Fünf Augenblicke im Garten

Fünf Augenblicke aus dem Garten, fotografiert bei anhaltendem Tauwetter. Über allem thronte eine der Rabenkrähen:

Rabenkrähe Corvus corone corone auf dem Eichenstamm. Die Eiche wurde wegen Sturmschäden vor zwei Jahren, genau am 24. Januar 2017, entkront > hier und wird seitdem nicht nur von Krähen und Tauben regelmässig als Aussichtspunkt genutzt, sondern es sassen seitdem schon Mäusebussard, Weißstorch und Graureiher auf der „Aussichtsplattform“.

Die Rabenkrähe beobachtete mit Interesse mein Hantieren an den Futterplätzen und den Vogeltränken, denn endlich löste sich das dicke Eis darin, so dass ich es entfernen und durch frisches Wasser ersetzen konnte. Auch wenn gerade viele Pfützen auf den Feldern und am Wegrand stehen, wissen sie das sehr zu schätzen und bemerkten es sofort.

Trotz eineinhalb frostiger Wochen hat zeigt sich diese Ringelblume Calendula officinalis weiterhin davon ungerührt, sie hat einfach die Knospe wieder etwas weiter geschlossen als noch am 18. Januar, wo sie nicht nur von Minusgraden, sondern auch Schnee überrascht worden war > hier. Wahrscheinlich hat ihr auch das Blattwerk der Kandelaber-Königskerze die Wurzeln gewärmt, von der oben angedeutet etwas zu sehen ist.

Den Rosmarinsträuchern Rosmarinus officinalis hatte ich vergangene Woche, als es nachts bis zu -7 oder -8°C fror, schnell noch ein Mäntelchen aus Tannengrün besorgt. Zum Glück liegen überall entsorgte Weihnachtsbäume neben den Gärten, die später auf das Osterfeuer kommen sollen. Bisher sieht er unversehrt aus und hat sogar helle, leich behaarte Knospen für die spätere Frühjahrsblüte bekommen.

An einer geschützten, wenn auch leider dämmerigen Stelle fand ich immernoch einige durchhaltende Blütenstängel der Gelb-Skabiose Scabiosa ochroleuca, die offenbar mit dem geringen Lichtangebot im Winkel zwischen Haus und Garage, auf der anderen Seite beschirmt vom alten Kirschbaum und einem dichten Ilex ausreichend zurechtkommt, um dort durchzublühen, statt sich auf einen einjährigen Auftritt zu beschränken.

Fotos vom Vormittag des 27. Januar 2019 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

22 Gedanken zu “Fünf Augenblicke im Garten

    • Sowas um den Dreh war es heute Mittag hier auch, da liess sich die Sonne kurz blicken. Wenn Löwenmäulchen einen guten Standplatz gefunden haben, können die auch ganz Erstaunliches und fragen nicht nach der Jahreszeit.

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  1. Herrlich die Rabenkrähe als Kontrast zu den leuchtenden Farben. Bei uns sieht es momentan auch nicht viel anders aus, die gelben Margariten bringen Farbe ins sonst vorherrschende Grün. Heute war ein besonders schöner Tag mit transparentem Licht und kühler Unterströmung in der Atmosphäre.

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  2. Es ist ein merkwürdiger Winter. Vor zwei Tagen sah es so aus, als ob er auch hier in unseren Regionen Einzug halten wollte. Satt des erhofften Schnee, klettert das Thermometer innerhalb von zwölf Stunden von 6° minus auf 7° plus. Es treibt Osterglocken und Gänseblümchen zum Knospen. In anderen Regionen Deutschlands, liegt der Schnee ein Meter hoch. Mal Kopp schüttel.

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    • Ich glaube ja, da kommt noch etwas nach, das wäre zumindest hier nicht das erste Mal. Gänseblümchen blühen übrigens absolut immer, auch im Winter, unter dem Schnee. Kein Wunder, dass die so nahrhaft sind.
      Erstaunlich war der heftige Schwenk in der Temperaturgestaltung für unsere föhnlose Region aber tatsächlich. So etwas kenne ich nur aus meinen Jahren in Bayern und Österreich.

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  3. Erstaunlich tapfer diese Pflänzchen! Auf dem Balkon richtet sich eine Ringelblumenblüte auch gerade wieder auf, obwohl die Töpfe gefroren waren. Der Rosmarin kommt bei mir rein und blüht jetzt. Er blüht bei mir immer im Winter, meist im Februar. Ist das nun seine angestammte Blütezeit oder was?? Erstaunlich jedenfalls, daß deiner es draußen aushält! Grüße an die hübsche Krähe 🙂

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    • Die Angaben zur Blütezeit des Rosmarins im Freiland sind vage, es muss wohl viel vom Klima abhängen, wie die Mandelblüte.
      Mein Rosmarin ist im Topf schon alt geworden und hat seine Winter zwischen Terrasse und Wohnung verbracht, je nach Kälte. Im vergangenen Jahr habe ich ihn ausgepflanzt, wie meine unbezähmbar wachsenden Rosmarine im Garten am Neusiedler See, die da draussen alles mitgemacht haben. Ich denke mal, der Standplatz ist günstig, es wird schon gutgehen.

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      • Sie sollen sich ja anpassen können, aber ich bin mir unsicher, also kommt er bei mir rein. Eigentlich hatte ich ihn hauptsächlich für die Insekten besorgt, aber die haben von ihm nix. Dafür meine Küche 😉 Dieser wächst extrem üppig, erst recht, seitdem ich nach vielen vielen Jahren gepeilt habe, daß die Kräuter in Töpfen sehr viel trinken!!

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        • Im Topf allein würde ich ihn auch nicht auf dem Balkon lassen. Wenn ich meinen, solange er noch Topfbewohner war, im Winter draussen liess, war er immer eingebettet in einen Korb mit Zeitungspapier o.ä. auf der Terrasse, ganz nah am Haus gestanden.

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          • So in der Art mache ich das auch und mein Oregano überlebt das meistens, auch wenn der manchmal erst mal weggefroren ist. Aber beim Rosmarin hatte ich immer Bedenken. Im Topf ist es doch noch mal was anderes.

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  4. Für mich sind deine Gartenbilder sehr tröstlich. Ich schaue in sehr schell fallenden Schnee vor dem Fenster, der Tag war dunkelgrau und nun wird es bald ganz dunkel sein.
    liebe Grüße
    Ulli

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