Garten – am letzten Tag im Juli

Fotos von der Wiesen-Insel im Garten vom selben Tag sind im Eintrag > Die Verwandlung der Margeriten-Insel vom 2017-09-27 zu sehen. Auf dem ersten Bild in diesem Eintrag ist, wenn auch nur klein, eine weitere Insel zu sehen, die sich in dieser Wachstumssaison verwandelt hat. Im vorigen Jahr noch ein relativ trockener und magerer Fleck, hat sie sich im Laufe des Sommers zur Schafgarben-Insel dieses Jahres entwickelt, mit dichtem Bewuchs und zahlreichen Insekten. Dahinter, an der linken Seite der Korea-Tanne, liegt der Standort der > Rosa viridiflora – die Grüne Rose aus dem vorigen Beitrag.

 

Allerdings gibt es die Korea-Tanne Abies koreana inzwischen nicht mehr, weil sie einerseits unten herum sehr ausladend wurde, aber andererseits im oberen Bereich durch den fast immer kräftig vom Feld in den Garten wehenden Westwind im Wuchs zunehmend ungleich. Auf dem Foto sieht man ihr das nicht an, aber im September war die Entscheidung gefallen. Die Grüne Rose steht aber auch ohne sie immernoch gut da. Aber ich greife vor, noch sind wir hier ja erst beim Datum vom 31. Juli 2017, als der Wasserdost Eupatorium cannabinum in einer etwas schattigeren Ecke des Gartens gerade blühte (Bild 2). Im Gegensatz zu Sommern der Jahre zuvor waren allerdings kaum Schmetterlinge an dessen Blüten, sondern in erster Linie verschiedene Schwebfliegenarten und einige Hummeln. Die Schwebfliege auf dem Foto ist mir noch nicht so oft aufgefallen wie ihre grosse Verwandte: diese hier ist eine Kleine Keilfleckschwebfliege Eristalis arbustorum. Um dieselbe Zeit zeigten sich ganz in der Nähe der „Insel“ auch am Gewöhnlichen oder Echten Alant Inula helenium die ersten gelben Blüten (Bild 3), und ich konnte feststellen, dass er sich außerdem versät hatte. Das finde ich natürlich ganz super, und ich habe einige der Jungpflanzen vorsichtig ausgegraben und an verschiedene Stellen im Garten verteilt. Jetzt, einige Wochen später, sind sie alle wohlauf und gut angewurzelt, und ich bin gespannt, wie es ihnen im kommenden Jahr dort gefällt. Mir ist er ja auch rein zufällig in den Garten gekommen, also hoffe ich auf reiche Vermehrung, denn die wilden Bienen lieben seine Blüten.

 

Auch alles ungefähr am selben Fleck versammelt sind die Pflanzen dieser drei Bilder, auf dem mittleren sind alle zugleich: die Kandelaber-Königskerze Verbascum olympicum, der purpurn- bzw. magentafarben blühende Schmetterlingsflieder Buddleja davidii und dazwischen die ziegelroten Blüten einer unermüdlich blühenden Saatmohn-Pflanze Papaver dubium.
Die Riesen-Goldrute, die sich in den Schmetterlingsfliederstrauch hineingemogelt hat, kann man noch kaum erkennen, weil sie gerade erst die Knospen öffnete, aber sollen sie nur machen. Ich bin sehr dafür, dass sich Pflanzen von allein so zusammenfinden. Ich stelle immer wieder fest, dass die Farben von Blüten sich erstaunlich viel besser miteinander vertragen, als wenn man sie als Kleidungsstücke miteinander kombinieren würde. Deswegen bin ich auch immer wieder begeistert von Ebereschen mit orangen Fruchtdolden zwischen hellgrünen Blättern vor leuchtend blauem Himmel:

 

In diesem Jahr waren die Früchte der Ebereschen Sorbus aucuparia ganz besonders früh reif (Bild 7), aber auch wenn inzwischen fast acht Wochen vergangen sind: kein Vogel hatte bisher Interesse an ihnen, während sie im vorigen Jahr schon aufgefressen wurden, bevor sie überhaupt ganz reif waren. Diesmal fallen sie einfach herunter.
Auf dem 8. Bild – hier in der Mitte – sind im sonnenbeschienenen Hintergrund wieder der Wein, mit der Kandelaber-Königskerze dahinter, und der Schmetterlingsflieder mit der Goldrute zu sehen, aber vorn im Schatten der Kübel mit den Sumpfschwertlilien, den ich mit Pfefferminze umpflanzt habe und wo auch Bongos liebster Wassernapf steht. Er selbst liegt auf dem nächsten Bild zwar in der Sonne, aber sein Lieblings-Liegeplatz ist eigentlich in der schattigeren Nähe von Kübel und Napf, wo er, hartnäckig und durch nichts zu vertreiben, die Heidekraut-Unterpflanzung des weissen Schmetterlingsflieders platt liegt (ohne Bild, vielleicht ein andermal).

 

Am Vortag waren die Blütenblätter der kleine Sonnenblume noch über dem Blütenboden zusammengefaltet, am Mittag des Folgetages geöffnet (Bild 10). Das elfte Bild zeigt den Strauch, den ich mangels eines bekannten Namens seit dem Frühjahr nur noch > „Prunus x“ genannt habe, mit einem frischen Austrieb, knapp vier Wochen nachdem ich ihn wegen allzu vieler abgestorbener Äste abgesägt hatte. Weil er daneben auch schon über Wurzelausläufer einen weiteren Strauch in die Höhe schickt, wird es im kommenden Jahr mit dem Rätselraten weitergehen.
Das letzte Foto zeigt kein weiteres geheimnisvolles Gewächs, sondern den grossen Haselstrauch Corylus avellana als Kletterhilfe für die langen Ranken eine Brombeere Rubus fruticosus, deren unreif-rote Beeren vor dem grünen Hasellaub einfach toll aussehen. Inzwischen sind die meisten davon aufgegessen und die unerreichbaren Reste holen sich Vögel und die Mäuse, die eigentlich wegen der Haselnüsse kommen. Auch die neuen Ruten der Brombeere werde ich wieder in den Hasel führen, denn das sah während der Blüte schön aus und lässt sich nachher prima pflücken. Weil es sich um eine stachellose Sorte handelt, lassen sich die alten Rute auch gut wieder herausziehen. Wenn sie trocken sind, eignen sie sich prima als weniger auffällige Pflanzenstützen.
Fotos vom 31. Juli 2017 im Garten, Lüchow im Wendland, Niedersachsen; zum Vergrössern bitte die kleinen Bilder im Beitrag anklicken.

9 Gedanken zu “Garten – am letzten Tag im Juli

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.