Und wieder: Győr

Und wieder Bilder aus Győr, diesmal vom Morgen des 13. Juli 2017. Das Brot war aufgegessen und der Gang zum Bäcker führte über die Kossuth-Brücke hinüber zum Stadtteil Révfalu, weshalb sie auch Révfalusi genannt wird:

Unweit der Brücke gibt es im Eckhaus Kálóczy tér / Rónay Jácint utca eine Bäckerei, zu der sich hinzulaufen lohnt, schräg gegenüber steht die hübscheste Jugendstil-Schule, die ich je gesehen habe, mit bunt bemalten Stuck-Medaillons, die stilisierte Tulpen und andere Blumen zeigen (1911, Architekt Kismarty-Lechner Jenő, mehr Bilder davon > hier).
Anschließend führte ein Schlenker durch die mit Platanen und anderen Bäumen bestandene Damjanich utca, wo mir vor allem die lampionähnlichen Früchte der Blaseneschen Koelreuteria paniculata aufgefallen sind, danach ging es über den Deich entlang der Kleinen Donau zurück zur Brücke:

Die Skulptur des „Brückenheiligen“ Johannes Nepomuk mit dem Kreuz im Arm und Resten einer Goldbemalung am Gewandsaum steht am Dózsa György rakpart neben der Kossuth-Brücke Kossuth Híd und stammt wahrscheinlich aus der Barockzeit, wurde laut Jahreszahl auf dem Sockel 1831 renoviert.

Auf dem Rückweg war der Himmel nach wie vor von vielen Wolken bedeckt und die Strassen der Innenstadt von Győr immer noch ruhig, also Zeit für ein letztes gemütliches Frühstück mit Kaffee und dem neugierig eingekauften Gebäck, denn der 13. Juli 2017 war der letzte, vollständig in Győr verbrachte Tag in diesem Sommer. Die kleinen Bilder in der Galerie zum Vergrössern bitte anklicken.

11 Gedanken zu “Und wieder: Győr

          • Allerdings 😉 Sonst weiß ich nicht, wo ich gucken soll. In verrückten Zeiten habe ich mir zwar mal die ungarische Aussprache beigebracht (und fast alles wieder vergessen) und ein paar Sätze, aber die würden mir jetzt auch nicht helfen….was ich bis jetzt sah, ist wirklich sehr schön. Toll. So eine Schule hat doch was 🙂

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                • Nur indirekt, mit dem jüngeren meiner Söhne, der in der Grundschule zwei Jahre Ungarisch hatte, sind ein paar Vokabeln hängengeblieben, die nicht mit Essen und Trinken, Zahlen oder Farben zu tun haben, und der Satzaufbau. Ich will aber nicht behaupten, dass ich es aktiv kann. Ich kann zuhören und erfassen, um was es geht, wenn ich die Schlüsselbegriffe denn kenne, und mit den Stichworten und kleinen Höflichkeiten, die ich kenne, irgendwie das Gefühl geben, dass ich mich zumindest bemühe 🙂

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          • In ungarischen Texten kann ich auch außer ‚Magyar‘, einigen Eigennamen und „universalen/weltsprachlichen“ Vokabeln absolut nichts entziffern oder gar verstehen.
            Weil es nicht einer der großen europäischen Sprachfamilien (romanisch, slawisch, germanisch) angehört, finde ich leider nichts mir Bekanntes darin wieder …
            Das macht Ungarisch andererseits aber auch sehr interessant. Noch spannender finde ich allerdings verwandtschaftlich noch isoliertere bzw. eigenständigere Sprachen wie Baskisch – was ich aber auch nicht im geringsten beherrsche 😉

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            • Finnugrisch – witzigerweise kenne ich jemanden, der mit einem Herkunfts-Bein im ungarischen und mit dem anderen im Finnischen steht.
              Ungarisch enthält viele Worte, die als Lehn- und Fremdworte eingegliedert sind und bei denen durchaus etwas „läutet“, wenn man sie liest. Das fliessende Sprechtempo ist ja eher überwältigend, aber beim Lesen muss man sich einfach Zeit nehmen und die Assoziationen rennen lassen, dann kindet man hier und da etwas Erhellendes.
              Im Web ist es einfach: Google übersetzt inzwischen hervorragend und mit nur noch kleinen skurrilen Einlagen.

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