Insektenzählung NABU – Liste

Bei der Zählaktion des NABU (Naturschutzbund Deutschland e. V. ) im 1. Intervall des „Insektensommer“ (1. bis 10. Juni 2018) habe ich mich heute mit Zettel und Kugelschreiber in den Garten begeben.
Zu notieren war jeweils die höchste Anzahl der gleichzeitig gesichteten Exemplare derselben Art in einem Beobachtungsraum von maximal zehn Meter im Umkreis (= 20 Meter Durchmesser).
Mein gewählter Zeitraum war heute zwischen 10 Uhr morgens und 11 Uhr vormittags im Garten, meinen Beobachtungsraum wählte ich rund um die trockene Wieseninsel zwischen Bauernjasmin und Kirschbaum, so dass möglichst verschiedene Blütenformen, -farben und Vegetationshöhen und verschiedene Pflanzendichte vorhanden sein würden.

Dies sind einige Fotos, die ich währenddessen einfangen konnte:

 

Zum Vergrössern und Lesen der Bezeichnungen (soweit bekannt und hoffentlich richtig) bitte die kleinen Bilder in der Galerie anklicken.

Dies ist die von der > NABU-Webseite mit den Angaben zur Vorgehensweise kopierte Liste mit acht vorgegebenen Kern-Arten:

Admiral: –
Asiatischer Marienkäfer: –
Blutzikade: –
Gemeine Florfliege: –
Hainschwebfliege: –
Lederwanze: –
Steinhummel: 3
Tagpfauenauge: –

Wie man sieht, sind diese 8 Kernarten erbärmlich vertreten gewesen! Hätte ich nicht weitere, andere Arten beobachten können, wäre es noch viel dramatischer, aber auch so kann man, vor allem bei all dem insektenfreundlichen Blütenangebot in dem gewählten Bereich, nicht gerade von einer grossen Zahl vorhandenen Insektenlebens sprechen.

Meine Ergänzungen durch weitere beobachtete Insekten:

(bestimmte)
Ackerhummel: 3
Deutsche Wespe: 1
Dunkle Erdhummel: 4
Gartenlaubkäfer: 1
Garten-Wollbiene: 3
Gemeine Keulenschwebfliege: 1
Glänzende Faulschlamm-Schwebfliege: 2
Glockenblumen-Schmalbiene: 2
Grosse Sumpfschwebfliege: 2
Grosser Kohlweissling: 1
Grüner Scheinbockkäfer: 4
Grünes Heupferd: 1
Honigbiene: 3
Hornisse: 1
Hummel-Keilfleckschwebfliege: 1
Kleiner Fuchs: 1
Langhornbienen: 1
Seidenbienen: 3
Stiftschwebfliege: 1

(nicht näher bestimmte)
andere Schwebfliegen: 2
Blattschneiderbienen: 3
Feldwespen: 2
kleine Wildbienen: 2
sehr kleine Wildbienen: 2
grosse Fliegen: 2
kleine Fliegen: 3
mittlere Fliegen: 2
winzige „Fliegen“: zahlreiche

Heute war es zu dem von mir gewählten Zeitraum sonnig und mässig windig. Auf einen, wie vom NABU empfohlenen, windstillen Tag zu warten, ist in unserer Region normalerweise unmöglich; meist lässt er mittags etwas nach, aber dafür ist dann an heissen Tagen „Insektenpause“.

Wahrscheinlich nehme ich mir an einem der kommenden Tage noch einen anderen Winkel des Gartens mit anderen Blüten-Pflanzen zur Beobachtung vor.

11 Gedanken zu “Insektenzählung NABU – Liste

  1. Tja, was soll man sagen: eigentlich nicht wenig, für einen Garten wiederum nicht viel? Wobei du ja vermutlich noch viele der ganz winzigen Insekten nicht gesehen hast, die sich vielleicht zwischen den Grashalmen tummeln. Ich finde es zwar eine ganz schöne Liste, aber vermutlich ginge noch mehr. Da wäre jetzt ein direkter Vergleich mit einem naturbelassenen Lebensraum interessant! Also wo kein konventionelles Ackerland ringsum ist. Ich werde die Tage mal mein paar aufschreiben. Es wäre schon spannend, sie mit anderen entsprechenden Blogs zu vergleichen (Garten, Balkon etc.). Immerhin hast du einen sehr naturnahen Garten, dann kanns eigentlich nur an der Umgebung liegen, daß nicht noch mehr los ist.

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    • Ja, ich habe einiges weggelassen, was einfach zu klein oder zu undeutlich wahrzunehmen war, aber es ist für die Vorgabe (20 m Durchmesser / 1 Stunde) verflixt wenig, wenn gerade mal 2 oder drei Exemplare einer Art zur gleichen Zeit auf so einer grossen Fläche zu sehen sind, oder in dieser Stunde gerade mal 1 Kohlweissling durchfliegt, nicht 1 allein immer mal wieder, sondern überhaupt nur einer in der ganzen Stunde.
      Richtig: am Garten liegt es nicht. Und das macht es umso schlimmer. Man kann jahrelang alles auf Insektenfreundlichkeit ausgerichtet und giftfrei gestalten, und es ist nur ein geringfügiger Effekt bei allen Insekten mit grösserem Aktionsradius. Die kleinen Wildbienen sind wahrscheinlich „eigene Brut“ im Garten, die fliegen kaum weit. Aber Falter und Honigbienen legen grössere Strecken zurück, und weil es kaum Blattläuse gibt, sind auch Florfliegen und Marienkäfer nicht zu finden. An anderen Tagen mal eine der letzteren, Marienkäfer seit Wochen schon null.

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      • Eigene Brut von Wildbienen ist ja schon mal was. Der Blattläusebestand ist sehr schwankend. Ich hab den Eindruck, die erste Schwebfliegengeneration auf dem Balkon hat alles weggefuttert, seitdem ist glücklicherweise nicht besonders viel. Dafür klebte das ganze Unterholz letzte Woche von Blattlaussaft und dann waren dort auch plötzlich einige Marienkäferlarven zu sehen! Bei mir überwintern fast immer Marienkäfer, diesmal habe ich so gut wie keine gesichtet. Auf der anderen Seite bin ich auch nicht traurig, wenn diese asiatischen Käfer nicht hier sind. Dann bleibt eben mehr für Florfliege, Schwebfliege und Co.!

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        • Also auch bei dir Marienkäferschwund. Ja, nach dem Winter waren noch welche da. Kann das wohl sein, dass sie wegen anfänglichem Blattlausmangel verhungert sind? Schwebfliegen habe ich einige, aber Florfliegen sehe ich auf dem ganzen Grundstück auch nur alle paar Tage eine.

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          • Florfliegen habe ich fast noch keine gesehen, kann doch aber noch kommen. Es gab und gibt ja hin und wieder Blattläuse und dann kommen auch recht bald die Marienkäferlarven. Oder ob sie den Frost nicht überstanden haben? Ich würde sagen, abwarten und Tee trinken. Die kommen schon noch. Gestern dachte ich auch, keine einzige Biene zu sehen, es gibt gar keine Bienen. Und dann? Waren sie alle ganz oben in den Spitzen eines Essigbaums unterwegs. Manchmal muß man nur wissen, wo man suchen muß. Schwankungen gibt es auch immer wieder. Anscheinend sogar bei Blattlauspopulationen. Die sitzen gerade mal wieder in meiner Tripmadam, ne ganz komische Sorte, welche Blattläuse gehen sonst an Sedumarten!? Lecker… apropos, ich muß mal frühstücken. Konnte nicht mehr schlafen ab 3:40, gähn….

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            • Nach dem Winter war mein Gartenhaus voll mit „Mariechen“, die alle herauskamen, am Frost lag es nicht. Blattläuse zu bestimmen wage ich nicht, aber wenn man mal nachschaut (Insektenbox z.B.) gibt es viele Arten. An Sedum, also Mauerpfeffer, kenne ich kleine schwarze.
              Hab mir gerade meinen Kaffee geholt, bin erst seit 6h30 auf, nachdem ich um halb fünf wegen Vogellärms das Fenster zugemacht habe. Halb sieben habe ich meinen Wecker gestellt, um in der Morgenkühle mit Bongo einen Spaziergang machen zu können, sonst wird das nichts. Wenn Garten wässern ansteht, stehe ich noch früher auf, damit ich nicht in die Hitze komme damit.
              Mahlzeit also!

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              • Prost 🙂 Ja, bis 10 will man alles erledigt haben. Ich muß jetzt auch noch einen kleinen Resteinkauf tätigen. Die Brüllvögel in den Morgenstunden können einen echt wachmachen. Um 3:45 (ich fand es noch nicht hell draußen) fing eine Singdrossel an, 3:50 zwei Katzen (boh ey, Schreck in der Morgenstunde), dann nach und nach alle anderen Vögel. Wenns einen nicht weckt, ist es schon sehr schön. Die Stunde, in der die Welt den Vögeln gehört, so kommt es mir vor. Was für ein wahnsinns Konzert!!! Anrührend schön 🙂 Naja, um 5 habe ich es aufgegeben, aber ich bin reichlich ungar in der Birne…… Bongo geht bestimmt baden, oder? Wenn der jetzt einen Reißverschluß hätte 🙂

                Ich glaube, es waren mal rote Blattläuse. Aktuell habe ich noch keine gesehen, aber es klebt am Boden…. Dann hattest du also Marienkäfer? Dann sind sie vielleicht woanders hin. Ich würde die Hoffnung noch nicht aufgeben. Es gibt ja auch immer wieder das Gegenteil mit diesem Massenauftreten.
                Einen schönen Tag und gut schwitz!

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