Wer kennt Krupka?

Mit dem letzten Wegabschnitt in Tschechien, durch Nordböhmen und auf das Erzgebirge zu, näherte sich am 13. Oktober 2018 die kleine, herbstliche Urlaubsreise dem Ende, aber eine Übernachtung sollte es noch auf der Südseite des Erzgebirges geben, ein paar Kilometer abseits der Autobahn. Die Farben der Felder, Bäume und Sträucher unter dem blauen Himmel im Abendlicht – schlicht schön, wohin man auch sah.
Das letzte Übernachtungs-Ziel war hatte wieder nicht ich ausgesucht und mir sagte der Ortsname nichts: Krupka.
Über das Web etwas herauszufinden, war zunächst gar nicht so einfach, da GoogleMaps‘ Algorithmen beim Aufruf der Karte fürsorglich den tschechischen Namen Krupka durch das deutsche „Graupen“ ersetzten.

Weil es sich bei der Ústecký kraj, der Region Aussig, um einen Teil des früheren Sudetenlandes handelt, und die über achthundert Jahre alte kleine Bergbaustadt Krupka / Graupen zu jener Zeit überwiegend von nach 1945 vertriebenen Deutschböhmen besiedelt war, wird es verständlicher, aber es war nicht das einzig Verwirrende.
Die Hausnummmern der Strasse Revoluční sind nämlich wild durcheinander gewürfelt, und erst nach zweimaligem Hin- und Her- und endlich noch Weiterfahrens fand sich der Hotel(gasthof) ‚Pod Kastany‘ mit der Hausnr. 133, obwohl mit Revoluční angegeben, im Kartenwerk des Navigationsgeräts gar nicht, bei GoogleMaps dagegen weit hinter dem Beginn Komenského-Strasse. Trotzdem haben genug Besucher den Biergarten mit den grossen Rosskastanien gefunden, und angesichts der Motorräder wurde mir schon um die Ruhe bange. Mit dem späteren Abend und dem Schwinden der Sonne wurde es aber sehr angenehm, wie man auf dem vom Zimmerfenster herunter fotografierten Bild sehen kann.

Das Abendessen war übrigens auch sehr gut und auch das Frühstück erwähnenswert. Seither verfolgt mich die Idee, eine Spiegeleierpfanne / Augenpfanne mit separaten Mulden zu kaufen, weil man dann die Eier so praktisch aufs halbierte runde Brötchen legen kann. Ich mag das sehr, wenn beim Frühstück warme Elemente dabei sind, und das sieht dann auch schön aus. Spiegeleierfarben hatte auch der grosse Tuff weisser Herbstastern auf einem Stück Wildnis neben dem Parkplatz, und etliche Honigbienen summten schon morgens um halb neun Uhr begeistert um die Blüten herum.

Ganz ähnliche habe ich auch im Garten, mal von einem ehemaligen Schuttplatz mitgebracht, und schon seit mehr als zwei Jahren habe ich nicht mehr so viele Bienen auf einem Fleck gesehen wie in den letzten Tagen auf diesen wilden oder verwilderten Astern. Doch das nur nebenbei und zurück zum letzten Urlaubstag – das dritte Foto in diesem Artikel ist schon vom Morgen des allerletzten Reisetages. Insgesamt sind sie also vom Abend des 13. und vom Morgen des 14. Oktobers 2018, bei und in Krupka, Nordböhmen, fünf Kilometer nördlich von Teplice am Fuß des Südabfalls des Krušné hory, des Erzgebirges. Sicherlich hätte man sich noch einiges ansehen können, die kleine Stadt hätte bestimmt noch mehr zu entdecken geboten, aber wenn Bongo das Gepäck verladen sieht und im Auto sitzt, will er fahren …

16 Gedanken zu “Wer kennt Krupka?

  1. Ihr hattet schönes Wetter, keinen Sturm und alles was zum ungemütlichen Herbst dazugehört.
    Motorradfahrer sind in der Regel immer am späten Nachmittag wieder on Tour, da wir auch so ein Lokal in D kennen.
    Ich habe Krupka in Tschechien bei Google eingegeben, der zeigte alles, auch Hotels.
    Bongo ist wie ich 😀

    Gefällt 1 Person

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