Noch mehr Spuren des Frühlings

Noch mehr im Garten gefundene Spuren des Frühlings sind hier versammelt zu sehen, darunter auch eine unerwartete, aussergewöhnliche, wie sie nicht jedes Jahr vorkommt, weiter unten. Es beginnt aber ganz normal, mit den ersten Duftveilchen Viola odorata, zwischen Gras und Moos im Rasen:

Unweit davon zeigen sich endlich erste Pflanzenspitzen in einer sandigen Stelle, wie sie in diesem Teil des Gartens immer wieder vom Maulwurf verursacht wird, der aus der Tiefe Sand hochschiebt, den ich dann nur einebne und verteile, denn eine sandige Wieseninsel beherbergt schliesslich andere Gäste als die mit mehr Mutterboden, und das gefällt mir.

Auch auf dem nächsten Bild sieht es so aus, als hätte sich etwas hochgeschoben, etwas Grünes, aber das ist gemogelt, denn es handelt sich um zwei ganz normale Speisezwiebeln Allium cepa, die ich vor einer Woche als Weggeworfenes bei einem Spaziergang fand und aus Experimentierfreude mitgenommen habe.

Weil an dem Tag der Boden hartgefroren und verschneit war, versenkte ich sie mithilfe des Spatens kurzerhand in einen einigermassen lockeren Maulwurfshaufen am Rand einer anderen Wieseninsel, wo sie nun machen können, was sie wollen: eine gelbe und eine rote Zwiebel übrigens, und ich bin auf die Entwicklung sehr gespannt, denn ich hoffe, dass sie blühen.

Es zeigt sich auch Scharbockskraut Ficaria verna im Garten, von ganz allein am Rand unter Gehölzen, was mich sehr freut, weil sie hier bei uns normalerweise und ohne die Garten-Frühlingsblüher mitzurechnen, wirklich die ersten einheimischen Frühlingsblüten sind. Auf dem nächsten Foto komme ich vom „-bock“ zum Kalb:

Es handelt sich nämlich tatsächlich um den Fussabdruck eines entlaufenen und in unseren Garten verirrten, vier Wochen alten Frühjahrs-Kälbchens, das mit anderen beim Landwirt ausgebüxt war, und nachts in seiner Panik ein Element des sehr stabilen „Industriezauns“ aus seinen Haltern gebrochen hat, und dann blökend im Garten herumwanderte.

Auf dem Foto mit dem ersten Tagpfauenauge Inachis io diesen Jahres im Garten – und einer Wanze, oben links – ist der Zaun an anderer Stelle noch einmal zu sehen, nur mit Feldsteinen nach Art von Gabbionen aufgefüllt. Die Steine werden von der Sonne gewärmt und diese Ecke ist im Winter darum auch die wärmste Stelle im Garten.

Dort blühen nun auch einige Garten-Hyazinthen Hyacinthus orientalis, aber zu meinem Erstaunen fanden weder das Tagpfauenauge noch die Hummeln deren Blüten so anziehend wie die der Schneeheide daneben ( > siehe Artikel zuvor).
Fotos vom Mittag des 4. April 2018 an verschiedenen Stellen im Garten, Lüchow im Wendland, Niedersachsen.

9 Gedanken zu “Noch mehr Spuren des Frühlings

  1. Veilchen liebe ich. Die duften so schön!!! Gemüsezwiebeln hatte ich auch mal eingepflanzt, aber kurz vor der Blüte haben sie irgendwie „schlapp“ gemacht und sind nichts weiter geworden. Schade. Mal sehen, wie sie bei dir dann aussehen!! Na, deine Sandinseln werden sicherlich von den Wildbienen begeistert aufgenommen werden 🙂 Blökende Kühe im Garten hat auch nicht jeder 😉 Du topst aber auch alles 🙂

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    • Ich lasse die einfach mal machen, die Zwiebeln, selbst wenn sie sich mit einer Blüte verausgaben sollten, aber angeblich sollen sie „ausdauernd“ sein. Andernfalls freuen sich die Regenwürmer, die sollen nämlich auf das Aroma total abfahren.
      Die sandige Stelle mochten die Wildbienen im letzten Jahr schon sehr, nur so viel Regenwasser wie seit dem vergangenen Sommer wird ihnen weniger behagt haben. Man wird sehen, wie sich das nun alles entwickelt.

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