„Mein alter Verdacht, dass man nur so lange lebt, als man Neugier aufbringt, verstärkt sich …“ (Bücherberg 7/77/12)

„Mein alter Verdacht, dass man nur so lange lebt, als man Neugier aufbringt, verstärkt sich: ohne Neugier ist nicht nur das Leben, sondern folglich das Überleben unmöglich.“
So lautet der 7te Satz auf Seite 77 der Goldmann-Taschenbuch-Ausgabe „Die Vielgeliebte“, geschrieben von Jörg Mauthe (1924-1986, Wien), Journalist, Schriftsteller, Umweltschützer, Freimaurer und Kulturpolitiker, erschienen in der Rubrik ‚Austriaca‘; erstmals wurde der als Utopie bezeichnete Roman 1979 im Molden-Verlag, Wien herausgegeben.

2018-12-26 Die Vielgeliebte - Jörg Mauthe Zitat Seite 77 - 7ter Satz

Das Zitat passt wunderbar zum Jahreswechsel und zu überhaupt zu allem, um das man sich sorgt und zu jammern geneigt fühlt; um so erfreulicher als „7/77“ des zwölften Buches in meiner selbstgestellten Buch-Challenge, bevor ich den rund 25 Jahre alten, sich auflösenden Taschenbuch-Remittenden mit einem gedachten „Servus“ ins Altpapier lege.
Nicht ersatzlos, nein! Tatsächlich begegnete mir die gebundene Ausgabe der 1. Auflage aus dem Fritz Molden-Verlag kürzlich antiquarisch. Darum kann ich mich von dem zerrupften und überzählig gewordenen Taschenbuchexemplar trennen, denn nun habe ich ja wieder ein ansehnliches Stück dieses Wunderwerks des Österreichischen, das mich schon erstaunt hat, lange bevor ich mich sogar für über ein Jahrzehnt in die Nähe Wiens verheimatete und seitdem besser nachvollziehen kann, wie speziell dieses im Buch beschriebene Biotop funktioniert sich lebt. Nachvollziehen, nicht verstehen, bitte: das näher zu beschreiben sehe ich mich ausserstande.
Dazu verweise ich bei Interesse auf eine umfangreichere akademische Dissertation, die ich auf der Suche nach dem geschätzten, oben zitierten Medizinalrat im Web fand, mit dem Titel „Aber es handelt sich eben um ein phantastisches Land“, verfasst 2008 an der Universität Wien durch Herrn Mag. Markus Kóth für den angestrebten akademischen Grad des Doktor der Philosophie. Allein die Beschaffenheit der Information ist, vor allem nach meinem Leben in Österreich, für mich so perfekt und lesenswert, dass ich die > pdf-Datei zu verlinken nicht widerstehen kann, die sich mit dem Leben und den Werken Mauthes auseinandersetzt.
Das oben in Wort und Bild angeführtes Zitat zur Neugier findet sich auch in der ausführlichen Leseprobe einer anderen Ausgabe im Web, unter > Google-Books, wie weitere Bücher von Jörg Mauthe.

9 Gedanken zu “„Mein alter Verdacht, dass man nur so lange lebt, als man Neugier aufbringt, verstärkt sich …“ (Bücherberg 7/77/12)

    • Es gibt so vieles, was reizt. Mir sind die beiden Bücher, die ich von Mauthe habe, rein zufällig begegnet, ohne zu ahnen, dass Österreichisches mir irgendwann einmal näher rücken könnte, aber ich hatte mich buchstäblich in den Stil verliebt.
      Das passiert mir mit Unbekanntem oft, weil ich die Gewohnheit habe, Bücher einfach irgendwo aufzuschlagen und einige Sätze zu lesen. Dann weiss ich meistens, ob wir zusammen passen könnten.
      Es geht ja nichts verloren hier. ^^

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    • So ist das. Vor über 12 Jahren habe ich deshalb meinen Blog so untertitelt: „Lieber verwirrt als gelangweilt.“ Letztens habe ich mal darüber nachgedacht, ob das so noch stimmt. Ja, das bleibt weiterhin so stehen 🙂

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