Rotpelzige Sandbiene und blaue Garten-Hyazinthe

Miteinander besonders schön – die Rotpelzige Sandbiene an der blauen Garten-Hyazinthe:

Nachdem man deutlich die Sammlungen von weisslichen Hyazinthen-Pollen an den Beinen erkennen kann, muss es sich wohl um ein weibliches Exemplar der Rotpelzigen Sandbiene Andrena fulva handeln, die sich auf der Garten-Hyazinthe Hyacinthus orientalis durch die blauen Glöckchen durcharbeitet.

Ausserdem sehen die Männchen der Rotpelzigen Sandbiene überraschender Weise vollkommen anders aus, tragen keinen prachtvoll bernsteinfarben und fuchsrot leuchtenden Pelz von oben bis unten, sondern ähneln mit einem rötlichbraunen Rückenpelz und dunklem Hinterteil vielmehr der häufigen Rotendigen bzw. „Rotschopfigen“ Sandbiene.

Je mehr Aufmerksamkeit ich den Wildbienen widme, desto interessanter finde ich sie. Nicht nur zu sehen, welche Blüten ihnen etwas zu geben haben und zu überlegen, ob ich wohl Nistgelegenheiten anzubieten habe oder was ich dazu tun könnte, sondern auch die Vielfalt ihrer Lebensweisen nachzulesen, etwas als aussergewöhnlich zu bestaunen, ohne einen Fuss aus dem eigenen Garten zu setzen: das finde ich Jahr für Jahr faszinierender.
Auf der Webseite zur > Rotpelzigen Sandbiene Andrena fulva | www.wildbienen.de ist zu dem, was notwendig ist, um die schönen Wildbienen zu beheimaten, deutlich beschrieben, dass die Kunst im Unterlassen allzuvielen Tuns liegt.

Fotos vom Mittag des 29. März 2019 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

18 Gedanken zu “Rotpelzige Sandbiene und blaue Garten-Hyazinthe

  1. Das Hyazinthenblau ist betörend, die rotpelzige Sandbiene dazu ein wunderbarer Kontrast!
    Ich las vor einiger Zeit, dass die zunehmende Imkerei, die daraus entstand, dass es überall hieß, die Bienen würden sterben, wenn wir nicht uns kümmern würden, dazu führte, dass die Wildbienen stark zurückgingen. Wieder einmal war gut gemeint nicht gut gemacht, da finde ich es doch löblich, wenn du über Nistmöglichkeiten für die Wildbienen nachdenkst.
    herzliche Grüße
    Ulli

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    • Der Nützlichkeitsgedanke scheint mir das Problem zu sein. Honigbienen zu halten gibt dem sozialen Umfeld mehr strukturierte Möglichkeiten zur Anerkennung des Tuns als ein „unordentlicher“ und „nachlässiger“ Garten in dem man ja für die konventionell denkenden Beobachter nichts tut, als Lebensraum zu bieten.

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    • Hachja, das verstehe ich so gut! So ist das, wenn man entdeckt hat, wieviele interessante kleine Dinge unter der Kamera zum Erlebnis werden können, ohne grossartig herumzureisen. 🙂
      Bei mir mit meiner allzu feldwirtschaftlich geprägten Umgebung jenseits des Gartenzauns ist der Erlebnisfaktor auf Spaziergängen (leider!) auch geringer als auf den eigenen paar Hundert Quadratmetern. Das gibt schon zu denken.

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        • Flachland verführt die Landwirtschaft immer zu grossflächiger Ausbreitung, es gib zuwenig natürliche Beschränkungen.
          Die in den 70er und 80er Jahren mit grossem Aufwand angelegten Windschutzgürtel wurden vor allem in den letzten Jahren zunehmend durch Unverstand seitens der „Landschaftspflege“-Personals der Samtgemeinde zunehmend zerstört, indem ausgerechent das Strauchwerk zwischen den Bäumen dezimiert wurde, das zuvor doch nach ausgewählten Gesichtspunkten beschafft, gepflanzt, sogar durch einen Wildzaun geschützt worden war.

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            • Eine Samtgemeinde ist eine künstlich geschaffener Verwaltungskonstrukt, in der Regel mehrere Gemeinden, meist um eine Kleinstadt oder einem dominierenden Marktflecken, eine gemeinsame Verwaltungseinheit bilden. Ignoranz ist in der Verwaltung offenbar kein Karriere-Hindernis. Nach meinen Beobachtungen queren die Ressortleiter unabhägig von Fachgebieten durch die gesamte Verwaltung, und dienen sich nicht durch Fachkompetenz, sondern durch die zunehmenden Umfänge ihrer verantworteten Haushaltsetats nach oben.

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  2. Abgesehen von den hübschen Wildbienen, sehen die Hyazinthen in dieser Nahaufnahme wie gemalt aus. Wie ein Gemälde. Ganz toll! – Ja, die Welt der kleinen Tierchen ist faszinierend und wie du schon sagst, man muß dafür nicht mal weit gehen. Man kann schon so viel direkt vor seiner Haustür entdecken!

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