„Prunus …“

Hübsche, kleine, namenlose Baumblüte aus der „Prunus“-Familie im Garten, an langen Stängeln gestern geöffnet:

2019-03-19 LüchowSss Garten nachmittags Prunus-Blüten (1)

Aber es ist keine Schlehe, keine Zwetschke. überhaupt kein Obstbaum, den ich gekauft habe, sondern eine inzwischen zu einem hohen und stolzen Baum herangewachsene sogenannte Veredelungs-Unterlage eines solchen.

2019-03-19 LüchowSss Garten nachmittags Prunus-Blüten (2)

Ursprünglich sollte diese Unterlage einer rotlaubigenen und rosablühenden Spielart der Schlehe zu Wüchsigkeit verhelfen, was ich nach mehren Jahren des Wartens auf Wachstum aufgegeben und mich dafür entschieden habe, stattdessen die vitalere Unterlage zu fördern. Natürlich würde ich der gern einen Namen geben, aber dazu weiss ich momentan noch zu wenig.

Im Allgemeinen wird als Unterlage zur Veredelung ein robustes Mitglied aus dem gleichen Artenkreis gewählt, also in dem Fall aus dem riesigen Bereich der Pflaumenverwandtschaft Prunus. Auch wenn es sich um die Unterlage für eine rotlaubige Schlehe handelt, wurde dafür wegen der ansonsten unbezähmbaren, schlehentypischen Wurzelausläufer nicht die Wildform der Schlehe gewählt, das wäre ja auch einfach zu erkennen. Die Schlehen blühen hier übrigens auch noch lange nicht, diese „Unterlage“ hier ist (bis auf die Aprikose) sämtlichen anderen Prunus-Kollegen im Garten und in der Umgebung weit voraus, auch den Kirschpflaumen, die ansonsten die frühesten wären.

Besonders rätselhaft ist es, dass sich in diesem seinem zweiten Jahr mit Blüten diese Blüten viel früher zeigen als im vergangenen Jahr, wo sie erst im April zusammen mit den Blättern zu sehen waren, hier > Mal sehen, was daraus wird – wozu ein Fruchtansatz im Sommer bzw. Herbst hilfreich gewesen wäre, zu dem es aber nicht kam. Vielleicht klappt es damit ja in diesem Jahr?

Fotos vom 19. März 2019 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

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6 Gedanken zu “„Prunus …“

    • Danke für den Hinweis, Gerda. Eine gewisse Verwandtschaft besteht mit Sicherheit, wie ja alle üblichen Obstbäume als Rosengewächse gewisse Ähnlichkeiten der Blüten aufweisen, und gerade zwischen den Prunus-Arten, zu denen all die Kirsch- und Pflaumenvielfalt zählt, ein unglaublich breites Spektrum bekannter Wild- und Zuchtsorten und darüber hinaus auch noch spontane Hybriden möglich sind. Wissenschaftlich-genetische Untersuchungsmöglichkeiten mal ausser Acht gelassen, geben oft erst die Früchte bzw. deren Kerne darüber näheren Aufschluss.
      Bei deinem Baum im verlinkten Artikel fallen mir die wunderbaren roten Staubbeutel auf, wie sie mir sonst von Birnen vertraut sind.

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