Unversehrt

 

In diesem stürmischen Jahr musste man angesichts der vielen vom Wind gebrochenen Bäume lernen, sich auf noch ungewohnte Weise am Dasein einzeln stehender, alter Bäumen zu freuen, denn dies scheint nur noch von einer Periode zwischen den Stürmen zur nächsten gegeben, bzw. in Ungewissheit vom letzten bis zum nächsten Besuch. Diese Eiche auf einem Feld bei Lüchow steht noch genauso wie zuvor, und noch dazu in schönen Oktoberfarben.

7 Gedanken zu “Unversehrt

    • Ich hoffe, das bleibt ihr noch lange erhalten, denn die andere Eiche, an der von Kindheit an immer vorbeikomme, die aus dem vorigen Beitrag mit den Wacholderdrosseln, wurde ja beim vorletzten Sturm schon so heftig zerrissen, dass wohl bei ihr zwar noch vom Erdverwachsensein sprechen kann, aber die Sturmfestigkeit wird wahrscheinlich immer geringer.
      Wenn man solche, die Landschaft prägenden Bäume erhalten will, muss man für die Zukunft umdenken und die Rückkehr von mehr windbrechenden Heckengehölzen fördern, auch wenn es den Landwirten in der Vergangenheit anders besser gefallen hatte. Es sind ja nicht nur brechende Bäume, ihnen fliegt und schwimmt ja auch der Boden ungehalten davon.

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  1. Eichen können ja sehr alt werden, hier in der Nähe in Ivenack gibt es mehrere tausendjährige. Ich denke, Eichen sollten dem Sturm trotzen, auch wenn der eine oder andere Ast abbricht. Schönes Foto, gefällt mir richtig gut.

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    • Ich denke, sie tun, was sie können, die Eichen.
      Es wäre dennoch nicht schlecht, wenn solche „Tausendjährigen“ auch etwas mehr Unterstützung beim Trotzen bekämen, da sich ihre Lebensumstände in den vergangenen 120 Jahren gewaltig geändert haben. Früher hat ihnen kein Tiefpflug in das Wurzelwerk hineingepfuscht, keiner hat ihnen die Äste bis auf die Höhe moderner Maishäcksler und Mähdrescher abgesägt, und von Klimaveränderungen haben sie bis vor kurzem auch noch nichts Negatives zu spüren bekommen.
      Die nahezu unberührten Jahrhunderte sind endgültig vorbei, und auch die Umstände, nach denen die Menschheit gewohnt ist zu beurteilen, was „sollte“.

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  2. Die Eiche ist schön und mit dem Licht hast du sie wunderbar festgehalten. Hoffentlich steht sie noch lange ! Hier hats so manchen dicken Baum umgerissen, von dem ich es nicht gedacht hätte und der zudem noch mitten im Wald stand. Der nasse Boden hats hier sicher begünstigt…

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    • So ist es. Wenn man die Bäume jahrzehntelang kennt und da ist nie nennenswert etwas heruntergefallen, und plötzlich gibt es in einem Jahr eine Anzahl heftiger Stürme mehrerer Jahrzehnte zuvor zusammen genommen, dann bedeutet das nichts Gutes für die alten Bäume.

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