Der Kürbiskuchen „Hefe-Napfkuchen mit Kürbis“

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Heute, am späten Nachmittag:  Kürbiskuchen – Hefe-Napfkuchen mit Kürbis , ganz genau nach dem alten handgeschriebenen Rezept, darum sogar nostalgisch handgemacht, mit frischer Hefe und ohne, was mir schwerfälllt, zusätzliche Beigaben eigener Initiative (na schön, der Kürbis ist ein grüner Hokkaido, kein ‚klassischer‘).
Nicht im Rezept steht, daß man den Teig nach dem Gehen noch einmal kneten sollte, also habe ich auch das gelassen, sondern ihn nur nach dem Umbetten aus der Schüssel in die Form darin noch einmal gehen lassen, bevor ich den Backofen anschaltete.
Im Rezept steht auch keine Angabe zur Backtemperatur – ich bin von 180°C ausgegangen (Umluft) und regelte den Ofen nach 45 Minuten auf 150°C herunter, weil die Farbe schon sehr schön goldbraun war, er mir aber noch zu weich schien.
Nach der rezeptgemäßen Stunde Backzeit habe ich den Kuchen herausgenommen. Weich bleibt er wegen des Kürbisses auf jeden Fall: er hat keinen ‘Häschen-Biss’ wie Karottenkuchen, aber eine herrliche Farbe.
Der Kuchen ist süß, aber nicht allzu sehr, den Kürbis schmeckt man mehr heraus, als ich es erwartete.
Zum ersten Probe-Stück hatte ich eine Tasse Kaffee, obwohl es schon Abend war, und das paßt auch, aber zum zweiten Stück probierte ich ein Glas Weißwein, und genau das würde ich beim dritten wieder nehmen. Ich werde ihn wieder einmal backen.

zum Rezept zum Bild, in moderner Schrift, geht es über die Links oben, wenn man das kleine Bild in der Galerie anklickt, oder > hier.

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27 Gedanken zu “Der Kürbiskuchen „Hefe-Napfkuchen mit Kürbis“

  1. Er scheint so etwas pures zu haben, nicht viele Zutaten, und das sind ja oft die besseren Gerichte. Außerdem ist es noch etwas anderes, wenn das Rezept derart überliefert ist. Ich denke, ich werde ihn auch mal ausprobieren.

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    • Ich stimme dir in beidem zu. Obwohl ich mich nicht erinnere, ihn je zuhause bekommen zu haben, gibt das Gefühl des Überlieferten ein Extra dazu.
      Die wenigen Zutaten, das Fehlen der in pseudo-traditionellen Rezepten aufscheinenden Bemühtheit um die Beweisführung des Besonderen im Rustikalen – das wirkt lustigerweise wirklich speziell.
      Um wirklich attraktive Fotos davon zu machen, hätte ich vorher daran denken müssen, so habe ich erst mitten in der Vorbereitung daran gedacht, und sicher sähe so ein Stück Kuchen auf dem Teller schmucker aus mit einer Dekoration, aber all diese Ideen kommen einem erst, wenn man ihn das erste Mal gegessen hat.
      So wie der Wein dazu, anstelle von Kaffee. Federweisser wäre auch gut. Apfelkompott. Weintrauben. Etwas in der Art …

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  2. Der Teller ist Dekoration genug und raubt dem Kürbiskuchen nicht die verdiente Show.
    Ich habe mich noch immer nicht an meinen Kürbis rangetraut. Einmal geöffnet, muss ich das Kürbisfleisch bald verarbeiten – und wie schön heute die Sonne wieder scheint … 😉

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    • Wie wahr! der Hokkaido-Kürbis, den ich dafür verwendet habe, ist nicht mal ein großer, aber dieses Fruchtfleich ist so massiv, so schwer, daß ich für die geforderte Menge von 250 g nicht einmal ein Drittel davon gebraucht habe. Wahrscheinlich wird es heute noch unausweichlich zu Marmelade kommen müssen … das kann man auch bei geöffneten Fenstern und Terrassentüren, barfuß mit Musik und im Sommergewand; eigentlich ist es sogar mit Sonne erst richtig perfekt. 🙂

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      • In meiner Wohnung gibt es keine Türen, die direkt nach draußen führen. Reimt sich – ist aber das einzig Schöne daran. 😉 Egal! Es war ein schönes Bild – Du, barfuß im Sommergewand, leise fächelt die Luft durch die offene Türe.

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  3. Klingt vielversprechend. Da hier in der Küche noch ein Hokkaido-Kürbis liegt, werden wir das Rezept mal ausprobieren. Eigentlich war er für eine Suppe bestimmt. Aber dazu ist es im Moment noch viel zu warm.

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    • Ich komme gerade mit den Schönwetter-Blauhimmellfotos und den Kürbisereignissen ganz in Verzug: inzwischen hat der Hokkaido seine restlichen 2/3 für die Marmelade hergegeben. Ich bin immernoch ganz ekstatisch. Sachlich bedeutete dies: ein einhalb Kilogramm schwerer Hokkaido ergab nach den alten Rezepten einen Kuchen (250 g) und 2 Gläser Marmelade, d.h. 800 g Kürbis + 2 Äpfel (die auf 1000 g fehlenden 200 g sowie zur geschmacklich empfohlenen Ergänzung); an dieser Stelle sei noch der Zitronensaft 1/2 Zitrone auf den Äpfeln erwähnt, ein Büschel Orangenduft-Pelargonie aus dem Garten und eine Blase in der Handinnenfläche rechts, vom Messer. Kürbisse sind hart kleinzukriegen.

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  4. Können wir gut nachvollziehen, die Hokkaidos sind tatsächlich steinhart. Aber Dein Ergebnis kann sich doch sehen lassen. Die Marmeladenrezeptur behalten wir im Hinterkopf … und werden es sicher irgendwann ausprobieren, klingt jedenfalls sehr lecker, und so etwas hatten wir noch nicht.
    Wir halten uns meist an Kürbis-Kartoffelsuppe, schön scharf ist die ideal für die kälteren Tage. Oder ein gutes Kürbis-Risotto. 😉

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    • So eine Suppe in Variationen war bisher auch mein einziges Zugeständnis an die herbstliche Kürbisschwemme, und außerdem eine Vorliebe für gutes steirisches Kürbiskernöl – alle anderen gemüsigen Anwendungen fiel einem nachhaltigen Schmorgurkentrauma aus der Kindheit und einem Zucchini-Verfolgungswahn aus den 80er Jahren zum Opfer, von denen ich mich langsam erhole, wie es scheint.

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        • Man bekam die Monster-Zucchini von allen Seiten geschenkt UND wurde hinterher gefragt, was man damit gemacht hat.
          Schmorgurken wurden aus normalen Gemüsegurken gemacht, wenn sie schon etwas größer waren; die wurden geschält und mit angebratenem Speck mit einer seltsam schmierigen, sämigen hellen Soße zu Salzkartoffeln gegessen. Hatte man Pech war die Gurke bitter, aber man mußte es trotzdem essen. Kinder sind auf ‚bitter‘ empfindlicher als Erwachsene und die glitschige Konsistenz war auch fies, fast wie Okra.

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          • Glitschig ist alleine schon bitter, wenn dann noch ein zusätzliches „bitter“ dazukommt, wird es schnell fies.
            Unser Küchenvollautomat möchte aber dazu anmerken, dass ein Gurke, die bei uns auch „Gummer“ heißt, sehr lecker geschmort schmecken kann. In kleine Stücke zerteilt und angeschmort, kann sie einen langweiligen Kartoffelsalat zu einem lauwarmen Leckerbissen machen 😉

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      • Ja, die Zucchini … Ab und an lassen mir die Waschbären eine übrig. Die nehme ich dann sogar etwas größer. Ich hatte dieses Jahre zwei Zucchinipflanzen und konnte nur fünf Dinger für mich retten. Da ich eine solche Schwemme aber kenne, war ich nicht so wirklich traurig drum. — Gurken werden übrigens bitter, wenn man sie in die falsche Richtung schält. Ich vergesse nur immer, welche Richtung richtig ist – deshalb nix Konkretes. 😉

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          • Jetzt habe ich das Googlrakel befragt: Der Stielsansatz der Gurke ist bitter. Nein falsch, das war früher so. Die Gurken heute sind andere Züchtungen, die diese Bitterstoffe nicht mehr enthalten. Puh, ich bin direkt erleichtert. War mir schon unheimlich geworden, dass ich dieses Jahr so viel Glück beim Schälen hatte.

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  5. Ich mag keinen Kürbis. Sage ich jetzt mal so ganz pauschal. Meine Mutter hat mich früher gezwungen diesen süß-sauer eingelegten Kürbis aus dem Glas (nicht selbst gemacht) zu probieren (Kind, man muss nicht alles mögen, aber probieren sollte man es mal halben (bezog sich auf Lebensmittel)). Und ich mochte es nicht.

    Seit dem gibt es kürbismäßig für mich nur diesen Geschmack.

    Allerdings mag ich Kürbiscremesuppe, Kürbisbrot und so kleine grüne Kürbisse mit Gehaktem gefüllt… 😀

    Ich denke, diesen Kuchen würde ich auch mögen… 🙂 – sieht lecker aus…

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    • denke ich auch – und die zu sauren gekauften Kürbisse aus dem Glas kann man mit denen von meiner Mutter und Großmutter nicht vergleichen: die mochte ich so gern, daß ich heimlich im Bett ein Glas leergefuttert habe!

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