P10 Themenwort W#06: Ordnung

Beim Projekt 10 vom Wortman lautet das > P10 Themenwort W#06 vom 6. März 2022: Ordnung.

Mein Verhältnis zur Ordnung ist differenziert, beim Wie kommt immer darauf an, wo oder wobei sie Beachtung finden soll. Im Blog oder in Büroangelegenheiten bin ich geradezu pingelig, beim Kochen lege und stelle ich die Dinge ordentlich bereit und beseitige zwischendurch Unnötiges, beim Umziehen packe ich gern gut durchdacht und ordentlich beschriftet, aber im Garten überlasse ich der Natur weitgehend freies Spiel und führe nur ein bisschen Regie.
Wo es ordentlich sein muss, ist in einer Werkstatt oder im Museum:

09072008 H Dorfmuseum Mönchhof 027 Hutmacherladen

Auf dem Foto sieht man hölzerne Hut-Modeln, wie sie ein Hutmacher braucht, um die Hutrohlinge aus Wollfilz oder Stroh mithilfe von Wasserdampf in die richtige Form und Grösse zu bringen. Sie mussten also nach Grössen und Formen geordnet werden, damit der Hutmacher bei einem Auftrag gleich das Richtige zur Hand hatte.
Ordnung erleichtert die zügige Arbeit und das wirkt kompetent auf den Zuschauer – das gilt nicht nur für Handwerker.

Das Foto ist vom 9. Juli 2008, aufgenommen im Dorfmuseum Mönchhof in der burgenländischen Gemeinde Mönchhof im Bezirk Neusiedl am See in Österreich.

7 Gedanken zu “P10 Themenwort W#06: Ordnung

    • Das kommt wohl darauf an, was man erwartet. Für einen dörflichen Hutmacher Anfang des 20. Jhs. mit ein paar hundert Kunden, die er namentlich kannte, ging das so wunderbar. Da bedeutete Ordnung, dass die Modeln übersichtlich zur Hand waren, und nichts anderes im Regal herumliegt. Kein angebissener Apfel, keine Mausefalle, keine Stoffreste, nichts ausser den Modeln.

      Es gibt Leute, denen eine Blechkiste voller unsortierter Schrauben und Nägel ordentlich genug ist, und andere, die alles nach Länge, Durchmesser und Kopf sortiert haben wollen und dafür eine Exel-Tabelle anlegen. Wem’s hilft, dass er sich besser fühlt ….

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    • Ich war ja nun lange nicht dort, aber als wir quasi nebenan in Neusiedl wohnten, war ich auch mehrfach dort. Es ist einfach ein schöner Platz.
      Der kleine Friseurladen war für mich auch hinsichtlich meiner Vorfahrenschaft andernorts interessant, denn solche Einrichtungen sahen vermutlich um 1920 /30 herum alle so ähnlich aus.

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