Orangerötlich und Grün

Der Sommer ist schon nicht mehr ganz neu, wenn die Vogelbeeren orange geworden sind, die Äpfel rötliche Bäckchen bekommen und die Rosenblütezeit bereits ihren Zenit überschritten hat. Das zarte Farbenmiteinander von orangerötlichen Tönen mit Grün und Weiss wirkt so schön friedlich und unaufgeregt sommerlich, man stelle sich dazu noch das leise Zirpen von Grashüpfern dazu:

Gespannt bin ich, welche Vögel in diesem Jahr die orangefarbenen Beeren der Eberesche abfressen werden. Im vergangenen Jahr war es ein Trüppchen Wacholderdrosseln, und sie brauchten kaum eine Viertelstunde dafür, dann waren alle Früchte verputzt. – Fotos aus dem Garten vom 17. Juli 2017, Lüchow im Wendland, Niedersachsen; zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder in der Galerie anklicken.

17 Gedanken zu “Orangerötlich und Grün

      • Ach ja, hatten wir nicht die Ampfer-Rindeneule ? Wobei mir gesagt wurde, daß „mein“ Falter evtl. doch keiner ist….weiterraten. Den kleinen Ampfer habe ich als Kind gerne von der Wiese genascht. Schön, daß er auch so eine gute Insektenpflanze ist. Das war mir nicht bewußt.

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            • Das ist der Wiesen-Ampfer, der ist hier auf dem Foto und seine Blütenfarbe ist manchmal heller, manchmal dunkler. Noch röter ist der kleine Ampfer, der zumindest bei uns oft am Waldrand wächst. Der wird meist nicht höher als eine Handspanne. Allerdings ist er im Garten wegen seiner fleissigen Vermehrung und vernetzung des Wurzelwerks nicht überall „wie gewünscht“, da reisse ich auch immer wieder einiges aus.Aber wo er beispielsweise im Wildkräuterrasen steht, lasse ich ihn machen.
              Wiesenampfer schmeckt den Feuerfalter- und anderen Bläulings-Raupen, und ich habe diesen Sommer zum ersten mal Kleine Feuerfalter und Bläulinge in grösserer Zahl als je zuvor im Garten.
              Ich habe gerade mal eine Liste der „Ampfer-Liebhaber“ in: > Die wichtigsten Futterpflanzen europäischer Schmetterlings-Raupen und die auf ihnen lebenden Raupenarten (nach Carter 1987) gesucht und gefunden:

              AMPFER Rumex

              Zygaenidae Widderchen
              Adscita statices Gemeines Grünwidderchen
              Sesiidae Glasflügler
              Bembecia chrysidiformis
              Lycaenidae Bläulinge
              Lycaena phlaeas Kleiner Feuerfalter
              Lycaena dispar Großer Feuerfalter
              Geometridae Spanner
              Hemithea aestivaria
              Timandra griseata
              Idaea aversata
              Idaea straminata
              Orthonama obstipata
              Camptogramma bilineata
              Arctiidae Bärenspinner
              Araia caja Brauner Bär
              Diacrisia sannio Rotrandbär
              Diaphora mendica Graubär
              Phragmatobia fuliginosa Zimtbär
              Callimorpha dominula Schönbär
              Noctuidae Eulenfalter
              Euxoa nigricans
              Agrotis segetum Saateule
              Agrotis exclamationis Gemeine Graseule
              Agrotis puta
              Axylia putris
              Eugnorisma depuncta
              Noctua pronuba Hausmutter
              Noctua comes
              Noctua fimbriata Gelbe Bandeule
              Noctua janthina
              Spaelotis ravida
              Peridroma saucia
              Diarsia mendica
              Diarsia dahlii
              Diarsia brunnea
              Xestia c-nigrum Schwarzes C
              Xestia ditrapezium
              Xestia triangulum Triangeleule
              Xestia ashworthii
              Xestia sexstrigata
              Xestia xanthographa
              Naenia typica Buchdruckereule
              Anaplectoides prasina Grüne Heidelbeereule
              Cerastis rubricosa
              Polia nebulosa
              Lacanobia contigua
              Lacanobia oleracea Gemüseeule
              Orthosia gothica
              Mythimna comma Komma-Eule
              Aporophyla nigra
              Agrochola litura
              Agrochola lychnidis
              Amonicta rumicis Ampfereule
              Dypterygia scabriuscula Trauereule
              Phlogophora meticulosa
              Hydraecia micacea Markeule
              Hoplodrina blanda

              Da kann man doch nur Ampfer-Fan werden!

              Gefällt 2 Personen

              • Hätte ich das mal vorher gewußt 😉 Wahnsinn !!! Und da sieht man mal wieder, wenn eine Pflanze verschwindet, wieviele Arten mit ihr verschwinden können. Manchmal ist es ja noch spezieller, wenn dann eine Pflanze nur ein oder zwei Bestäuber hat. Aber so wäre ne ganze Menge betroffen. Zum Glück sieht man den Ampfer ja recht häufig. Ja, ein Plädoyer für Ampferfans 🙂

                Gefällt 1 Person

                • Eine verkannte Pflanze, inzwischen, Dabei hat meine Oma den noch im Gartenbeet gezogen, um damit ihre ostpreussische Sauerampfersuppe zu kochen. Ich habe ihn mir auch an einer extra Stelle zum Essen gepflanzt, damit ich nicht in die Wiesen-Inseln zu trampeln brauche.

                  Rezept für die Ampfersuppe:
                  Zutaten:
                  500 g Rindfleisch ohne Knochen
                  750 g Sauerampfer
                  1 Bund Suppengemüse
                  2 Eßl. Mehl
                  1/ 4 Liter saure Sahne
                  2 Eigelb
                  etwas Butter, Saft einer halben Zitrone, 1 Prise Zucker
                  Zubereitung:
                  Rindfleisch mit ca. 1 Liter warmem Wasser bedecken, 60 Minuten leicht köcheln lassen, dann das geschnittene Suppengrün dazugeben und Salz.
                  Ist das Fleisch weichgekocht, Brühe durch ein Sieb giessen, Fleisch würfeln
                  Sauerampfer waschen, feinhacken, in der Brühe kurz aufkochen lassen, dann durch das Sieb streichen (oder mit Pürierstab fein zerkleinern). Mit mit Zitronensaft und Zucker abschmecken. Mehl mit Schmant verrühren, Suppe damit binden, vom Herd nehmen, Fleisch zufügen. Eigelb mit sauerer Sahne verrühren, etwas Butter in die Suppe geben.
                  Natürlich mit Salzkartoffeln essen.

                  🙂

                  Gefällt 1 Person

                • Ja,bei Kindern soll man auch aufpassen, wobei ich manchmal denke, dass solche Ratschläge Panik machen, wo dran denken auch genügt.
                  Was habe ich als Kind im Garten rohen Rhabarber geschnurpst, ohne Beschwerden zu bekommen!

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