Aufatmen – zweimal durch den Garten gegangen nach dem Sturm

Sie gehören dazu, die Bilder von den Tagen unmittelbar nachdem der Sturm „Xavier“ über uns hinweggetobt war; der hatte sich bei uns am Nachmittag des 4. Oktober 2017 von seiner heftigsten Seite gezeigt, und an den Tagen danach noch mit geringerer Stärke nachgeweht, aber auch das hat zusätzlich zum direkt von der Windgewalt gebrochenen Bäume noch weitere Bäume zu Fall gebracht, weil der Boden durch die Regenmengen so aufgeweicht war, dass sie den Halt verloren haben. Später sah ich eine Eiche in der Feldmark, der vom Sturm ein Viertel Baumkrone und Stamm einfach herausgerissen wurde, genau auf der Seite, auf der auch meine Eiche gefährdet gewesen wäre.

Betrachtet man auf der oberen Bildtafel den Stamm meiner Garten-Eiche, mit der deutlich erkennbaren Linie im gerissenen Stamm, kann man nur sagen, dass die Entkronungsaktion im vergangenen Spätwinter kein Fehler war. Die wiederholten Stürme diesen Jahres hätten sie spätestens mit der richtungswechselnden Gewalt von „Xavier“ zerrissen.
Dass „Xavier“ auch den armdicken, über 2 m hohen Stängel der Kandelaber-Königskerze umgekippt hat, ist ebenfalls dem aufgeweichten Boden geschuldet, in dem sie einfach durch das ständige Blasen immer weiter umgesunken ist. Inzwischen ist sie wieder senkrecht aufgerichtet und gestützt worden, so dass sie noch ein bisschen weiterblühen kann. Ob sie wieder anwächst und weitergedeiht, wird sich in einigen Wochen zeigen.

 

Auf der Bildzusammenstellung vom 6. Oktober ist es zwar sonnig, aber den Wolken sind die Niederschlagsmengen gut anzusehen, mit denen der Boden durchtränkt wurde. Dass auch der Rasenbereich auf der Mittagsseite des Hauses zentimetertief unter Wasser stand, habe ich bisher noch nie erlebt. – Fotos vom 5. und 6. Oktober 2017, im Garten, Lüchow im Wendland, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die beiden Bildtafeln anklicken.

12 Gedanken zu “Aufatmen – zweimal durch den Garten gegangen nach dem Sturm

  1. Eine Dame kam nach dem Sturm ganz aufgeregt auf den Friedhof und meinte sie hätte sich die ganze Woche nicht her getraut, wegen den vielen Wind. Sie war total entsetzt als sie am Wegesrand die vielen dicken Baumäste sah. Miss zeigte Richtung Hebebühne und meinte: liebe Frau es war gut dass sie in Sturm den Friedhof gemieden haben, es war schon ganz schön heftig_gefährlich, doch diese dicken Äste stammen von den Baumschnittarbeiten, die totes und krankes Holz aus den Linden und Eichen sägten…😉
    Kann mir bei deinen ZeilenBildern in den Sinn und dachte erzähl ich einfach mal…

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    • Stadtbäume und Landbäume sind bei solchen Wetterlagen wahrscheinlich nicht ganz gleichauf mit ihren Schäden, weil Stadtbäume eher ständig beobachtet werden. Aber die Menschen haben einen Mix aus Katastrophenbildern der Medien im Kopf.
      Auf unseren Friedhof sollten in diesem Jahr schon zum zweiten Mal die Besucher wenigstens das Betreten der Grabstellen zur Pflege der Gräber bzw. den Besuch der Rasengräber ganz bleiben lassen, nicht wegen Ast- und Baumbruchgefahr, sondern drohenden Einstürzen des aufgeweichten Bodens.

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  2. An deine Eiche dachte ich vorhin auch, denn mir sind die Tage in verschiedenen Teilen des Stadtgebietes immer noch jede Menge umgestürzte Bäume begegnet. Darunter des öfteren dicke Eichen. Das wäre was geworden. Selbst hier in Hausnähe habe ich heute noch eine geköpfte Fichte entdeckt, wo es einfach das obere Drittel des Baumes abgerissen hat ! Heftig !! Die Forstarbeiter sind überall noch damit beschäftigt, die Stämme und Äste abzutransportieren.

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    • In der Elbe-Jeetzel-Zeitung, unserer Lokalpresse, wurde es so beschrieben, dass die Schäden zahlreich, aber punktuell verteilt sind, statt hier und da einen ganzen Wald umgebrochen zu haben. Das ist für Aufräumarbeiten ungünstiger, dieses überall ein bisschen wartende Arbeit liegen zu haben.

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      • Das trift es. Deshalb habe ich direkt Verständnis für die Bahn, die nicht von einem Tag auf den anderen die Strecken freigeben konnte. Manchen ging das wieder nicht schnell genug (wäre mir als Reisende viell. auch so gegangen, aber zaubern können die auch nicht !). Immerhin hatten die Stadtmitarbeiter von gestern auf heute auf einem der Wege ganz viel weggeräumt, wo ich direkt gestaunt habe.

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        • Für die Bahn habe ich wieder weniger Verständnis, weil es zur Streckenpflege gehören würde, regelmässig Bäume, die auf Schienen stürzen könnten, zu überwachen, genau wie Privatleute dazu verpflichtet sind, sollte es die Bahn auch sein, statt aus Kostengründen diese Leute einzusparen und erst im Fall der Fälle irgendwen kurzfristig dazu zu holen, der aufräumt.

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          • Der Wald wird hier gepflegt, trotzdem gibt es keine Gewähr dafür, daß Bäume nicht umstürzen. So gesehen habe ich Verständnis. Du hast wahrscheinlich Recht, daß die mal wieder „an der richtigen Stelle“ gespart haben um Kosten zu vermeiden.

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