids gesehen werden sollen. Als ausführender Architekt der Casa de la Panadería und des gesamten Gebäudekomplexes der Plaza Mayor gilt Juan Gómez de Mora, der 1610 seinen Onkel Francisco de Mora darin ablöste. Wegen der Brandgefahr wurde das Haus der Bäckerei nach seiner Wiederherstellung für verschiedene andere öffentliche Einrichtungen genutzt. Die Gedenktafel zur Fertigstellung der Plaza Mayor im Jahr 1619 zu Ehren König Felipe II – der ganze Text ist unter dem einzelnen Foto > hier zu lesen. Ich sehe mich leider ausserstande, die Flut von genannten Titeln inhaltlich korrekt zu übersetzen bzw. Einzelpersonen zuzuordnen. Auf den Fotos danach sind die Motive wieder einfacher: Auch die Plaza Mayor ist Tummelplatz zahlreicher „living doll“-Darsteller. Hier macht ein offenbar erschöpfter Spiderman mit seinem Mini-me gerade eine Pause im Schatten. Welche Art von Aktivitäten er vorher gezeigt haben mag, um an kleine Geldspenden von Touristen zu kommen, kann ich mir gar nicht vorstellen. Die Gruppe von jungen Leuten oben auf dem Dach des Ostflügels zwischen dem Torbogen zur Calle de la Sal und dem zur Calle de Zaragoza hatte einen optimalen Überblick über den Paltz und die Umgebung. Das würde später am Abend bei der Prozession noch ein viel vorteilhafterer Sitzplatz sein. Direkt auf der entgegengesetzten, ihnen gegenüber liegenden Seite der Plaza Mayor, führt ein Torbogen unter dem Westflügel hindurch in die Calle de Ciudad Rodrigo. Durch diesen Torbogen verließ ich die Plaza Mayor, um wieder einmal der kleinen Markthalle an der Plaza de San Miguel einen Besuch zu machen und dann langsam in Richtung der Prozessions-Strecke zu gehen, um einen Blick auf die Vorbereitungen des Geschehens zu werfen. Davon und vom weiteren Verlauf meines Stadtbummels mehr im nächsten Beitrag. – Fotos vom 13. April 2017 in Madrid, Spanien – zum Vergrössern bitte die Bilder anklicken.

Mehr Fotos von den Gebäuden und dem Leben und Treiben auf der Plaza Mayor hatte ich bereits vor vier Wochen im Beitrag vom 26. April 2017 gezeigt > Durch den Arco de Cofreros auf die Plaza Mayor | 2017-04-26 .

2 Gedanken zu “Madrid: Nachmittags auf der Plaza Mayor

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