Der Nichtganzweiss-Storch auf der Eiche

Als der Storch über den Garten geflogen kam, dachte ich, er würde, wie all die Wochen zuvor, jenseits des Zauns auf der Wiese landen. Statt dessen aber schwang er sich in einer Kurve noch einmal hoch und landete zu meiner Freude oben auf dem entkronten Stamm der Eiche. Dort begann er in aller Gemütsruhe, sich ausgiebig zu putzen:

 

Fotos vom Weisstorch Ciconia ciconia, nachmittags am 7.Juni 2017 im Garten, Lüchow im Wendland, Niedersachsen; zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder in der Galerie anklicken.

12 Gedanken zu “Der Nichtganzweiss-Storch auf der Eiche

    • Danke! Ich konnte gar nicht aufhören, solange er da war, der Storch. 🙂
      Die Eiche war rund 50 Jahre alt, ich war ungefähr 11 oder 12, als die ein dünner Stängel war, so hoch wie ich. Im vorigen Winter war der Riss im Stamm zu gross bzw. zu tief geworden, und ich habe die Baumkrone abnehmen lassen müssen, damit sie nicht aufs Nachbarhaus fällt.
      Sowas macht ganz schön traurig, und dass der Storch sie ausgerechnet jetzt gut fand, freut mich darum noch mehr, als wäre einfach nur so auf dem Gras gelandet.
      Wer weiß, ob es da oben nicht nochmal ein Storchennest gibt?

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    • Ich sehe oft alle möglichen Vögel darauf sitzen und Ausschau halten, insofern hat sie immer noch einiges zu bieten, obwohl ich gar nicht daran denken mag, wieviel Leben sich in der grossen Krone abgespielt haben muss, ohne dass ich es sehen konnte.

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      • Ja, da gibt es doch aberwitzige Zahlen, wievielen Lebewesen eine alte Eiche Lebensraum bietet. Waren es über 1000??? Habs leider vergessen. Aber auch so bietet sie vermutlich noch 100 Tierchen oder mehr einen Lebensraum 🙂

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        • Ich suche mal, ob ist eine Angabe pro Baum finde.
          Mein erstes erstaunliches Ergebnis ist generell: nämlich dass „allein In Mitteleuropa sind – je nach Quelle – 300 bis 500 Arten bekannt, welche auf Eichen spezialisiert, d.h. ausschliesslich oder sehr stark von dieser Baumart abhängig sind. In der gleichen Grössenordnung bewegt sich die Anzahl Tierarten, die die Eiche fakultativ nutzen.“
          Zitat gefunden hier bei > http://www.proquercus.org – Biodiversität – Der Naturwert von eichenreichen Wäldern.
          In einem „Geo“-Heft stand – quasi bestätigend – etwas von „weit über 1000 Tierarten“ , wenn auch nicht pro Baum, sondern Eichen generell.
          Mit 100 Tieren pro Baum als statistisches Mittel glaube ich aber auch ohne Beleg, dass davon zuwenig erfasst würden, wenn man Insekten mitrechnet.

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          • Wahnsinn! Und das sind nur die Lebewesen, die soweit erfaßt wurden (was hier wahrscheinlich der Fall ist, aber wer weiß das schon sicher 😉 Wenn man nur die Eiche als Beispiel nimmt und sich vorstellt, wie das bei anderen Pflanzen und Bäumen ausfällt, kann man sich leider auch bestens vorstellen, was passiert, wenn eine Art verschwindet. Wobei es ja auch das krasse Gegenteil bei den Blümchen gibt, wo manche tatsächlich nur von einer Art bestäubt werden und vielleicht auch sonst nur wenig Kundschaft haben. Jedenfalls ein faszinierendes Thema und du zeigst uns ganz wunderbar live an deiner Eiche, was alles geht 🙂

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