Gartenbunt, Ende Mai

 

Durch Hitze und Trockenheit blühte in den vergangenen Wochen vieles sehr schnell und gleichzeitig auf, was sich in anderen Jahren viel länger und ausdauernder gezeigt hatte. Die Rabenkrähe auf der Eiche illustriert die Hitze auf ihre Weise: viele Vögel sieht mit offenem Schnabel sitzen, um die Hitze abzuleiten. Die Vogeltränken im Garten sind ihnen hochwillkommen, denn fast kein Singvogel, ob gross oder klein, ist in der Lage, im Flug an Wasser heranzukommen.
Die bunten Fotos im Beitrag sind die letzten Bilder aus den letzten Mai-Tagen, vom 27. bis 31. Mai 2018 in einigermassen chronologischer Reihenfolge zusammengefasst. Bitte zum Vergrössern die kleinen Bilder in der Galerie anklicken:

1 ) Blühender Perlmuttstrauch Kolkwitzia mit Dunkler Erdhummel Bombus terrestris.
2 ) Magerwiesen-Margeriten Leucanthemum vulgare auf einer der Wiesen-Inseln, in diesem Jahr nur wenige.
3 + 19 ) Gilbweiderich Lysimachia vulgaris ist zweimal dabei, auf Bild 3 noch unversehrt, Bild 19 zeigt ihn mit einer der vielen dämmerungsaktiven Blattwespenlarven, zu deren Leibspeise das Blattwerk des Gilbweiderichs gehört.
4 ) Die Strauchrose ‚Kew Gardens‘ blüht seit Mitte Mai, Wildbienen und andere Insekten besuchen die offenen Blüten gern.
5 ) Roter Klatschmohn Papaver rhoeas mit einer der bauchsammelnden Wildbiene im Fluge.
6 ) Auf den Blüten der Echten Kamille Matricaria chamomilla hat sich der Zottige Bienenkäfer Trichodes alvearius sehr wohl gefühlt; bis sie verblüht war, hatte der unter Naturschutz stehende Buntkäfer sogar Gesellschaft eines Artgenossen.
7 ) Auch wieder eine der bauchsammelnden Wildbienen auf Oxford-Storchenschnabel Geranium x oxonianum.
8 ) Weissklee Trifolium repens mit Wildbiene und Grünem Scheinbockkäfer Oedemera nobilis, etwas rechts davon, am Gras.
9 ) Die Grüne Rose Rosa chinensis Jacq. ‚Viridiflora‘ hat seit Mai neue Blüten bekommen.
10 + 13 ) Die Tantau-Beetrose ‚Aspirin‘ zeigte die ersten, im Aufblühen noch zartrosa Blüten seit der dritten Maiwoche.
11 ) Pfirsichfarbene Blüten der Phönizischen bzw. Violetten oder Purpur-Königskerze Verbascum phoeniceum – als solche habe ich sie zumindest gekauft.
12 ) Eine Steinhummel-Königin Bombus lapidarius an den Blüten einer gelben Taglilie, seltsam früh für eine Jungkönigin, vor allem, weil bisher Steinhummel-Arbeiterinnen nicht zu sehen waren.
14 ) Eine Rabenkrähe Corvus corone corone auf der Eiche sitzend, mit wegen der grossen Hitze offenem Schnabel.
15 ) Braunrote bzw. Bahnwärter-Taglilie Hemerocallis fulva.
16 ) Das im vorigen Jahr so gut ausgebuchte Insektenhotel ‚Eichenklotz‘ war in diesem Jahr schlecht belegt und wurde Ende Mai auch noch ausgeplündert, wie man sehen kann.
17 ) Auch das Echte Eisenkraut Verbena officinalis hat in diesem Jahr seine Blütezeit sehr früh begonnen.
18 ) Selten soll sie sein, die Glockenblumen-Scherenbiene Osmia rapunculi , aber ich finde sie jedes Jahr an den Blüten der Pfirsichblättrige Glockenblume Campanula persicifolia im Garten.
20) Dieser blassrote, wie mit einem hellen Batik-Verlauf gefärbte Klatschmohn ist die Nachfahrenschaft von Samen, die ich 2015 als Souvenirs aus den verwilderten Beeten des ehemaligen Botanischen Institut am Citadelpark in Gent, Belgien mitgebracht hatte, mit einem Weichkäfer im Blütenkelch.
21 ) Roter Fingerhut Digitalis purpurea mit sehr hell rosa-weissen Blüten und mit Dunkler Erdhummel Bombus terrestris.
22 ) Ende Mai entwickelte sich der Speisezwiebel-Blütenstand Allium cepa zu einem hübschen Knospen-Pompom, inzwischen blühen die grünlichweissen Blütenkugeln zur Freude vieler Insekten, und das schön ausdauernd.
23 ) Auch der Wein Vitis vinifera zeigte im späten Mai Knospen, blühte schnell auf und hat sogar nun schon erste Fruchtansätze.
24 ) Das Hohes Fingerkraut Potentilla recta hat sich gut im Garten ausgebreitet, blüht auch bei Hitze ohne zu schwächeln und wird Wildbienen gern besucht, hier eine Seidenbiene Colletes spec..

22 Gedanken zu “Gartenbunt, Ende Mai

    • Sind für dich die Bildunterschriften nicht sichtbar? Und der Text darunter (nr. 6) auch nicht?
      Wie betrachtest du die Seite, Finbar? Das verstehe ich überhaupt nicht, weil die Fotos sogar doppelt beschriftet sind und im Fliesstext erläutert. Es ist ein Zottiger Bienenkäfer.

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        • Hm. Inzwischen habe ich mir die Mobilansicht angesehen. Das ist ja ärgerlich: die lassen das ja alles weg! Wozu macht man sich als Verfasser des Artikel so viel Mühe, wenn nicht nur optisch reduziert wird, sondern ein Grossteil des Beitrags einfach verschwindet? Da kann man ja gleich instagrammen.

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            • Ja, und gut zu wissen, warum verschiedentlich nach etwas gefragt wird, von dem ich weiss, dass ich es dazu geschrieben habe, nur eben nicht im Artikeltext, sondern bildbegleitend, was mir oft als ausreichend scheinen wollte. So einfach also werden 10 Jahre Bloggeschichte absurd.

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                • Ich benutze das AMP nie, es ist mir unbekannt gewesen, weil ich auch niemanden kenne, der jemals darauf hingewiesen hätte, dass mehr reduziert ist als nur die Form der Seitenanzeige.
                  Mich hat die Verstümmelung durch den WP-Reader schon genug verärgert, den ich deshalb so gut wie nie verwende.
                  Für mich bedeutet es, dass ich auf der Seite z.B. im „About“ darauf hinweise, dass die beste Seitenansicht die am PC oder Tablet ist. Dem anpassen werde ich sicher nichts.
                  Wenn das, was ich liebe und fotografiere, durch das verstümmelte Angebot der Betrachtungsweise seines Namens und Zusammenhangs entkleidet wird, um nur noch „Buntes Bild“ zu sein, ist das eine Entwertung von Inhalten, die ich bestimmt nicht auch noch unterstützen werde.
                  Die Funktion der Galerien sparsamer zu verwenden ist die einzige Konsequenz, mit der ich mich für die neueren Beiträge anfreunden kann, das kommt sicher auch dem Medienspeicher zugute, aber sonst ….
                  Ich habe im Winter – von November bis Februar – meine Blogs zusammengeführt und die Artikel und die Galerien darin gepflegt, nachbearbeitet, sachliche Fehler in der Beschriftung behoben oder um mir nun bekannte Namen ergänzt, und das bei 5.058 Beiträgen, die alle im Web aufrufbar sind, bleiben und weiterhin dem dienen sollen, dass Menschen ihre Lebensumgebung wertschätzen. Differenzierung ist eine Lebenseinstellung.

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  1. Was für eine schöne bunte Vielfalt, mit denen du allen eine Freude machst! Um die Speisezwiebel beneide ich dich. Ich hatte unten eine gepflanzt. Letztes Jahr hatte es nicht geklappt und dieses Jahr ist jemand gegengefahren. Ich muß sie wohl umsetzen, wenn das noch was werden soll. Bin sehr gespannt, wie deine nachher aussieht!

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    • Diese hohen Stiele brauchen unglaublich lange, bis die Blüte endlich kein kleiner Knopf mehr obenauf, sondern deutlich und kugelig zu sehen ist. Die dürfte am Rand immer „übersehen“ werden. Aber ich bin auf jeden Fall ab jetzt „Zwiebelretter“, wenn irgendwo wieder ausgetriebene herumliegen, die in der Küche nicht mehr verwendet werden.

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