Muscheln, Herbstzeitlosen und die Stadt




Als ich mit Bongo den Morgenspaziergang entlang des von Bauarbeiten aufgewühlten Ufers der Mosoni Duna, der Kleinen Donau machte, fand ich die Muscheln zwischen Bergen von ausgebaggertem Flussschlamm und die Herbstzeitlosen auf noch nicht davon bedeckten Grasflächen an einer Böschung. Ohne die Arbeiten am Uferbereich hätte das sicher einige der zarten krokus-ähnlichen Pflanzen mehr gegeben, kann ich mir vorstellen. Aber ich will es auch nicht schlechter machen, als es tatsächlich ist: die Bemühungen darum, Zerstörungen weitgehend auf das Notwendige zu beschränken sind offensichtlich. Beispielsweise kann man erkennen, dass die Bäume entlang des Ufers nicht alle einfach gefällt werden, damit die Arbeiten einfacher werden.
Die Nebelkrähe aus dem Eintrag zuvor ist mit Sicherheit eine erklärte Anhängerin der Flussarbeiten, denn wann bekommt ein Stadtvogel sonst schon Muscheln serviert?
Die Herzen auf der Mauer sind nur ein kleiner Ausschnitt, die ganze alte Mauer ist über die Jahre hin bunt bemalt worden.

Fotos vom Morgen des 12.Oktober 2013, Györ, Ungarn. – Zum Vergrößern bitte die Bilder anklicken.

6 Gedanken zu “Muscheln, Herbstzeitlosen und die Stadt

  1. Welchen Zweck hatten denn die Bauarbeiten: Hochwasserschutz durch Befestigung/Verbauung/Dammerhöhung oder durch (wenigstens ein bisschen) Renaturierung/Aufweitung etc.? Sieht eher nach ersterem aus…

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    • Du hast vollkommen richtig erkannt, dass es sich um Schutz- bzw. Restaurierung von Schutzmaßnahmen handelt, Ich weiß, dass die Hochwassermarke vor einigen Jahren (hab irgendwo in den kommenden Bildern eines davon) die Deichkronen überstiegen, Wie weit diese Steinbefestigung auch außerhalb der Stadt gehen, weiß ich nicht.
      Sie war früher schon da, nennt sich auch „Kai“ und ziehen sich durch das Stadtgebiet, mit dicken Pollern für Schiffe, die zwar heute dort nicht mehr wirklich verkehren, aber zahlreiche Boote, Anglerboote vorwiegend, so als hätte jeder alte Györer eines dort geparkt liegen.
      Andererseits zeigt ein Blick auf die Karte, dass Renaturierung des Flusses aufgrund seiner Beschaffenheit zuvor nicht das Thema zu sein braucht, der Auwald beginnt am westlichen Stadtrand.

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      • Danke für die ausführliche Antwort und die tollen Karten!
        Ich denke auch, dass sich bei dieser Umgebung mit naturnahen (sieht wenigstens so aus) Auwäldern, Altarmen etc. der Eingriff an den Ufern im Stadtbereich nicht so schlimm auswirkt.
        Etwas weiter östlich/nordöstlich von Györ sieht es ja erst recht spannend aus, was ausgedehnte Altarme/Altwässer und Auwälder angeht….

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