Sonnenblumen-Besuch

Wie gut, dass die Vögel reichlich Sonnenblumensaat Helianthus annuus verstreut haben; so haben sie später noch einmal etwas davon, aber auch etliche Insekten, vor allem Hummeln und Schwebfliegen finden sich dort gern ein:

Die dicken Hummel-Jungköniginnen können mit ihrem Plus-Size-Modellkörper bequem darauf landen und Nektar zu sich nehmen können.Soviel Kompfort haben ihnen höchstens noch Hohen Fetthennen zu bieten. Den eher senkrecht stehenden Blütenteller der Sonnenblume benutzen sie auch gern als Sonnenbank. Dabei werden ihre weiss bepelzten Hinterleibspartien von den Pollen so gelb gefärbt, dass man schon genau hinsehen muss um zu erkennen, dass es sich nicht um eine unbekannte Art, sondern eine Dunkle Erdhummel Bombus terrestris handelt.

Aber auch die Grossen unter den Schwebfliegen landen gern auf Sonnenblumen, hier ist es wieder eine Scheinbienen-Keilfleckschwebfliege Eristalis tenax; da haben die Männchen das irritierendere Muster mit mehr hellbraunen Anteilen, wegen dem ich immer wieder nachsehen und vergleichen muss, um mich zu vergewissern, ob es sich wirklich um die auch Mistbiene genannte Art handelt. Auf die Seite ‚www.naturspaziergang.de‘ von Andreas Haselböck komme ich dabei immer wieder gern zurück > hier .

Auch die Gemeine Feld-Schwebfliege Eupeodes corollae hat sich wochenlang nicht blicken lassen, was wenig verwundert, denn sie ernährt sich bevorzugt von Blattläusen, und die gibt es immer noch kaum. Innerhalb ihrer Gattung hat sie sehr ähnlich aussehende Verwandtschaft. Ausserdem sind die mit den blasseren gelben Flecken, wie auf dem Foto zu sehen, die weiblichen Tiere. Wie das Tierchen links daneben (auf acht Uhr) im Bild heisst, weiss ich nicht, glaube aber, es könnte eine kleine Zikade sein.

Fotos vom 25. und 26. September 2018 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

4 Gedanken zu “Sonnenblumen-Besuch

    • Schön, dass es einige der Einjährigen können, diesem zweiten Weckruf zu folgen, wenn schon das zeitgerechte Erwachen im Sommer ausgefallen ist. Ich entdecke auch beinahe täglich solche Bummelanten, die jetzt erst erschienen sind und Blüten zeigen. Obwohl wir heute wieder einen bereiften Morgen erlebt haben, sind inzwischen schon wieder Honigbienen und Ackerhummeln sowie Dunkle Erdhunmmeln unterwegs. Mittags kommen wahrscheinlich noch Fliegen und Kohlweisslinge dazu, wie gestern auch, aber die anderen Tagfalter haben anscheinend nach der Nacht von vorgestern auf gestern schlagartig alle Aktivitäten eingestellt.

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  1. Die Geometrie, die da sichtbar ist: Superb! Grandios!

    Und: Klein und groß einträchtig aiuf dem 2ten Foto zur Hand. Das mag ich auch.
    Das Kleininsejt für sich zu fotografieren, macht oft keinen Sinn, da die Grössenverhältnisse nicht sichtbar werden. Ich hatte mal so ein kleines ganz gut scharf gekriegt, dann kam eine Meldung, dass es ein bisschen unscharf sei. Was mich aber nicht sonderlich betrübt, denn auch eine Angabe: 3 – 4 mm groß hilft dabei recht wenig.

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    • Sonnenblumen sind so vertraut, immer wieder wunderschön.
      Die Winzlinge deutlich abzubilden sind für mich mit meiner Sony Cyber-Shot so unerreichbar, dass ich froh bin, wenn es ausreicht, sie als Fliegen oder Wespen auseinanderhalten zu können. Mehr Hoffnung mache ich mir gar nicht.

      Kritik solcher Art ignoriere ich. Wer Naturaufnahmen in einem der Natur zugewandten Gesamtkontext so missversteht, blamiert sich schon genug.

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