Vögel am 2. Dezember 2013 – Graugänse und Schwäne auf Durchzug

 

Graugänse- und Schwanen-Hin und Her bei Lüchow am Vormittag. Ein schöner Zug Schwäne flog gleich nach den Gänsen bei Banneick über den Königshorster Kanal hinweg .

 

Fotografiert am 2. Dezember 2013, in der Feldmark zwischen Lüchow und Wustrow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

11 Gedanken zu “Vögel am 2. Dezember 2013 – Graugänse und Schwäne auf Durchzug

    • Das gibt es, glaube ich, im Tierreich auch nicht, wahlloses Durcheinander. Selbst wenn auf uns ein Ameisenhaufen oder Starenschwarm chaotisch wirkt, haben sie immer etwas Formgebendes, für sie Sinnvolles und jedes Teil darin spürt es und folgt dem.

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        • Physisch auch günstig, wahrscheinlich, aber es spart den Tieren auch Stress, wenn es immer eine gibt, die „dran ist“ mit der Führung. Mich fasziniert, wie sie wissen, wann sie sich ablösen.
          Menschen, die ein wahlloses Durcheinander verspüren, tragen es wahrscheinlich im Inneren, haben kein Gefühl für sich selbst als Persönlichkeit. Für Ordnung muss jeder selbst sorgen, zuerst in sich; dann kommt die betreffende Person auch mit dem Draussen nicht durcheinander.

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          • oh ja, naturgemäss sind struktur und ordnung doch die grundlagen unseres universums. sie bilden sich und verändern sich wieder zu einer neuen ordnung. wie du sagst, auch im menschen ist diese ordnung vorhanden. aber manchmal kommt diese innere ordnung – zum beispiel in form von schicksalsschlägen (krisen in der jugend, baby-blues, arbeitslosigkeit, einsamkeit, krankheit, krieg, die liste ist leider unendlich lang…) – aus dem gleichgewicht. kein einfaches unterfangen, im gleichgewicht mit sich zu sein, um in formation fliegen zu können, oder!?

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            • Sicher nicht, aber man muß ja nicht Formation fliegen. Warum sollte das ein Ideal sein?
              Abgesehen davon folgt jeder Leidende seinem inneren Leitsystem, das ihn weiter führt, je nach Persönlichkeit zu Absturz, Zwischenlandung, weiter … Auch das ist – aus der Distanz betrachtet, Regeln unterworfen, wenn auch nicht immer denselben, die alle kennen.
              Gäbe es die menschliche Wahrnehmung dieser Verwirbelungen bei uns und unseren Mitmenschen nicht, würden wir uns geistig und emotional kaum von einem Schwarm Sardinen unterscheiden.

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              • ich persönlich glaube, der urwunsch des menschen ist als teil des ganzen zu sein, nähe zu spüren und in interaktion mit den anderen teilen des ganzen zu sein, aber natürlich seine eigenart beibehaltend. dies nenne ich für mich eine formation 😉
                wow, ist ein komplexes und schier philosophisches thema!!
                ich arbeite schon lange mit psychisch behinderten menschen zusammen (teilzeit) und sehe dort so viele, die ihre balance verloren haben. menschen, die auch teile in diesem system sind, aber kaum mehr fähig zur selbstorganisation (ohne oder mit sehr wenig austausch mit der umgebung), auch ohne den tief erfüllenden schutz der stabilen strukturen.
                und leider sehe wie das empowerment immer noch nicht verwurzelt ist…in diesem falle ist das system im system im ganzen im ungleichgewicht!!! keine ahnung, ob meine, etwas unausgegorenen gedanken verständlich sind (deutsch ist auch nicht meine muttersprache und macht die sache nicht einfacher).

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                • Das ist schon ganz klar verständlich und nachvollziehbar, aber desolate gesellschaftliche Ausnahmen, ganz gleich, wie viele es sind, stellen, ebenso wie vierblättrige Kleeblätter, die Abweichungen von einer vorausgesetzten Ordnung dar.
                  In deinem Eingangssatz „manchmal ist wahlloses durcheinander nicht angesagt…“ ist, so wie ich ihn verstanden hatte, möglicherweise, wie du sagst, deine Intention „lost in translation“ gegangen.

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                • (in schweizerdeutsch – auch eine fremdsprache für mich – verwendet man das wort auch für erwünscht/nicht erwünscht) scheibenkleister „lost in translation“ ist jetzt im nachhinein auch für mich zutreffend
                  …und wenn etwas nicht erwünscht ist, spendet die gesellschaft oft zu wenig aufbauende energie für die „verwirrten“…damit sie langsam in ihre teilordnung wiederfinden könnten. (ich rede ganz klar auf der gefühlsebene 😉

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                • Ich bin schon draufgekommen: worin der Punkt des Nicht-Verstehens deines ersten Satzes besteht.
                  Es war meine Auffassung von diesem Satz als Lobgesang auf die Ordnung
                  Dem wollte ich dahin gehend widersprechen, dass nicht die menschliche Wahrnehmung offensichtlicher Ordung bzw. gleichmacherischer „Ordnungssinn“ das Mass aller Dinge sein sollte.
                  Eigentlich etwas ganz Ähnliches, auf was du hinauswolltest, wenn auch von einer weniger verallgemeinernden Position aus.
                  Lustig. Wir wollten etwas ganz Ähnliches zum Ausdruck bringen .-)

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