Von Knödelkörbchen und Blechhäuschen

Bei den piratengleichen Überfälle der Stare auf die zum Entern allzu leicht erreichbaren Meisenknödel-Körbchen werden die kleineren Vögel verscheucht und die Knödel von den Staren mit wahnwitziger Geschwindigkeit vertilgt.

 

Auch eine andere Art von Futterzylinder, an dem es sich schlechter landen lässt, wird von den Staren Sturnus vulgaris so lange ausprobiert, bis sie eine Methode gefunden haben, mit der sie den begehrten Inhalt erreichen.

 

Darum habe ich zusätzlich zum bereits bewährten roten Futterspender in Hausform, an dem nur kleinere Vögel landen können, wie auf dem Bild mit einer Kohlmeise Parus major und zwei Feldsperlingen Passer montanus zu sehen, …

 

… auch noch ein zweites Blechhäuschen gekauft, das statt einer Plexiglasscheibe ein grobes Gitter hat, so dass es mit z.B. mit solchen kleinen Fettfutterblöckchen befüllt werden kann, und Meisen können gut daran landen:

 

Nach einigen Tagen kamen vor allem die Blaumeisen Cyanistes caeruleus an den neuen Futterspender, aber sie wurden dabei beobachtet und alsbald suchte auch der erste Star eine Möglichkeit, an das Futter zu gelangen.

 

Aber es ist für Stare tatsächlich unmöglich, anders als von einem Sitzplatz aus hineinzupicken, und mit einer kleinen Drehung des Ständers brachte ich das Häuschen ausser Reichweite. Es gibt schliesslich auch noch die anderen Futterbehälter, an denen die Stare immer noch ihren Anteil haben können, ich möchte nur nicht sämtliche Knödel an vorwiegend Stare verfüttern, die inzwischen auch im Boden wieder Regenwürmer finden können.

Das Foto vom roten Häuschen ist schon seit dem 12. Dezember 2018 in einem Blogartikel zu sehen > hier.
Die drei Fotos vom neuen blauen Häuschen sind am 25. Februar 2019 aufgenommen, während die sechs Bilder weiter oben, die von den Staren an den verschiedenen Körbchen, gestern entstanden sind, am 28. Februar 2019, alle durch Fenster gezoomt und an verschiedenen Futterplätzen im Garten fotografiert, Lüchow im Wendland, Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen. Zum Vergrössern bitte die Bilder anklicken.

10 Kommentare zu „Von Knödelkörbchen und Blechhäuschen

  1. So, wie auf dem 4. Foto, tat es einst die Amseldame. Es war im Frühjahr und ich denke, dass sie Amselkinder hatte und selber total geschwächt war und das Futterangebot ihr gelegen kam. Sie war auch erfolgreich und kam immer wieder vorbei. Tolle Fotos !!!

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    1. Danke Matilda! Jetzt kann ich es mir auch vorstellen, und die Amselaktion war sicher noch spezieller, weil weniger selbstverständlich für einen Vogel, der doch meistens am Boden oder auf Zweigen sitzend frisst, ohne grossartig herumzuturnen.

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      1. Ja, sie war schon völlig entkräftet. Sonst hocken sie momentan auch im Blumenkasten, denn dort liegen Meisenringe. Die haben sie weggeputzt. Kommt sonst niemand und ich befürchte, dass die ganzen Knödel und Ringe ranzig werden. Somit dürfen die Amseln gerne davon naschen.

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  2. Manchmal überlege ich wie hoch Dein Jahresfutter-Etat so ist. Da ich nur im Winter füttere (ein Futterhaus, eine Knödelstation) sind es in der Saison ca. 30,-€ – Hoffentlich fangen die lieben Vogelherden meine Mücken im Sommer weg.

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