Nagy Vásárcsarnok – die Grosse Markthalle von Budapest

Schon vor dem Überqueren der Friedensbrücke konnte man das mit bunten, glänzend glasierten Dachpfannen in einem Rautenmuster belegte Dach eines Turms erkennen, so dass man beim Näherkommen immer neugieriger darauf wurde, das ganze Gebäude zu sehen, und am Fovám tér im IX. Bezirk angekommen wurde deutlich, dass es sich um einen Teil der Grossen Markthalle Nagy Vásárcsarnok von Budapest handelte:

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Das Glück bescherte uns einen Parkplatz in der Pipa utca direkt neben der ebenfalls mit Mustern aus Ziegeln verblendeten Grossen Markthalle Nagy Vásárcsarnok, die offiziell als ‚Zentralmarkthalle‘ Központi Vásárcsarnok bezeichnet wird. Sie ist, wie der Name verrät, die größte der Markthallen von Budapest und wurde 1894-1897 nach Plänen des Kunstprofessors Pecz Samu (deutsch: Samuel Petz) im Stil des Art Nouveau auf einer Grundfläche von ca. 10 000 Quadratmeter mit insgesamt drei Verkaufsebenen erbaut: mit einem Tiefgeschoss, einem ebenerdigen Bereich und einer über mehrere Treppen erreichbaren, balkonähnlichen Ebene. Das Bauwerk gilt als eines der schönsten Beispiele für Ziegelarchitektur im ungarischen Historismus, wurde in den Siebziger Jahren zum Baudenkmal erklärt und 1994 renoviert. Die eigentliche Adresse ist am Vámház körút. So sieht das in der Markthalle aus:

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Im unteren Bereich, in dem Fisch verkauft wird, bin ich nicht gewesen, im oberen nur kurz, denn die „Balkons“ sind ausschließlich dem Andenkenverkauf gewidmet, was im Bereich zu ebener Erde nur als typische Peperoniketten und Knoblauchzöpfe in Erscheinung tritt, während der weitaus grössere Anteil aus normalen Verkaufsständen mit Lebensmitteln besteht. Selbstverständlich ist es eine Touristenattraktion und der Anteil solcher Besucher ist deutlich erkennbar, aber es auch Einheimische haben dort für ihren täglichen Bedarf eingekauft.
Die Bilder der Slideshows folgen noch einmal übersichtlich, als Thumbnail-Galerie:

 

Ich habe die Markthalle von der Pipa utca kommend durch den Seiteneingang betreten. Man kommt dann zuerst in eine vom Hauptraum der Halle separate „Gasse“ mit Verkaufsnischen, was wahrscheinlich der Statik der Ende der 1894 von Pecz, Samu entworfenen, trotz einer oberen Verkaufsebene luftig wirkenden Eisenträgerkonstruktion zuzuschreiben ist. Es erinnert an die Bauweise von Kirchen, mit Hauptschiff, Seitenschiffen und Emporen. Der Vormittagwar fast vorüber und so war die Besucherzahl in der Markthalle überschaubar und ruhig.
Fotos vom Vormittag des 11. Juli 2017 an und in der Grossen Markthalle in Budapest, Ungarn. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder in der unteren Galerie anklicken.

2 Gedanken zu “Nagy Vásárcsarnok – die Grosse Markthalle von Budapest

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