Reifmorgens an der Futterstelle

Vorgestern Morgen lag alles unter Raureif, und ich war gerade damit beschäftigt, die von den Vögeln am vorigen Nachmittag bis zur Dämmerung noch geleerten Behältnisse aufzufüllen, als sich die Blaumeise vom vorigen Beitrag schon währenddessen einstellte. Sie war aber nicht der einige Vogel, der es kaum abwarten konnte:

2018-12-05 LüchowSss morgens im Garten Rabenkrähe (Corvus corone corone)

Auch eine der regelmässig im Garten patroullierenden Rabenkrähen Corvus corone corone flog bereits ein, kaum dass ich mich mit meinem Futtereimer zum Gehen gewendet hatte. Die einzelnen Teile des fettgetränkten und stark danach duftenden Streufutters sind zwar klein, aber die Nachlese scheint sich selbst für die grossen schwarzen Vögel zu lohnen.

2018-12-05 LüchowSss morgens im Garten (2) Futtereimer

Lange Zeit hat man den Vögeln keinen Geruchssinn zugetraut, seit einigen Jahren weiss man allerdings, dass verschiedene Arten unterschiedlich gut, manche unter ihnen sogar hervorragend Gerüche wahrnehmen und dies zum sozialen Erkennen, zum Wittern von tierischen Nesträubern, zur Orientierung in der Landschaft und bei der Futtersuche einsetzen.
Dass ausgerechnet die Meisen und die Aaskrähen als Liebhaber tierischer Nahrung immer sehr schnell vom frischen Futter „Wind bekommen“, könnte also nicht nur an der visuellen Beobachtung meiner wiedererkannten Person liegen.

Fotos vom frostigen Morgen des 5. Dezember 2018 im Garten, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen.

5 Gedanken zu “Reifmorgens an der Futterstelle

    • Krähen lieben Walnüsse, das ist mir auch schon aufgefallen. In der Nähe sammeln sie Nüsse und werfen sie aus der Höhe auf die Strasse, um sie zu zerschmettern.
      Leider haben wir keinen Walnussbaum, Bongo wäre gleichfalls interessiert, er ist ein begabter, akribisch die Kerne und Krümel auslösender Nussknacker, da hätten die Krähen ebenfalls Grund zu schimpfen.

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  1. Ich habe es bislang nur vermutet, nun ist es amtlich, dass Vögel eben auch riechen können, besonders wohl die Meisen, sie sind zumindest immer als erste hier bei meinen Futterstellen, dieses Mal vermisse ich die Amseln.
    herzlichst, Ulli

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    • Das denke ich auch. Wie hätten die berühmt gewordenen, Milchflaschenkapseln aufhackenden englischen Meisen sonst wissen sollen, dass sich der Einsatz lohnt?
      Amseln sind bei uns vorort, weil es aber noch nicht anhaltend kalt ist , wühlen sie lieber im Laub herum.

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