Vom Bäumchenpflanzen

Heute ist ein dunkelgrauer und stürmischer Tag, mit herumwirbelnden Blättern und schräg gewehten Zeigen von Bäumen und Sträuchern auf der einen Seite vom Haus, wo die verschiedenen Futterbehältnisse für die Vögel wild im Wind schaukeln. Auf der vor kalten Winden besser geschützteren Seite blühen dagegen noch Ringelblumen, Rosen, Rispenhortensie und Mutterkraut, als ginge sie das alles nicht an. Aber auch das grüne Blätterkleid der Rispenhortensie nahe der Wand hat mittlerweile gelbe Flecken bekommen .

Gelb sind auch die hübschen kleinen Zieräpfel Malus x zumi ‚Golden Hornet‘ . Das Bäumchen habe ich gestern zufällig in der fast leergeräumten Gartenpflanzen-Abteilung des Baumarkts gefunden, wo alles für 70% Preisnachlass verramscht wurde, was noch herumstand. Kennt ihr das auch, dass ihr das Gefühl habt, von irgendwoher „gerufen zu werden“ ?
So war das mit dem Bäumchen und mir. Ihn sehen und wissen, dass er zu mir gehörte, war eine Sache von Sekunden.
Und so durfte er im Auto vorn im Fussraum des Beifahrersitzes mitfahren, damit er hineinpasste, ohne im Liegen die Erde aus seinem Topf zu verstreuen. Immerhin ist er mit seinem Haupttrieb vom Topfgrund aufwärts schon geschätzte 1,8 m hoch. Leider sind beim Transport ein paar der Äpfelchen verlorengegangen und ins Unerreichbare unter dem Sitz verschwunden. Ich hoffe, sie mumifizieren dort mit Anstand, statt ordinär zu faulen und zu stinken.

Bis heute Mittag stand der Zierapfelbaum, dessen Name übersetzt „Goldene Hornisse“ bedeutet, im Garten mit Topf an verschiedenen Stellen zur Probe, denn ich wußte noch nicht gleich, wohin mit ihm. Trotz seiner Höhe ist er noch ein mageres Ding und deshalb bruchgefährdet, wenn er von jemandem übersehen wird, der beim Rasenmähen nicht aufpasst, oder einfach nur so vor sich hinbaselt, was auch schon vorgekommen ist, oder wenn Bongo wegen irgendetwas bellend zum Zaun rast. So wurde schon das Wachstum etlicher Bäumchen und Sträucher empfindlich zurückgeworfen, auch Totalschäden gab es, bevor ich gelernt habe, dass ich sie nur mit unübersehbaren und stabilen Hindernissen schützen kann. Zum Beispiel mit dem abgebrochenen Weidepfahl, den ich vor Wochen mitten auf der Strasse gefunden und mitgenommen hatte, ein paar Feldsteinen und einer der eisernen Vogeltränken.
Die ersten Meisen haben bereits eine Abnahme des Ganzen durchgeführt und alles für gut befunden. – Fotos vom Mittag des 28. Oktober 2017 im Garten, Lüchow im Wendland, Niedersachsen; zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder anklicken.

9 Gedanken zu “Vom Bäumchenpflanzen

    • Ich hoffe, es gefällt ihm, auch wenn er ausgerechnet zu diesem stürmischen Wochenende aus der windstillen Gartenabteilung befreit und gleich mitten hineingepflanzt wurde, wo der Wind nur wenig abgefangen durchbläst.

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    • Vielen Dank, Klaus. Ja, bleib du nur drinnen, wenn man dich lässt. Wer einen Hund hat, muss raus. Aber man muss ja nicht gerade unter Baumkronen wandeln, und wenn schon keinen Helm, dann wenigstens eine warme Mütze aufsetzen. 🙂

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