Frühjahrsluft II

Die „Apophysische Sphinx“ hat das Bild gemalt – „fraktalt“ wird es, obwohl zutreffender, noch länger nicht im Duden geben, denn das Malen übernimmt schliesslich die Phantasie, welche die weissen, grauen, blauen und braunen Elemente der ländlichen Frühjahrsluft erkennt und zuordnet:
Weiss und Grau gehören zu den Resten von Eis und Schnee, Blau dem Himmel zwischen grauen und weissen Wolken und Braun den Bäumen und der Erde.
Dazwischen lauern geheimnisvolle Wind-Wesen dem arglosen Spaziergänger auf, um ihn mit spitzen, eiskalten Zähnen zu beissen, wo immer sie ihn zu fassen bekommen.
Dahinter – seht ihr den Echsenkopf? – besonders gross und mit sonnigem Gewand maskiert, das schlimmste Ungeheuer von ihnen, denn im sonnengewärmtenm dampfenden Schlamm der Felder wartet es geduldig auf die Näherkommenden und reisst dann seinen Rachen auf, um jeden mit seinem nach Mist und Gülle stinkenden Atem in die Flucht zu schlagen: Frühjahrsluft.

7 Gedanken zu “Frühjahrsluft II

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