Es wird wieder heller

Vergangene Nacht um kurz vor halb zwölf war die Wintersonnenwende, nun werden die Tage endlich wieder länger.

2018-12-20 LüchowSss Garten - bearbeitete Färberkamille PhotoScapeArt+PaintNET

Mancher hat sich bereits in den Blog- und Weihnachtsurlaub verabschiedet, darum sind hier meine Grüsse für alle, die jetzt noch lesen, aber sich womöglich über die Feiertage blogfern halten:

Geniesst die kommenden Weihnachtsfeiertage und kommt gut ins neue Jahr – Happy Holidays and a joyful New Year!

 

39 Gedanken zu “Es wird wieder heller

  1. Sehr gelungen, dieses Bild. Eine schöne Einstimmung auch auf die Raunächte.
    Ich probiere noch herum mit Ei er Skizze, die ich grafisch bearbeiten möchte, dem Weihnachtsgetöse entsagend eine hübsch kontemplative Beschäftigung…

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    • Auf die Raunächte als mythologisch tradiertes Phänomen hatten wir vergangene Nacht schon einen stürmischen Vorgeschmack, als wäre es die Wilde Jagd oder die hier früher damit in Verbindung gebrachten Frau Gode mit ihrem Zug der armen Kinder schon zeitiger aufgebrochen.
      Mich fasziniert immer wieder die sinnvollen Verbindungen der praktischen Regeln im bäuerlichen Leben für diese Zeit mit der bildhaften Mystifizierung.
      Hast du denn schon deine Wacholderzweige für den Stall?
      Sich mit ruhigem, gerade nur so eben als Tun Empfundenem kontemplativ dem Weihnachtsgetöse zu entziehen findet bei mir grosse Zuneigung. Nicht zum ersten Mal denke ich, dass es mein Grundbedürfnis ist, mich dem Sog zu entziehen, und ein Luxus, es auch zu können.

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      • Frau Gode kannte ich unter diesem Namen nicht, vermutete aber schon, dass sie mit Frau Perchta identisch sein könnte. Die wilde Percht war auch hier gestern unterwegs, hat aber keinen Schaden angerichtet. Vielleicht ist sie Häusern wohlgesonnen, die von Holunder und Hasel umstanden sind.
        Die mythologisch tradierten Phänomene der Raunächte fesseln mich auch immer mehr. Deshalb möchte ich mich ihnen in diesem Jahr auch besonders widmen. Wacholderzweige habe ich aber leider nicht, ich weiß keien Wacholder hier in der Nähe – kaum zu glauben… Vielleicht sollte ich einen pflanzen im Garten…? Ja, das wäre ein gutes Vorhaben…
        Den Luxus, mich dem Weihnachtsgetöse-Sog zu entziehen, gönne ich mir immer mehr. Und stelle fest: je mehr ich mir von diesem Luxus gönne, umso mehr möchte ich ihn weiter ausweiten…

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        • Das müsste wohl stimmen, dass es sich da um dieselbe Gestalt unter anderem Namen handelt.
          Im Wendland war einen Holunder an der Stalltür zu pflanzen üblich, als Schutz für das ganze Jahr, obwohl man ja darunter die „Lütten Lü“, also das unterirdische Volk vermeinte, aber schlau gedacht, sie aus Eigennutz zum Schutz der Stallnähe einzuspannen, statt sie, die als übelnehmerisch galten, damit zu verärgern, dass man sie von allem fernzuhalten versuchte. Wacholder muss früher in den Wäldern sehr üblich gewesen sein, soweit ich weiss, haben die meisten aber nur zu Weihnachten Zweige geholt und an die Stalltüren gehängt, ich kenne hier bei uns aber keine solchen Bestände, sie müssen ganz und gar verschwunden sein.

          Sich entziehen zu können, ist ein Luxus, tatsächlich.

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              • Das vermute ich auch. So haben sie geradezu Seltenheitswert in den Gärten bekommen. Links und rechts vom Eingangs-Törchen zu meinem Vorgarten steht je ein Hasel. Einmal sprachen mich zwei alte Frauen darauf an, wie schön das doch sei, das sähe man ja kaum noch, solche großen Hasel mit den schönen Kätzchen.

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                • Bei mir gibt es auch zwei grössere und eine noch junge Hasel, und vor zwei Wochen habe ich noch eine ganz junge Pflanze umgesetzt, damit sie weiter wachsen kann. Gegen Haseln machen halt in jüngerer Zeit viele Allergiker mobil, da traut sich kaum noch einer, welche zu pflanzen.

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                • Natürlich sind Allergien nicht schön. Aber ich bin davon überzeugt, dass die Zunahme von Allergien direkt mit der Entfremdung vom Natürlichen zusammenhängt.
                  Die Diagnose von Plastikallergien wäre mal ein Schritt…

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                • Ja, es ist schon seltsam, dass selten die Landkinder betroffen sind, die damit aufgewachsen sind.
                  Inwieweit die Aufnahme von „Zivilisationsubstanzen“ im Zusammenhang dazu stehen mögen, will momentan wohl noch niemand wissen, es ist bisher ja auch nur selten ein Thema gewesen, dass östrogenähnliche Substanzen über die Kunststoffverpackungen von Lebensmitteln Fruchtbarkeit und Körpergewicht negativ beeinflussen, obwohl das seit den späten Neunzigern schon bekannt ist, aber weil es die Wirtschaft nur stört ….

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    • Danke, Susanne, gerade in den letzten vergangenen Tagen, wo sich erst gegen halb neun Uhr morgens das Tageslicht als „fertig“ zeigt und ab drei Uhr nachmittags schon wieder langsam zurückzieht, dazwischen aber auch kaum mehr als grauer Himmel über graubraungrünem Land zu sehen ist, da tut ein Sonnenbild gut, denn da werde ich schon nörgelig in Sachen Lichtmangel 🙂

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      • Ja, das verstehe ich. Hier auf dem Land kommt noch dazu, dass es schwierig ist, alle Arbeit, in so einen verdammt kurzen Tag reinzuquetschen. Wenn es dunkel ist, kann man draußen nichts machen. Pferdehaltung ist aber gerade im Winter sehr arbeitsintensiv und anstrengend. Ich liebe die helle Jahreszeit. 🙂

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  2. Dein geschenktes Licht ist fabelhaft und ja, auch ich freue mich auf die länger werdenden Tage und mehr Helligkeit. Die Stimmung war schon durchaus manchmal am Nullpunkt.
    Schöne Feiertage und ein sanftes Übergleiten in das neue Jahr ❤ Mathilda

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  3. Das Bild ist toll. Fast ein Van Goghsches (Zungenbrecher) Sonnenbild. Zum Thema der „heidnischen Schutzpflanzen“ und anderem mehr, kann ich das Buch „Die alte Göttin und ihre Pflanzen“ vom Ethnobotaniker Storl empfehlen. Sehr spannend! Auch, daß viele der „heidnischen“ Bräuche von der Kirche geschluckt bzw. umdeklariert wurden. Als die Pflanzen noch beseelt waren und die Menschen mit der Natur lebten….heute kaum noch vorstellbar oder?!

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