Schwarz, aber eigenlich bunt

Jetzt, Ende Juni, erweist sich die Dunkle bzw. Schwarze Königskerze Verbascum nigrum als eine Pflanze gegen das Schwarzsehen, das mich seit der Insektenzählung Anfang Juni befallen hatte. Man muss allerdings früh genug aufstehen, um zu sehen, was sich dort abspielt. Leider werden die Fotos der Gesamterlebnis nicht gerecht und zeigen nur Einzelne:

„Schwarze Königskerze“ wird diese eigentlich sogar ziemlich bunte Dunkle Königskerze Verbascum nigrum sicherlich nur im Sinne von „vergleichsweise dunkel“ genannt, denn ihre Blätter sind nur im Vergleich zu anderen Königskerzen besonders dunkelgrün und haben noch dazu dunkelrot überlaufene Stiele. Ihre kleinen Blüten leuchten nicht nur schön gelb, sondern haben auch noch eine richtig schön pinkfarbene „Innenausstattung“, die anscheinend vielen Insekten alles bietet, was sie sich wünschen, morgens zumindest.
Heute Morgen sind es sogar noch viel mehr Schwebfliegen und Insekten, die um diese Pflanze herumschwirren, aber wollte ich für diesen Artikel die heutigen Fotos auch noch mit berücksichtigen, werde ich noch stundenlang nicht fertig damit, das hebe ich für später auf. Nur eines ist sicher: das scheint von allen Königskerzen, die ich im Garten habe oder hatte, die beliebteste zu sein, obwohl sie nicht so gross wird, aber mit ihren zahlreichen Blüten steht sie im Garten wie eine etwa ein Meter hohe Fackel.
Sie hat nur diesen einen kleinen Schönheitsfehler: sie hat zwar eine lange Blütezeit, aber ab mittags, vor allem an heissen Tagen, machen die Blüten schlapp, dann ist das reiche Büffet für den betreffenden Tag abgefrühstückt.
Will man sie im Garten anpflanzen – und ich will mehr! – ist es sicher gut, sie in der Nähe durch einer Blütenpflanze mit anderem Tagesplan zu ergänzen. Bei mir ist das z.B. Wasserdost und Johanniskraut, die haben ganztägig geöffnet. Nur ob sie dann zwei- oder mehrjährig sein wird, ist leider ungewiss. Man kann sie bei Staudenhändlern mit Wildpflanzensortiment kaufen. – Fotos vom Morgen des 27. Juni 2018 im Garten, Lüchow im Wendland, Niedersachsen.

12 Gedanken zu “Schwarz, aber eigenlich bunt

  1. Super, was da los ist!! Die „schwarze“ hätte ich auch gerne gehabt (farblich fand ich die Sorte, die ich gekauft habe immerhin entfernt ähnlich 😉 Ich mag diesen knackigen Farbkontrast. Nachdem ich dieses Jahr erstmals Königskerzenlos bin, bis auf die zugekaufte, ist es schön, hier welche zu sehen. Sie sind einfach toll. Ich liebe es auch, wie sich die Schwebfliegen quasi die Finger nach dem Nektar lecken 🙂 Bei dir sind auch Wildbienen dazwischen oder? Die habe ich hier nie beobachten können. An der neuen Königskerze hat mich überrascht, daß sie den ganzen Tag „offen“ hat. Auch noch eine Möglichkeit der Kombination, obschon ich denke, daß die anderen Sorten mehr Nektar haben.

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