Gartenbunt – lieber nicht ganz so gross

Mit Fotos vom 17. September 2017 wieder ein „Gartenbunt“-Artikel – mit einer Galerie, die ich lieber nicht ganz so gross eingebettet habe, weil Bongo zwar knuffig ist wie immer, und die Schmetterlinge und Blüten schön, aber nicht jeder vom Anblick der Vierfleck-Kreuzspinne so begeistert sein mag wie ich.

 

Bild 1:
Bongo unter dem Haselstrauch in der Nähe des Gartenzauns, mit Blick auf die Strasse – sozusagen beim Fernsehen.
Neben ihm ist eine Art Barriere aus dünnen Bambusstäbchen zu sehen, mit darauf gestecktem Krimskrams vom Flohmarkt.
Diese sollen ihn davon abhalten, durch ein noch recht frisch angelegtes Beet zum Zaun zu rasen, falls er draussen etwas zum Verbellen sieht, denn wo Bongo hintobt, hinterlässt er tiefe Tappsen und geknickte Pflanzenstängel.
Bild 2:
Färberkamille Anthemis tinctoria und ein Tagpfauenauge Inachis io . In der Sonne sind lange Spinnfäden zu sehen – spätsommerliches bzw. herbstliches „Altweiberhaar“.
Bild 3:
für mich immer wieder ein drolliger Anblick, wenn so eine grosse Ringeltaube Columba palumbus an eine der gusseisernen Vogeltränken kommt. Noch lustiger, wenn sie darin baden: Ringeltaube beim Morgenbad .
Bild 4:
Eine ganze Spatzenbande hat sich im Gras niedergelassen, zum Picken und Sonnenbaden. Es handelt sich um eine gemischte Gruppe aus Feld- und Haussperlingen, Passer montanus und Passer domesticus . Wenn die Brutzeit vorüber ist, sehen sie das nicht so eng, dann sind sie einfach gern viele.
Bild 5:
Da ist sie, die Vierfleck-Kreuzspinne Araneus quadratus . An diesem Tag hatte ich sie zum ersten Mal im Garten entdeckt, und mich freut es, dass es auch diese interessant gemusterte Kreuzspinnenart in meinen Garten geschafft hat. In der ganz unmittelbaren Umgebung habe ich die Art auf Spaziergängen nicht gesehen, stets nur die Gewöhnlichen oder Garten-Kreuzspinnen, die jeder auch aus dem Wald kennt. Aber vielleicht habe ich ja mal von der Jeetzelwiese einen kleinen „Anhalter“ mitgenommen?
Bild 6:
Schon vorbei, jetzt kommt wieder ein bunter Tagfalter, einer der in diesem Jahr tatsächlich häufigeren Admirale Vanessa atalanta , und er sitzt auf einer Hohen Fetthenne Sedum telephium ( – ja, schon wieder die Hohe Fetthenne ^^ ) .
Bild 7:
Die Nachtkerze Oenothera biennis mit Gewöhnlicher Langbauchschwebfliege Sphaerophoria scripta , auch Stiftschwebfliege. Diese grelle Farbe, ein Gelb wie von nicht ganz reifen Zitronen mit Neongelb, macht die Belichtungsautomatik der Kamera immer ziemlich verrückt, es leuchtet geradezu unnatürlich. Die Blüten duften übrigens auch angenehm. Ich bin froh, sie im Garten zu haben, auch wenn die wegen eiliger Insekten schnell geknipsten Fotos oft „nix werden“ – entscheidend ist immer noch das Erleben, nicht das Fotografieren.
Bild 8:
Ein Blütenstängel vom Orangeroten Habichtskraut Hieracium aurantiacum ; ich hoffe, im Herbst kommen noch weitere dazu. In diesem Jahr hatte ich viel weniger davon, weil es lieber nicht im hohen Gras siedelt, aber unter dem Rasenmäher eben nicht zum Blühen kommt, und weil ich den Platz rund um die Koreatanne so rigoros entkrautet hatte, wo es sonst reichlich geblüht hat.
Bild 9:
Zum Schluss noch ein Foto von meinem Knoblauchsrauken-Kindergarten: Alliaria petiolata ist eine zweijährige Pflanze, deren Blätter ich gern in frischen Kräutermischungen mit verwende. Einige der Blättchen zeigen deutliche Spuren von weiteren Liebhabern. Ich hoffe natürlich, dass da auch Schmetterlingsraupen dabei sind, Aurorafalter, Waldbrettspiel, Mehlspanner, Grünader-Weissling und Raps-Weissling, beispielsweise, und andere Blattspanner dürfen von mir aus auch mitmampfen.
Fotos vom 17. September 2017 im Garten, Lüchow im Wendland, Niedersachsen; bitte zum Vergrössern die kleinen Bilder in der Galerie anklicken.

5 Gedanken zu “Gartenbunt – lieber nicht ganz so gross

  1. Knoblauchsrauken heißen die? Die wachsen hier massenhaft zwischen einer Eibe und einem wilden Pflaumenbaum, können sich da aber nicht so recht entwickeln, weil es zu trocken ist, und leiden unter Mehltau.

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    • Ja, Halbschatten und lichten Schatten haben sie gern, aber ein bisschen feucht soll der Boden sein. Ich habe sie mir vor einigen Jahren extra „von draussen“ in den Garten geholt, weil ich in einem Kräuterbuch davon gelesen hatte, und habe in diesem Jahr festgestellt, dass die Pflanze wieder in Mode kommt. Bärlauch kann ja inzwischen jeder verwenden. Also, wenn der Gartenschlauch bis dort hin reicht, gönn den Pflanzen ab und zu mal etwas Wasser, die sind nämlich wirklich sehr lecker, die Blätter. Kann man sogar einfach so aufs Butterbrot legen, wie ein Salatblatt.

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