Doch noch Herbstastern

Vor einigen Wochen hatte ich gejammert, weil die sonst unverwüstlichen Herbstastern von der langen Trockenzeit diesen Jahres so stark Schaden genommen hatten, dass viele der Stängel schon vertrockneten, bevor sich Blüten öffneten. Bei meiner Rückkehr aus dem Urlaub freute ich mich, denn sie hatten einen nicht mehr erwarteten Blütenflor entwickelt.

In der oberen Galerie sieht man 3x weisse Myrtenastern Symphyotrichum ericoides , die mit ihrer späten Blütezeit und an einem halbschattigen, geschützen Standort den Bienen selbst nach mehreren Nächten um den Gefrierpunkt noch reichlich Nektar bieten. In der unteren Galerie sind violett blühende Neubelgische Astern Symphyotrichum novi-belgii oder Glattblatt-Astern zu sehen, die noch einmal frische Blätter und Blüten bekommen haben.
Die Insekten freut’s, allen voran die vielen Honigbienen Apis mellifera. Bei Sonnenschein tummeln sie sich vor allem um die weissen Myrten-Astern so zahlreich, dass es sich anhört, als wäre darunter ein Elektromotor in Betrieb.

Es sind aber auch noch einzelne Hummeln, Fliegen und Schwebfliegen unterwegs, wie oben auf Bbild 3 eine Dunkle Erdhummel Bombus terrestris, auf Bild 6, dem dritten der „lila Galerie“, eine grünglänzende Goldfliege Lucilia sericata, oder auf Bild 7, auf dem darauffolgenden Bild, die Gemeine Sumpfschwebfliege Heliophilus pendulus .

Die Fotos in diesem Artikel sind zwischen dem 14. und 21. Oktober 2018 entstanden, und seit vor einer Woche die tagsüber bis dahin fast noch sommerlichen Temperaturen jäh abgestürzt sind, fallen die Blätter unaufhörlich, aber momentan sieht es ganz so aus, als würde sowohl „Weiss“ als auch „Lila“ es noch bis in den November schaffen.

Fotografiert im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen – zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder in den Galerien anklicken.

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10 Gedanken zu “Doch noch Herbstastern

        • Wenn es nicht zu kalt wird, blühen sie bis in den Dezember hinein, ich empfinde es als Kraft und Trotz und damit positiv, darum die Rückfrage
          Aber ich habe doch auch Gartnerei-Blumen, die ich als typisch für diese Allerheiligen- und Jahresend-Phase empfinde und nicht leiden mag, das sind diese typischen „Friedhofs“-Chrysanthemen in Gelb, Weiss und Rostbraun … sie tun eigentlich nichts anderes als die Herbstastern, aber ihr Geruch und ihr von mir empfundener Trauercharakter … da bin ich dann dabei.

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        • Von solchen einfachen Astern habe ich noch nicht genug. Das sind die einzigen Blütenpflanzen, die so lange dermassen viel zu bieten haben. Von denen in Ungarn, vor zwei Wochen in Györ am Fluss, habe ich mir auch Samen mitgenommen und hoffe, das wird was, damit die Vielfalt auch bei der Blütezeit noch grösser wird.

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          • Das glaube ich! Ja, mach das!!!! Da möchte man fast noch mal von vorne anfangen mit dem Gärtnern. Vor 3 Wochen sah ich einen Vorgarten fast nur mit Astern und da waren die Bienen los, unglaublich! Total schön.

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