Eine Erle für die Erlenzeisige? – Erstmal nur ein Zweig.


Erstmal ist es nur ein Erlenzweig, aber ich hoffe, dass mehr daraus wird. Nachdem die Erlenzeisige den Garten für sich entdeckt haben, wäre es natürlich schön, ihnen auch einen Erlenbaum anbieten zu können.
In den vergangenen Wochen seit Jahresbeginn wurde mal wieder hier in der Feldmark einiges an Bäumen und Hecken gestutzt bzw. vollständig abgesägt oder gar herausgerissen, und überall liegen Haufen davon herum, die später zum Osterfeuer gebracht werden sollen.
Noch vor der Frostperiode im Februar habe ich mir einen grösseren Zweig der Schwarzerle Alnus glutinosa mitgenommen und hoffe, ihn im ohnehin durchweichten Boden gleich an Ort und Stelle bewurzeln zu können, denn professionellere Methoden der Steckholzvermehrung fehlen mir leider die notwendigen geschützten Räume, darum ist es eher ein Experiment mit der Hoffnung auf einen Glücksfall.
Ab und zu bekommt der Zweig auch einen zusätzlichen Eimer Wasser. Wenn bzw. weil sich nun die vorher fest geschlossenen Kätzchen etwas zu öffnen scheinen, könnte es ganz positiv ausgehen. Ich bin sehr gespannt. Drückt mir die Daumen!
– Foto vom 11. März 2018 im Garten, Lüchow im Wendland, Niedersachsen.

9 Gedanken zu “Eine Erle für die Erlenzeisige? – Erstmal nur ein Zweig.

    • Ich würde es versuchen. Mit Weiden geht es sehr gut. Bei Erlen ist dies mein erster Versuch. Normalerweise werden sie erst in Wasser oder nassem Sand bewurzelt, aber ich hoffe, es geht auch so, weil der Winter so nass war und es ja offenbar mit dem Frühjahr so weitergeht, da wird der Zweig nie trocken stehen.
      Ich würde mich freuen, von deinen Versuchen zu lesen / zu sehen! 🙂

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  1. Diese Kahlschläge sind in allen Regionen zu beobachten. Ich kann mich nicht erinnern, das man immer schon so rigoros zurückgeschnitten hat.Ganze Bäume werden gefällt und Buschwerk, die wichtige Brutplätze sind ,werden bis zum Boden eingekürzt. . Das hat für mich nichts mehr mit Pflegeschnitt zutun, wie da zum Teil vorgegangen wird. Zu deinen Setzling wünsche ich dir viel Erfolg.

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    • Ganz genau. Sicherlich ist eine Zeitlang vernachlässigt worden, dass gezogene Gräben mit Weidensträuchern und Brombeeren zugewachsen sind, und die auf den Feldern stehenden Wassermengen müssen ihren Weg bekommen, aber die Landwirte haben es sich auch sehr bequem gemacht und das jahrelang als einzige Wind- und Wildschutzgürtel gelten lassen – jagen wollen sie alle, nur keinen Meter breit Land zum Unterschlupf hergeben; im Gegenteil, an jeden Graben wird gegen jede Bestimmung unmittelbar herangepflügt, bis die Böschung unter den Maschinen zusammenbricht und das Wasser ins Feld tritt – hier täglich zu sehen. Dann wird wieder gejammert und in der Lokalzeitung um mangelnde Anerkennung geheult. Aber die Maschinen werden immer grösser und alle Vegetation ist im Weg, da wird auch gern mal nachts gearbeitet und tags unschuldig getan, angesichts der Schäden an umgefahrenen Hecken und abgerissenen Bäumen.

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    • Solange der Boden dermassen durchfeuchtet ist, werde ich in den kommenden Wochen nicht einmal dann sicher sein können, wenn sich Blätter zeigen, aber ab da wird es richtig spannend, ob es nur bei einer Art Freiluft-Osterstrauss bleibt, oder ob ein Bäumchen daraus werden kann.

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