Am Fünfzehnten vier

In einem der vorangegangenen Beiträge habe ich schon mal die Verwendung minderguter Fotos damit erklärt, dass diese manchmal nur eine Tagebuchnotiz im Blog illustrieren sollen, weil es eben keine besseren von diesem von mir notierten Zeitraum gibt, mir das aber für meine eigenen Vergleiche mit früheren Zeitpunkten wichtig ist, und so auch hier:

… weil es ist in diesem Jahr hier absolut ungewöhnlich ist, wenn sich mehr als nur zwei oder drei Schmetterlingsarten am gleichen Tag beobachten lassen. Am 15. September 2018 waren es aber sogar vier, von oben links: Admiral Vanessa atalanta , Kleiner Perlmuttfalter Issoria lathonia , Taubenschwänzchen Macrogossum stellatarum und ein Tagpfauenauge Inachis io, teilweise sind es Handyfotos, weil gerade nichts anderes zur Hand.

Schon seit Ende August hatte ich keine Taubenschwänzchen und Perlmuttfalter gesehen, auch die Tagpfauenaugen hatten eine längere Pause eingelegt; darum habe ich mich um so mehr über ihre überraschende Anwesenheit gefreut, und dass dieses neue und unverbrauchte Aussehen dafür spricht, dass es sich um eine Spätsommergeneration handeln müsste, und das trotz vertrockneter Brennnesselbestände ringsum und damit Futtermangel für viele Schmetterlingsraupen. Auch mit den Labkrautbeständen für die Taubenschwänzchen-Raupen sieht es nicht gut aus, selbst in meinem hin und wieder mit Wasser versorgten Garten ist das Echte Labkraut vertrocknet und kaum noch grün.

Alle vier Falter haben sich am purpurfarben blühenden Schmetterlingsflieder Buddleja davidii eingefunden, einer der wenigen zur Zeit verlässlichen und reichhaltigen Nektarpflanzen in den ansonsten dürregeschädigten Gärten und der vollkommen vertrockneten Agrarlandschaft in meiner nächsten Umgebung, die für viele Insektenarten Nahrung bietet, ob gross oder klein, Bienen, Hummeln, Schwebfliegen oder Schmetterlinge.

Fotos vom 15. September 2018 im Garten, Lüchow im Wendland, Kreis Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

12 Gedanken zu “Am Fünfzehnten vier

    • Letztens beobachtete ich in der Dämmerung ein Taubenschwänzchen. Im Gegensatz zu den anderen Faltern fliegen die auch bei +10°C, im Halbdunkel. wenn mensch eigentlich keinen Gartenbesuch mehr macht. Das macht schon Hoffnung 🙂

      Gefällt 1 Person

  1. Wirklich schön deine Vielfalt. Mein Schmetterlingsflieder blüht tatsächlich seit Anfang August. Kaum zu glauben, wo alles andere so schnell durch war. Die nachblühenden Rispen sind zwar sehr klein, aber immerhin. Eine Zeitlang waren noch Ackerhummeln dran, aber sonst habe ich nicht viele Besucher gesehen. Allerdings habe ich an den ganzen heißen Tagen tagsüber nie lange draußen gesessen. Wer weiß, was ich da alles verpaßt habe…

    Gefällt 1 Person

        • Wespen sind kaum da, denen ist der Nektar nicht genug, wahrscheinlich treiben sie sich eher irgendwo an den Obstbaumreihen entlang der Landstrassen herum, aber hier sehe ich höchstens am Tag zwei- oder dreimal eine einzelne.

          Gefällt 1 Person

          • Und die Hornissen fangen wahrscheinlich die übrigen, die sich in deinen Garten wagen. Ich hatte hier täglich so um die drei bis fünf Tiere, die die Stengel und Blätter abgegrast haben. An den Blüten sehe ich die so gut wie nie. Selbst beim Frühstück haben sie mich zum Schluß in Ruhe gelassen. Naja, hier in der warmen Stadt waren die bestimmt zahlreich, auch wenn hin und wieder irgendwo mal eine Hornisse im Vorbeifliegen zu sehen war.

            Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.