Noch ein Kräuter-Beitrag: der Borretsch ist wieder aufgetaucht!

Lange nicht gesehen, seit zuletzt 2015 hat er sich nicht mehr in seinem Beet gezeigt, aber nachdem ich das wieder einmal ausgelichtet habe, ist der Borretsch wieder aufgetaucht!

Borretsch Borago officinalis, das einjährige „Gurkenkraut“ mit den himmlisch blauen Blüten braucht Platz, und wenn die Pflanzendecke über den im Boden ruhenden Samenkörnern zu dicht besetzt ist, dann ziehen die sich einfach die Decke über den Kopf und weigern sich, das Bett zu verlassen und ans Tageslicht zu kommen, nicht einmal versuchsweise. Sehr klug, keine Energie auf Experimente zu verschwenden, aber rätselhaft.

Jedenfalls ist dieser zweite Kräuterbeitrag in Folge zum Thema Borretsch der erste seit 2015. In den Sommern dazwischen hatte sich in den Pflanzlücken rund um die ‚Aspirin‘-Rosen ein Dschungel aus Wildem Dost alias Oregano breit gemacht, und dazwischen Gräser, auch Quecke: vor ein paar Wochen musste darum alles einmal raus und auseinandergezupft werden. Die jungen Borretsch-Pflänzchen zeigten sich schon wenige Tage später, und die ersten Blüten – die auf dem Foto – öffneten sich am 14. August 2018 im Garten, Lüchow im Wendland, Niedersachsen.

8 Gedanken zu “Noch ein Kräuter-Beitrag: der Borretsch ist wieder aufgetaucht!

  1. Die Zurückhaltung des Borretsch könnte man ähnlich philosophisch betrachten wie die Verhaltensweisen von exemplarischen Tieren im Buch“ Die Weisheit der Trottellumme“. Der Borretsch weiß um seine Chance und verausgabt sich nicht unnötig. Für ihn ist das Morgen wie das Heute.

    Gefällt 1 Person

  2. Eine Zauberpflanze wie es aussieht 🙂 Bei mir findet er immer jede Menge Lücken. Jedes Frühjahr habe ich hier Keimlinge ohne Ende. 20 bis 30 Stück. Die Tage fand ich in einem Topf eine Saatkugel, die schon am Aufbrechen war. Mann, Mann, Mann….wat wüchsig!!!

    Gefällt 1 Person

      • Unterschiedlich, aber in vielen Töpfen buddel ich bis zum Frühling gar nicht rum und dann tauchen die Keimlinge an allen möglichen Stellen auf. Manchmal reicht der Grund kaum zum Wachsen, manchmal werden sie auch nur kümmerlich. Ich pflanze dann ein paar in einen eigenen Topf. Andere bleiben wo sie sind. Hier wachsen die Töpfe nur selten zu. Das ist im Garten mit Laubschicht und dichten buschigen Pflanzen sicherlich anders! Ich staune nur, wieviel die abwerfen und wo die überall landen (vielleicht machen Wespen und Ameisen den Rest 😉

        Gefällt 1 Person

        • Borretsch soll von Ameisen herumgetragen werden, das habe ich auch gelesen, kann das aber nicht wirklich nachvollziehen, denn ich habe trotz einer Vielzahl von Ameisen deswegen nie einen erweiterten „Verbreitungsradius“ über den normalen Umkreis der Pflanzen hinaus gehabt.

          Gefällt 1 Person

          • Also hier denke ich, macht es einfach die Vielzahl von Töpfen und das die Saat schnell in den nächsten freien Erdboden fallen kann. Dazu schiebe ich viele Töpfe hin und her. Aber genau weiß ich es natürlich nicht. Frage mich gerade, wie sich der Oregano wohl in den Schnittlauchkasten versät hat, aber bei Dauerregen im Herbst hatte ich ihn auf dem Boden unterm Dach stehen. So trage ich selbst mit meinem Blumentopftetris (wie eine Bloggerin das mal nannte) zur Verbreitung bei 😉

            Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.