Ringelblumen im Oktober

Die Ringelblumen hatten sich dem trockenen Sommer verweigert und erschienen erst später, nachdem es in den Nächten kühler geworden war, im September. Seitdem blühen sie unermüdlich nach und die Insekten wissen das sehr zu schätzen.

Schon seit Jahren habe ich keine Ringelblumen-Samen mehr gekauft, bei der Selbstaussaat erscheinen aber auch von einfachen Blüten der Ringelblume Calendula officinalis immer wieder gefüllte Nachkommen dabei. Die kleinen schwarzen Insektchen auf dieser könnten geflügelte Blattläuse sein, sicher bin ich mir dabei aber nicht, denn es gibt in diesem Jahr fast keine Blattläuse im Garten, ganz gleich in welcher Farbe.

Mit der Bestimmung der Hummel auf dem zweiten Bild habe ich wegen des eindeutig grauen Streifens auch meine Probleme, denn es will einfach kein Bestimmungsschlüssel passen, darum tippe ich zwar auf eine Kuckuckshummel-Art, aber nichts ist gewiss. Es gibt eben immer wieder neue Rätsel, sogar innerhalb des eigenen Gartens.

Fotos vom 14. und 17. Oktober 2018 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

p.s.: Das Titelbild stammt aus meiner Blog-Mediathek vom vorigen Oktober, um zu testen, ob wenigstens dieses mit dem neuen Artikel in der Voransicht des Readers angezeigt wird.

30 Gedanken zu “Ringelblumen im Oktober

  1. Die Fotos sind sehr gut. Zu den Miniinsekten kann ich nichts sagen, ausser, daß sie nicht wie Blattläuse aussehen. Es sei denn es gäbe zig Variationen.
    Bestimmung von Hummeln, Bienen, Wespen und Fliegen ist mir manchmal ein Graus, weil es ja noch die Geschlechtervariation gibt.

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    • Die (Google-)Bildersuche mit den Stichworten „geflügelte Blattläuse“ ist da aufschlussreich, denn Blattläuse haben nicht nur einen Geschlechterunterschied, sondern auch jahreszeitbedingte Generationenwechsel mit verschiedenen Befruchtungs-/Nichtbefruchtungs-Stadien zu , in denen sie geflügelt bzw. nichtgeflügelt sind – total verwirrend:

      „Bei der Fortpflanzung durchlaufen die Blattläuse einen Generationswechsel (Heterogonie) in Form eines Wechsels zwischen Parthenogenese und zweigeschlechtlicher Vermehrung (meist vor Beginn der kalten Jahreszeit) mit verschiedenen Gestaltformen, die sich nicht nur in der Morphologie, sondern auch in der Lebensweise unterscheiden.
      Diese Morphen pflanzen sich außer der letzten parthenogenetisch fort.
      Viele Arten oder ganze Familien führen einen Wirtswechsel zwischen den Futterpflanzen durch. Arten, die auf ihrer Futterpflanze bleiben, nennt man monözisch, solche, die einen Wechsel vornehmen, diözisch.
      Die wichtigsten Morphen sind: 1) Stammutter (Fundatrix), schlüpft im Frühling aus dem befruchteten Winterei der bisexuellen Generation, selten schon im Herbst (Adelgidae, Tannenläuse); meist ungeflügelt; die weitere Vermehrung erfolgt parthenogenetisch entweder eierlegend oder lebendgebärend.
      2) Jungfern (Virgo, Virgines, Virginopara), die parthenogenetisch erzeugten (virginogen) und sich parthenogenetisch fortpflanzenden (virginopar) Nachkommen der Stammutter auf dem Haupt-(Winter-)Wirt, geflügelt (Alatae) oder ungeflügelt (Apterae), eierlegend oder lebendgebärend.
      Je nach Bezug zur Wirtspflanze kann man 3 Morphen unterscheiden: Fundatrigenia ist die bei wirtswechselnden Arten zunächst am Primärwirt verbleibende Morphe, die auf die Stammutter folgt; Migrans (Migrantes, Emigranten) ist die auf die Stammutter folgende geflügelte Wanderform der Jungfern (Virgo), um entweder am Primärwirt zu bleiben (monözische Formen) oder zum Sekundärwirt zu wechseln (diözische Formen). Alle am Sekundärwirt (Nebenwirt) entstehenden (geflügelten oder ungeflügelten) und sich parthenogenetisch vermehrenden Morphen nennt man Exsulis (Exsules) (= Alienicola bzw. Alienicolae, Virginogenia).
      3) Sexuparae, parthenogenetisch entstandene, geflügelte Weibchen, die oft zum Hauptwirt zurückfliegen und parthenogenetisch die sich bisexuell vermehrende Generation hervorbringen. Hier kann es Weibchen geben, die nur Männchen (Männchen-Mutter: Andropara) oder nur Weibchen (Weibchen-Mutter: Gynopara) erzeugen.
      Die so entstandenen Nachkommen heißen 4) Sexuales; die Weibchen sind in der Regel ungeflügelt, die Männchen können auch geflügelt sein. Nach der Kopulation wird das Winterei abgelegt. Zwischen den Virgines und den Sexuales können sehr unterschiedliche Beziehungen vorkommen; so kann eine bestimmte Stammutter je nach Art entweder Weibchen-Mütter und Männchen oder Virgines und Sexuparae oder Virgines und Sexuales erzeugen. Je nach Art finden sich weitere Abweichungen von dieser Heterogonie.“

      Gefunden und zitiert von der Webseite > Spektrum.de, Lexikon der Biologie: Blattläuse

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  2. Ich freue mich jeden Tag über die Ringelblumen im Garten, die wohl nicht eher aufgeben, bis der Frost ihnen den Garaus macht. Und was die Hummel betrifft, so wundere ich mich ebenfalls über das Durchhaltevermögen mancher Insekten. Ich bin vorgestern noch von einer Biene gestochen worden, die mir in den Hemdausschnitt gefallen ist. Sie kämpft offenbar bis zum Letzten.

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    • Ringelblumen habe ich schon in Dezembern blühen sehen, mit Mützchen aus Schnee. Sie halten tatsächlich kurzem Frost stand. – Die Honigbienen sind selbst heute bei bedecktem Himmel und leichtem Nieselregen an meinen Herbstastern aktiv, man muss wirklich staunen. Wenn ich jemals gestochen wurde von Bienen und Wespen, dann auch immer nur wegen solcher Notsituationen.

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  3. Hab im Frühjahr einen selbstpersönlichen gesammelten BlumenSamencocktail aus Ringelblume, Sonnenblumen und wasweissichnochalles in die Hosentaschen gestopft , Jacken brauchte man dieses Jahr ab April gar nicht mehr, und überall verteilt. Beim Gassigehen, Angeln, Geocachen …Überall eben. Leider war es doch zu trocken und vieles ist nicht aufgegangen. Doch an einigen Orten hat es geklappt und ich amüsiere mich , dass jetzt an den unmöglichsten Orten MEINE Blümchen wachsen 🤗

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  4. Komisch, hier war es doch auch trocken, aber die Ringelblumen sind wie jedes Jahr massenhaft gesprossen. Sogar direkt unter der großen alten Kiefer, wo der Boden auch staubtrocken ist, wenn es nicht gerade aus Kübeln schüttet, haben sie sich gehalten, obwohl ich sie nie auch nur mit einem Tropfen gegossen habe.
    Ich meine übrigens, bei Selbstaussaat werden sie langsam immer gelber.

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    • Irgendetwas muss bei dir ganz anders gelaufen sein, sowohl im Boden als auch bei der Farbdominanz. Anders als bei dir sind bei mir die gelben Ringelblumen mit der braunen Mitte kaum noch dabei. Die meisten sind orange, mal etwas heller, mal dunkler, immer noch viele gefüllt und mit gelber Mitte häufiger als mit Braun.

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