Amsterdam – Donnerstags zum Rijksmuseum

Ein neuer Morgen in Amsterdam: für den Donnerstag war ein Besuch im Rijksmuseum vorgesehen, also standen wir zeitig auf und schlenderten als wir gegen halb zehn über die Nieuwe Spiegelstraat und Spiegelgracht. Man kann schon von der Strassenecke Keizersgracht – Nieuwe Spiegelstraat das Museumsgebäude in der Ferne sehen, so dass es einem näher vorkommt, als der Weg sich über seine fünfhundert Meter doch hinzieht. Es waren zwar schon Radfahrer unterwegs, aber nur vergleichsweise wenige Fussgänger, was nicht weiter wundert, denn die meisten Geschäfte dortherum öffnen erst um zehn Uhr. Die Prinsengracht lag ruhig und spiegelte das Morgenlicht.

Ab der Spiegelgracht nahm die Dichte der Schaufenster mit Etagenvasen und Giebelhäusern zum Sammeln aus blauweissem Porzellan deutlich zu, wie auch mehr als Touristen erkennbare Menschen dem grossen Museumsgebäude zustrebten. Kurz vor dem Museum brummte der Berufsverkehr über zwei Querstrassen, Weteringschans und Stadhouderskade. Was für ein Kontrast! Und dann kam auch schon der Vorplatz des Rijksmuseums. Das niederländische Nationalmuseum befindet sich im Stadtteil Oud-Zuid, wurde 1876 begonnen und 1885 eingeweiht.

Das Museum ist auf vier Stockwerken mit 80 Sälen den Künsten, dem Handwerk und der Geschichte gewidmet. Die Verwendung von Gotik- und Renaissanceelementen nimmt Bezug auf das „Goldene Zeitalter“ der Niederlande und die auch die allein schon für sich sehenswerte Dekoration der Innenräume greift Elemente der Kunstgeschichte auf. Durch Künstlerwettbewerbe wurden B. van Hove und J. F. Vermeylen für die Skulpturen, W. F. Dixon für die Glasgestaltung und G. Sturm für die Malerei ausgewählt. Die moderne Eingangshallen-Gestatung entstand bei der letzten Renovierung zwischen 2003 – 2013, nach Plänen der spanischen Architekten Antonio Cruz und Antonio Ortiz.

In diesem Bereich befinden sich Infostand, Kartenausgabe, Garderobe, Café etc., und mit den online vorbestellten Eintrittskarten waren wir schneller im Museum. Ich war überrascht, wie nah man den Gemälden kommen darf, unter zahlreichen wachsamen Augen zwar, aber dennoch. Anfangs verteilten sich die Besucher noch recht locker über die Räume, mit viel Musse konnte man oft als einzige Person vor einem Bild stehenbleiben. Gegen elf Uhr kamen mehr und mehr Schulklassen verschiedener Nationalitäten ins Museum. Es lohnt sich wirklich, früh aufzustehen, weil man sonst hinter den Trauben von jungen Menschen manches bekannte Werk kaum noch von nah zu sehen bekommt.

In der dritten Galerie sind einige Eindrücke vom Museumsrundgang zu sehen; die Bilder bitte zum Vergrössern und einzeln Betrachten anklicken, beschriftet sind sie auch.
Gegen zwölf Uhr mittags waren wir in jeder Hinsicht „durch“, viel mehr Eindrücke ware kaum noch zu verkraften. Einfach nur die Grachten oder Altstadtstrassen entlang zu laufen finde ich weniger anstrengend.

Zur Erholung machten wir uns deshalb nach einem letzten Blick auf das Rijksmuseum von der nächsten Strassenecke an der Stadhouderskade auf zum Stadtviertel De Pijp und dem Albert Cuyp-Markt. Aber das ist nun wieder ein Erlebnis für einen eigenen Beitrag. Die Bilder vom Besuch des Rijksmuseums sind vom Morgen bzw. Vormittag des 11. April 2019, Amsterdam, Nord-Holland, Niederlande. Zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder anklicken.

7 Kommentare zu „Amsterdam – Donnerstags zum Rijksmuseum

  1. Jezus! Ik ben er kapot van … Wat mooi … Das Museum an sich, ist schon wonderbar schön … , und dann … (diepe zucht!), … Sie kommen nächstens Jahr wieder nach Amsterdam, dann wird es wieder Sail geben: ‚Amsterdam Sail 2020‘, davon bin ich überzeugt, dass Sie dabei sein mochten … Wen Sie wissen wie es schmeckt… Ja … * Amsterdam, 25 april 2019 * http://www.friedabblog.wordpress.com *

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    1. Ja, ik heb de smaak. Vandaag heb ik zelfs gegoogeld als het niet beter zou zijn om met de trein naar Amsterdam te komen, maar ik woon hier achter de maan, het zou zoveel duurder zijn …
      Ik heb „De Pijp“ gewoon in de blog losgelaten. Heb je niet geschreven dat je daar een kind was?

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