Färberkamille

Färberkamille Anthemis tinctoria mit Besuch von einer Gewöhnlichen Löcherbiene Heriades truncorum

Voriges Jahr hatte sich meine Färberkamille im Garten prächtig und lange blühend gezeigt, und im Frühling zeigten sich auch genügend Sämlinge, um sie an andere Stellen im Garten zu verpflanzen, aber genau an der im vorigen Jahr so erfolgreichen, sonnigen Stelle passiert kaum etwas, als wäre es eine Überdosis Sonne: die einzigen schönen Blüten und Pflanzen mit grünen Blättern gedeihen aus den Sämlingen an einer Stelle mit weniger Sonnenstunden.

Das war nach der Beschreibung der Art überraschend für mich, demnach darf es für die Färberkamille sonnig und trocken sein, aber meine will es anscheinend anders. Sobald wieder Temperatur- und Bodenverhältnisse zum Umsetzen von Jungpflanzen geeignet sind, werde ich noch mehr in solche Bereiche versetzen. Die Pflanzen haben einen verholzenden Wurzelstock, das geht sehr gut.

Die Margeriten ähnlichen Blüten der Färberkamille Anthemis tinctoria sind nicht der ganz grosse Insektenmagnet, aber sie haben ihre Kundschaft unter den kleinen Wildbienen, wie hier auf dem Foto die Löcherbiene, die auf der anderen Seite des Gartens auch gern den Rainfarn aufsucht, und ich kann mir vorstellen, dass es für diese Kleinen als Bauchsammlerinnen auf solchen Blüten einfacher ist, an Nektar und Pollen zu gelangen. Sie haben es diesen Sommer in der Hinsicht nicht leicht, denn auch die als unverwüstlich geltenden Hundskamillen, Echten Kamillen und auch das Mutterkraut haben in der Hitze und Trockenheit aufgegeben, obwohl ich im Garten ja auch immer wieder Wasser spendiere.

Es ist schon eine besondere Herausforderung, sich in diesem Sommer Gedanken über die klimagünstigste Bepflanzung für das kommende Jahr zu machen, wenn sich sogar Pflanzen wie die Kamillen unter dem derzeitigen Sommer unerwartet schwer tun. Ob er wohl wieder so wird? Oder eher wie der von 2016 und 2017?

Das Foto oben ist vom 26. Juli 2018, im Garten, Lüchow im Wendland, Niedersachsen

5 Gedanken zu “Färberkamille

  1. Das ist aber auch wieder merkwürdig: wenn was wächst hier nebenan auf der ehemaligen Baustellenwiese, dann ist es Kamille und die gießt keiner. Vielleicht ist unter dem Sand noch lehmiger Boden, keine Ahnung, aber echt erstaunlich, wie unterschiedlich das ist!

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    • Kommt vielleicht auch drauf an, ob und wie die Gebäudeschatten darauf fallen, ob die Baustellen-Wiese wirklich vollsonnig liegt. Aber es ist schon ein bisschen „verkehrte Welt“, weil man von früher immer zu denken gewohnt ist, dass die Bedingungen auf dem Land weniger heiss, weniger trocken, staubig und fruchtbarer seien.

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      • Ich glaube, der Teil der Wiese, wo sie wachsen, hat den ganzen Tag Sonne. Vielleicht ist das hier ne zähere Sorte 😉 Ja, verkehrte Welt oder auch nicht. Es ist, wie es ist, aber wir vergleichen wie immer und hättens gerne wie früher. Ich auch 😉

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